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	<title>WikiPedalia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-19T10:06:36Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Werkzeuge_und_Hilfsmittel_f%C3%BCr_die_Arbeit_an_Fahrradreifen&amp;diff=9721</id>
		<title>Werkzeuge und Hilfsmittel für die Arbeit an Fahrradreifen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wikipedalia.com/index.php?title=Werkzeuge_und_Hilfsmittel_f%C3%BCr_die_Arbeit_an_Fahrradreifen&amp;diff=9721"/>
		<updated>2016-07-07T09:49:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Druckmesser */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt Werkzeuge und Hilfsmittel, die man zur [[Reifen]]reparatur und -wartung benötigt. Diese sind natürlich auch für die heimische Werkstatt gedacht. Zusätzlich zu diesem Artikel solltest Du auch folgende beachten:&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:AdSenseT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkzeuge für Unterwegs ==&lt;br /&gt;
===Das absolute Minimum===&lt;br /&gt;
Um einen platten Reifen unterwegs zu reparieren benötigt man als absolutes Minimum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;Pumpe&#039;&#039;&#039;, die auf die [[Ventil]]e Deiner [[Schlauch|Schläuche]] passt. Am bequemsten ist hier natürlich eine Mini-Pumpe, die in einer Tasche oder am Fahrrad Platz findet. Die kleineren Versionen, die Du immer bei Dir trägst, werden seltener gestohlen. Größere Versionen können schneller aufpumpen. Es gibt zwei Typen von Aufnahmen für Ventile. Stelle sicher, dass Deine Pumpe zum Ventiltyp Deines Fahrrads passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Mini-pump.jpg|center|Eine Minipumpe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Falls das Fahrrad mit einer [[Felgenbremse]] ausgestattet ist, kann es sein, dass man eine Art &#039;&#039;&#039;[[Schnellspanner]]&#039;&#039;&#039; benötigt, mit dem man die [[Bremsarm]]e auseinander drücken kann, um den luftlosen Schlauch an dem [[Bremsbelag|Bremsbelägen]] vorbei zu bekommen, ohne das Laufrad ausbauen zu müssen. Bei den meisten Fahrrädern geht das ohne zusätzliches Werkzeug. Manchmal reicht auch einfach ein Multi-Tool. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein Fahrrad [[Reparatur-Set]] mit:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Reifenheber]]&#039;&#039;&#039;, die zumeist im 3-er Satz daherkommen. Eine Seite ist jeweils gerundet und die andere Seite ist gebogen, so dass man sie in eine [[Speiche]] einhängen kann. Neuere Modelle sind aus einem fiberglasverstärkten Kunststoff. Bei sehr stramm sitzenden Reifen benötigt man Reifenheber mit sehr dünnen Enden. Mehr [[#Reifenabzieher und -aufzieher|im Detail]] dazu später im Artikel. [[Bild:TL3302.jpg|center|Reifenheber]]&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Flickzeug]]&#039;&#039;&#039;, das [[Flicken]], eine spezielle [[Vulkanisierflüssigkeit]] für die Flicken und ein kleines Stück [[Schmirgelpapier]] enthält.&lt;br /&gt;
[[Bild:Patch-kit.JPG|center|Schlauchflicken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat man genug dabei um die meisten platten Reifen zu reparieren -- und zumeist geht das auch noch, ohne das Laufrad auszubauen, was bei Fahrrädern ohne [[Schnellspanner]] recht hilfreich ist.&lt;br /&gt;
Falls man keine Flicken mehr hat oder das Loch im Schlauch zu groß ist, kann es eine mögliche aber nicht sehr elegante Lösung sein, einen Knoten in den Schlauch zu machen, um den Teil mit dem Loch vom Rest des Schlauchs zu trennen. Danach muss man dann den Schlauch etwas dehnen, um ihn über die Felge zu bekommen. Eine Pfadfinderregel lautet: Es ist besser immer vorbereitet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr...===&lt;br /&gt;
* Falls Aus- und Einbau des Laufrads leicht ist, ist der Tausch des Schlauchs schneller als das Flicken. Dazu benötigt man jedoch einen &#039;&#039;&#039;Ersatzschlauch&#039;&#039;&#039;. Der unten gezeigte Schlauch ist mit [[Presta]]ventil, auf dessen Gewinde eine kleine Mutter aufgeschraubt ist. [[Sheldon Brown]] war jedoch kein Freund davon, Ventile festzuschrauben. Daher hat er diese Mutter in stummen Protest entfernt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Inner-tube.JPG|center|Schlauch]]&lt;br /&gt;
* Falls das Laufrad mit Muttern befestigt ist, wirst Du einen passenden [[Schlüssel]] benötigen. Ein &#039;&#039;&#039;[[Engländer]]&#039;&#039; kann auch bei anderen Muttern am Fahrrad benutzt werden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Engländer Werkzeug.png|thumb|center|Verstellbarer Schlüssel]]&lt;br /&gt;
* Diebstahlgesicherte Schnellspanner benötigen &#039;&#039;&#039;Spezialschlüssel&#039;&#039;&#039;. Es gibt so viele Varianten, dass das den Rahmen dieses Artikel sprengen würde.&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;Multi-Tool&#039;&#039;&#039; mit [[Inbus]]schlüsseln und [[Schraubendreher]]n kann beim Aus- und Einbau von [[Nabenschaltung]]en oder Bremsen mit [[Drehmomentstütze]] hilfreich sein. Am besten nimmst Du Dein Fahrrad mit in die lokale Fahrradwerkstatt und lässt Dir das richtige Werkzeug zeigen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Multi-tool.jpg|center|Multitool]]&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;[[Schutzkappe]]&#039;&#039;&#039; - zum Beispiel ein Stück aus einem alten Reifen - zum Flickzeug hinzuzunehmen, kann bei der Notreparatur eines aufgeschlitzen Reifens hilfreich sein.&lt;br /&gt;
[[Bild:Boot.JPG|center|Schutzkappe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeugmitnahme ===&lt;br /&gt;
Mal abgesehen von größeren Mini-Pumpen, die man an den Fahrradrahmen klemmen kann, finden alle oben erwähnten Werkzeuge (und ein paar zusätzliche) in einer [[Satteltasche]] Platz, die man direkt unter den [[Sattel]] befestigen kann. Natürlich kann man sie auch in jedem anderen Gepäckstück unterbringen, das man am Fahrrad mit sich trägt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Tool-kit.jpg|center|Werkzeugsatteltasche]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kann ein [[Drahtreifen]] mit ein [[Kevlar]]wulst oder ein aufgerollter [[Faltreifen]] einen schneller wieder zurück auf das Fahrrad bringen, falls der Reifen unreparierbar schwer beschädigt wird. Der Drahtreifen kann mittels der richtigen Technik kompakt in drei Schlaufen gewickelt werden, so dass er in eine Tasche oder in einen Rucksack passt. Wie das geht erklärt Sheldon Brown in diesem [https://youtu.be/vo7RJqaUdhg Video].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Werkzeuge und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir nun dazu über, Werkzeuge im Detail zu erläutern. Dazu gehören natürlich auch solche, die man in der heimischen Werkstatt haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druckmesser===&lt;br /&gt;
Während man mit etwas Erfahrung in den Fingern durch Zusammenkneifen mit Daumen und Zeigefinger eine grobe Idee vom Reifendruck bekommen kann, sollte jedoch ein Druckmessgerät als Notwendigkeit erwachtet werden , um genaue und wiederholbare Ergebnisse zu bekommen. Druckmesser sind bei manchen Pumpen bereits eingebaut. Einzeln erhältliche Manometer gibt es in drei Ausführungen:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Stift&amp;quot;-Druckmesser sind die einfachsten und billigsten. Sie sehen aus wie ein Stift und haben an einem Ende eine Öffnung, die man auf das geeignete Ventil drückt. Wenn man das tut, kommt am anderen Ende ein mit einer Skala versehenes Stäbchen heraus – umso weiter, je mehr Druck auf dem Reifen ist. Es gibt diese Stiftmesser für Schrader- und Presta-Ventile, und außerdem in einer Auto- und Fahrradausführung, was mit den bei diesen Fahrzeugen verwendeten, unterschiedlichen Luftdruckbereichen begründet ist. Die Autoversion misst bis 50psi (3,5bar), die Fahrradversion bis 120psi (8,3 bar).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Skalen&amp;quot;-Druckmesser sind etwas teurer, aber einfacher abzulesen und meist genauer in der Angabe. Viele Skalenmesser haben zwei Öffnungen und sind daher für beide Ventilarten zu nutzen. Während günstigere Modelle direkt am Rad abgelesen werden müssen, verfügen bessere Ausführungen über ein Memory, das das Ablesen bis zum Drücken des Reset-Knopfes ermöglicht.&lt;br /&gt;
* Digitale Druckmesser haben ein Flüssigkristall-Display und einen elektronischen Sensor. Sie sind am genauesten, doch die absolute Genauigkeit der Reifendruckmessung wird immer durch den Umstand beeinträchtigt, dass eine minimale Menge Luft – und damit auch Druck – durch das Abziehen des Druckmessers vom Ventil verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ventiladapter===&lt;br /&gt;
[[Bild:Ventiladapter.jpg|Verschiedene Ventiladapter|thumb|right]]&lt;br /&gt;
Wenn Du Presta- oder Dunlopventile verwendest, ist es sinnvoll, einen Adapter für Schraderpumpen (z.B. an Tankstellen) mitzuführen. Wie man auf dem Bild sieht, ist das ein Kleinteil, das leicht verloren gehen kann, außer man schraubt es auf das Ventil einer seiner Reifen. Zum Abweisen von Schmutz kann man noch eine Ventilkappe aufschrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenfüllgeräte==&lt;br /&gt;
Es gibt sieben verschiedene mögliche Werkzeuge, mit denen man Reifen aufpumpen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Patronen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO2-Patronen sind kleine Zylinder, die unter hohem Druck mit Kohlendioxyd (CO2) befüllt sind. Sie wurden für eigentlich für das Versetzen von Mineralwasser mit Kohlensäure entwickelt. Mithilfe eines passenden Adapters können sie zum Aufpumpen von Fahrradreifen verwendet werden. Im besten Falle ist dies die schnellste Möglichkeit, aufzupumpen. Zudem sind sie am leichtesten und einfachsten zu transportieren und daher unter Radsportlern weit verbreitet.&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 Patrone.JPG|left|CO2 Patrone]]&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Nachteile der CO2-Patronen sind ihr relativ hoher Preis und ihre Müll verursachende Einwegnutzung. Nur wenige Patronensysteme verfügen über eine kontrollierbare Gas-Abgabe, die meisten geben ihren Inhalt beim Öffnen restlos ab, man kann diese also nicht nutzen, um einen Reifen, der nur etwas weich ist, seinen Soll-Fülldurck zu geben. Wenn man nur eine Patrone dabei hat, aber zweimal auf einer Tour einen Platten einfährt, ist man erst mal zum Laufen verdammt. Aus diesen Gründen ist von ihrer Verwendung abseits des Wettkampfs eher abzuraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kompressoren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompressoren sind eine gern genommene Alternative – wenn sie verfügbar sind. An fast allen Tankstellen zu finden, ist ihre Benutzung zwar bequem, aber mitunter auch gefährlich. Wenn man das Fahrrad an der Tankstelle aufpumpt, ist es nützlich, einen zweiten Druckmesser zu benutzen. Wenn man nämlich der eingebauten Anzeige am Kompressor-Handstück vertraut, riskiert man durchaus mal das Platzen des Schlauches und/oder Reifens. Der Grund hierfür liegt im Unterschied der Volumen von Fahrrad- und Autoreifen. Die für Autoreifen ausgelegten Kompressoren geben mit jedem Impuls (manuell oder automatisch, je nach Anlage) wesentlich mehr Luft ab, als ein Fahrradschlauch im Zweifel auszuhalten vermag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Tankstellen ist der Schlauch direkt mit dem Kompressor verbunden, der für etwa 120 PSI (8,3 bar). Um einen Überdruck im Fahrradreifen zu verhindern, solltest Du immer nur sehr kurz befüllen und direkt danach mit Deinem Druckmesser prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche dieser Tankstellengeräte haben einen Füllknopf und ein Manometer. Das macht es etwas einfacher, weil man hier befüllen und direkt prüfen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tankstellenkompressoren passen nur zu Schrader Ventilen oder Adapter. Daher werden diese Ventile auch manchmal als Autoventil bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Standpumpen===&lt;br /&gt;
[[Bild:Standpumpe.jpg|right|Standpumpe]]&lt;br /&gt;
Die Standpumpe ist die effizienteste „menschenbetriebene“ Pumpe. Sie besteht aus einem langen vertikalen Zylinder und einem T-förmigen Griff, den man beidhändig auf und ab bewegt. Sie haben außerdem eine Art Fußraste, mit der man sie durch Draufstellen sicher am Fleck hält und ferner einen Schlauch samt Kopfstück, das man am Ventil befestigt. Man bedient sie durch das Körpergewicht, indem man beim Herunterdrücken die Luft aus der Pumpe in den Reifen schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bessere Standpumpen haben einen Druckmesser eingebaut und zudem einen Vorratsbehälter, der das genaue Ablesen des Drucks im Reifen noch während des Pumpens ermöglicht. Das macht ihre Verwendung sehr angenehm. Zudem erhält man als Fahrradfahrer ein klein wenig Oberkörpertraining, das man gewinnbringend als Ausgleichsübung zum Beintraining ansehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußpumpen===&lt;br /&gt;
Eine weniger gebräuchliche Art der Pumpen ist die Fußpumpe. Sie liegt am Boden und wird – wie der Name schon sagt – per Fuß bedient. Sie ist schnell, aber technisch komplexer, da ihre Konstruktion eine Menge Drehpunkte mehr erfordert. Weiterhin sind Fußpumpen meist zugunsten eines hohen Pumpvolumens (Autoreifen, Luftmatratze) gebaut, weniger für den bei Fahrrädern teils erforderlichen hohen Luftdruck. Sie sind also nicht besonders geeignet für schmal bereifte Straßenräder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenpumpen bzw. Handpumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind tragbare Pumpen, die am Fahrradrahmen befestigt werden. Sie sind typischerweise so lang wie eines der Rahmenrohre und haben einen Federmechanismus im Griff, mit dem die Pumpe am Platz entlang des Rahmenrohrs gehalten wird. Ältere Fahrräder hatten angelötete &amp;quot;Pumpennippel&amp;quot;, um die Enden der Pumpe zu halten. Neuere Fahrräder habe nur noch einen solchen Nippel, kurz unterhalb des Oberrohrs am Sitzrohr, um eine Pumpe am Oberrohr zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind im Straßenbetrieb ein guter Notfallhelfer. Es bedarf eines hohen Aufwands, um die Reifen auf vollen Druck auf zu pumpen - das ist aber auf jeden Fall besser, als zu Fuß gehen zu müssen. Am Anfang ist die Pumparbeit noch sehr leicht, aber zum Ende hin wird der notwendige Kraftaufwand enorm, um hohen Druck zu erzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rahmenpumpe.jpg|left|Rahmenpumpe]]&lt;br /&gt;
====Rahmenpumpen richtig benutzen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Rahmenpumpen haben einen Schlauch, den man auf das Schlauchventil aufschrauben kann. Bei Schraderventilen ist das nicht gut, weil beim los schrauben Luft entweichen kann. Neuere Pumpen haben einen Klemmmechanismus, der den Druck besser hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter Du den Reifen aufpumpst, desto schwerer wird sich die Pumpe bewegen lassen - insbesondere bei schmalen Reifen, die mit hohem Druck aufgepumpt werden müssen, ist dies ein Problem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise sind Deine Arme alleine nicht stark genug, um dem Reifen einen adäquaten Luftdruck zu verpassen. Unter der Annahme, dass Du Rechtshänder bist, kann es helfen, die linke Hand um den Pumpenkopf zu klammern. Falls ein Baum in der Nähe steht, kann man auch den Pumpenkopf gegen den Baum drücken, sodass der linke Arm keine Arbeit verrichten muss. Falls kein Baum oder sonstiges solides Objekt in der Nähe ist, knie Dich einfach auf Dein rechtes Knie und klemme Dein linkes Handgelenk in Dein linkes Knie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man der vollständigen Befüllung des Reifens näher kommt und jede Pumpbewegung schwerer wird, kann man das rechte Handgelenk mit dem Pumpengriff gegen die Brust drücken und so für den letzten, schwersten Teil einfach den gesamten Körper benutzen, um die Luft in den Reifen zu drücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jedem Pumpentyp ist es natürlich wichtig, dass man die Bewegung immer bis ganz zu Ende ausführt, sonst verschwendet man eine Menge Energie. Luft wird nur in den Reifen gepumpt, wenn der Druck in der Pumpe höher ist als im Reifen. Diesen Übergang der Luft aus der Pumpe in den Reifen kannst Du gegen Ende der Bewegung spüren, wenn diese leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei vorsichtig, dass Du den Ventilschaft nicht biegst oder verdrehst, wenn Du eine Rahmenpumpe mit integriertem Kopf benutzt. Die Pumpe gegen einen Baum oder Felsen abzustützen kann dabei helfen, den Ventilschaft gerade zu halten. Das minimiert das Risiko ihn zu brechen oder vom Schlauch abzureißen. Eine Pumpe mit einer Schlauchverlängerung verhindert diese Gefahr vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine ist nie genug====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Rahmenpumpe ist kein Ersatz für eine gute Standpumpe. Der gut ausgestattete Radfahrer besitzt selbstverständlich beide. Die Standpumpe ist für regelmäßige Luftdruckanpassungen oder Reifenmontagen Zuhause geeignet und die Rahmenpumpe wird unterwegs zum Beheben von Platten benutzt. Rahmenpumpen sind für alle Nicht-Notfälle eher ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minipumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die weitest verbreitete Art von Pumpen die Minipumpe, eine taschengroße Version der Rahmenpumpe. Mit einer Klammer kann man sie an den Ösen für Wasserflaschen oder anderswo am Rahmen anbringen. Sie kann natürlich auch in (fast) jeder Tasche transportiert werden. Sie sind sehr klein  und leicht zu tragen. Mit ihnen benötigt man deutlich länger, einen Reifen auf zu pumpen als mit den großen Rahmenpumpen. Bessere Versionen der Minipumpe haben zwei Druckkammern, damit man beim Zusammendrücken und beim Auseinanderziehen pumpt. Diese sind schneller in der Verwendung. Die [[Topeak Morph ™]] Minipumpen haben sogar einen Fuß, mit dem man sie wie eine Standpumpe verwenden kann. Von dem Kauf einer Minipumpe wird wegen ihrer Ineffizienz abgeraten, außer man hat ein Problem mit häufigen Diebstählen. Ihr Hauptvorteil ist ihr kleines Packmaß, man kann sie vom Rad abnehmen und in der Tasche verstauen, wenn man das Rad in einer riskanten Zone parkt. Man ist außerdem mit kleineren Pumpen aus Metall sehr gut beraten, wenn man schmalere Reifen nutzt, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Ergänzung|Sheldons Artikel ist nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit|Natürlich erreichen solche &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; nicht den Komfort und die Leistung einer richtigen Standpumpe, kommen dem aber erstaunlich nahe und erleichtern das Aufpumpen des Reifens erheblich, wenn man unterwegs einen Platten hat. Aufgrund der einfachen Handhabung und der hohen Effizienz erfreuen sich &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; trotz des höheren Gewichts und des größeren Packmaßes als &amp;quot;klassische&amp;quot; Minipumpen inzwischen großer Beliebtheit. Manche Hersteller bieten angepasste Versionen für Reifen mit großem Volumen wie z. B. Mountainbike- oder Reiseradreifen und für schmalere Reifen, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad, an.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenheber==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise werden [[Reifenheber]] in Dreiersets verkauft. Früher waren sie aus Metall und werden heutzutage eher aus Kunststoffen hergestellt. Auf der einen Seite des Reifenhebers findet sich ein (halb) gewelltes, rundes Ende, das unter den Reifen geklemmt wird. Das andere Ende ist gebogen und hakenförmig, sodass man es nach Anheben des Reifens an einer Speiche fest klemmen kann. [[Sheldon Brown]] mochte ganz besonders die [[Quick Stick]] Reifenheber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reifenheber sind erhältlich in unterschiedlichen Breiten, generell lässt sich sagen: Je fester der Reifen sitzt – oder je schwerer er sich auf die Felge bringen lässt - umso dünner sollte der verwendete Reifenheber sein. Sitzt ein Reifen relativ locker, kann auch ein einziger Heber ausreichen.&lt;br /&gt;
Ein spezieller Reifenheber wird von der renommierten Firma [[Crank Brothers]] hergestellt und unter dem Namen „Speed Lever“ vertrieben. Er lässt sich teleskopisch verlängern und an der Radachse befestigen und funktioniert ganz ähnlich wie die elektrischen Reifenheber, die in Autowerkstätten genutzt werden. Er ist nicht ganz die beste Wahl bei sehr fest sitzenden Reifen, funktioniert aber bei den meisten ganz gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bead Jack]] der Firma [[Kool Stop]] hingegen ist explizit für sehr fest sitzende Reifen konzipiert. Er hat einen großen Griff und zwei Arme, wovon einer durch ein Gelenk beweglich ist. Das feste Ende wird über die Felgenflanke gehebelt, während das bewegliche Ende den Reifenwulst über die andere Flanke hebt. Damit bekommt man auch die schwierigsten Reifen/Felge-Kombinationen in den Griff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset.jpg|Schwalbe Reifenheberset&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset_Packung.jpg|Schwalbe Reifenheberset Originalverpackt&lt;br /&gt;
Bild:TL3302.jpg|Quick Stick Reifenheber&lt;br /&gt;
Bild:koolstop-bead-jack.png|Kool Stop Bead Jack&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flicksets==&lt;br /&gt;
[[Flicksets]] bekommt man in jedem Fahrradladen. Normalerweise erhält man eine kleine Plastikschachtel, in der sich ein paar Flicken, eine Tube Vulkanisierflüssigkeit und ein Stückchen Sandpapier (evtl. auch eine Metallraspel) befinden. Das beste erhältliche Flickzeug ist „Tip Top“ von Rema – weswegen sich teilweise „Tip Top“ auch als Synonym für den Flicken etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Flicken ist es wichtig, den Anweisungen der Packungsbeilage genau zu folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstklebende Flicken===&lt;br /&gt;
Selbstklebende Flicken (Aufkleber) sind erhältlich und etwas bequemer als herkömmliche. Leider ist ihre Zuverlässigkeit relativ bescheiden gegenüber den Flicksets – daher sind sie nicht zu empfehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Panzerband===&lt;br /&gt;
Nicht lachen, aber [[Panzerband]] kann einen Schlauch gut genug kleben, um bis zum nächsten Fahrradlafen zu kommen. Es kann auch als [[Schutzkappe]] genutzt werden. Wahrscheinlich möchtest Du nicht immer eine ganze Rolle Panzerband mit Dir herum tragen. Aber möglicherweise rollst Du Dir ein kleines Stück ab oder kaufst, erbettelst oder borgst Dir im Notfall ein Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schraubenschlüssel==&lt;br /&gt;
Wenn Deine Achsen nicht mit Schnellspannern oder Inbus-Spannachsen befestigt werden, brauchst Du zum Ein- und Ausbau der Räder Schraubenschlüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sie in zwei Kategorien unterscheiden:&lt;br /&gt;
====Feste Schraubenschlüssel====&lt;br /&gt;
Feste Schraubenschlüssel sind aus einem Stück Metall geformt und passen ausschließlich auf bestimmte Größen. Es gibt folgende Arten von festen Schraubenschlüsseln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ringschlüssel haben eine Ring, der den Schraubenkopf bzw. die -mutter komplett umschließt. Sie sind substanziell stärker als Maulschlüssel und sind die beste Wahl für hohe Torsionskräfte. Zum einen sind sie aus mehr Material hergestellt und zum anderen haben sie an mehr als 2 Stellen Kontakt zu Schraubenkopf bzw. Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maulschlüssel habe Enden, die wie zweizackige Gabeln geformt sind. Normalerweise haben sie zwei parallele Oberflächen, welche an 2 Stellen plan gegen den Schraubenkopf oder die Mutter anliegen. Maulschlüssel sind leicht und schneller anzulegen und können auch dort benutzt werden, wo es keinen Platz gibt, Ringschlüssel von oben aufzulegen. Allerdings finden Sie keinen so guten Halt wie Ringschlüssel, weil sie nur an 2 der 6 Kanten des Schraubguts anliegen. Wenn man einen Maulschlüssel überstrapaziert kann sich evtl. sogar das Maulende so weit spreizen, dass der Schlüssel unbenutzbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ring-Maulschlüssel haben jeweils ein Maul und ein Ringende, welche für gewöhnlich die gleiche Größe haben. Dieser ist der nützlichste und am weitesten verbreitete Typ eines Schraubenschlüssels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel.jpg|2 Maulschlüssel und zwei Ring-Maulschlüssel&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel_einzeln.jpg|Ring-Maulschlüssel der Größe 17&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Rollgabelschlüssel oder Verstellschlüssel====&lt;br /&gt;
[[Bild:Englaender.jpg|[[Rollgabelschlüssel]], auch &amp;quot;Engländer&amp;quot; genannt|thumb|right]]&lt;br /&gt;
[[Rollgabelschlüssel]] können den verschiedenen Größen von Muttern und Schraubenköpfen mit Hilfe einer [[Stellschraube]] angepasst werden. Sie passen nicht so perfekt wie feste Schraubenschlüssel und sind für den gut ausgestatteten Mechaniker nur der letzte Ausweg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraubenschlüssel werden gelegentlich mit [[Zange]]n verwechselt und unbedarfte Benutzer versuchen, Schraubarbeiten mit Zangen durchzuführen. Dies kann zur Beschädigung der Mutter oder des Schraubenkopfes führen. Zudem ist es möglich, Teile dadurch zu beschädigen, dass man sie mit der Zange nicht fest genug anziehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Reifengrößen]]&lt;br /&gt;
* [[Reifen rotieren]]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/presta-schrader.html Jobst Brandt on Presta vs. Schrader valves (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/ Jobst Brandt on flats (go to &amp;quot;Flats&amp;quot; subheading -- several articles) (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/tooltips/adjustable.html Tool Tips Adjustable Wrenches (englisch)]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradventil Fahrradventil bei Wikipedia.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle== &lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/tire-tools.html Tools and Supplies to Work on Bicycle Tires] von der Website [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
Vielen Dank an den Benutzer &amp;quot;eld0n&amp;quot; aus dem http://eingangradforum.de für die ergänzenden Worte zum Thema Minipumpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laufradtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Workshop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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		<title>Werkzeuge und Hilfsmittel für die Arbeit an Fahrradreifen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wikipedalia.com/index.php?title=Werkzeuge_und_Hilfsmittel_f%C3%BCr_die_Arbeit_an_Fahrradreifen&amp;diff=9720"/>
		<updated>2016-07-07T09:49:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Druckmesser */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt Werkzeuge und Hilfsmittel, die man zur [[Reifen]]reparatur und -wartung benötigt. Diese sind natürlich auch für die heimische Werkstatt gedacht. Zusätzlich zu diesem Artikel solltest Du auch folgende beachten:&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:AdSenseT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkzeuge für Unterwegs ==&lt;br /&gt;
===Das absolute Minimum===&lt;br /&gt;
Um einen platten Reifen unterwegs zu reparieren benötigt man als absolutes Minimum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;Pumpe&#039;&#039;&#039;, die auf die [[Ventil]]e Deiner [[Schlauch|Schläuche]] passt. Am bequemsten ist hier natürlich eine Mini-Pumpe, die in einer Tasche oder am Fahrrad Platz findet. Die kleineren Versionen, die Du immer bei Dir trägst, werden seltener gestohlen. Größere Versionen können schneller aufpumpen. Es gibt zwei Typen von Aufnahmen für Ventile. Stelle sicher, dass Deine Pumpe zum Ventiltyp Deines Fahrrads passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Mini-pump.jpg|center|Eine Minipumpe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Falls das Fahrrad mit einer [[Felgenbremse]] ausgestattet ist, kann es sein, dass man eine Art &#039;&#039;&#039;[[Schnellspanner]]&#039;&#039;&#039; benötigt, mit dem man die [[Bremsarm]]e auseinander drücken kann, um den luftlosen Schlauch an dem [[Bremsbelag|Bremsbelägen]] vorbei zu bekommen, ohne das Laufrad ausbauen zu müssen. Bei den meisten Fahrrädern geht das ohne zusätzliches Werkzeug. Manchmal reicht auch einfach ein Multi-Tool. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein Fahrrad [[Reparatur-Set]] mit:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Reifenheber]]&#039;&#039;&#039;, die zumeist im 3-er Satz daherkommen. Eine Seite ist jeweils gerundet und die andere Seite ist gebogen, so dass man sie in eine [[Speiche]] einhängen kann. Neuere Modelle sind aus einem fiberglasverstärkten Kunststoff. Bei sehr stramm sitzenden Reifen benötigt man Reifenheber mit sehr dünnen Enden. Mehr [[#Reifenabzieher und -aufzieher|im Detail]] dazu später im Artikel. [[Bild:TL3302.jpg|center|Reifenheber]]&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Flickzeug]]&#039;&#039;&#039;, das [[Flicken]], eine spezielle [[Vulkanisierflüssigkeit]] für die Flicken und ein kleines Stück [[Schmirgelpapier]] enthält.&lt;br /&gt;
[[Bild:Patch-kit.JPG|center|Schlauchflicken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat man genug dabei um die meisten platten Reifen zu reparieren -- und zumeist geht das auch noch, ohne das Laufrad auszubauen, was bei Fahrrädern ohne [[Schnellspanner]] recht hilfreich ist.&lt;br /&gt;
Falls man keine Flicken mehr hat oder das Loch im Schlauch zu groß ist, kann es eine mögliche aber nicht sehr elegante Lösung sein, einen Knoten in den Schlauch zu machen, um den Teil mit dem Loch vom Rest des Schlauchs zu trennen. Danach muss man dann den Schlauch etwas dehnen, um ihn über die Felge zu bekommen. Eine Pfadfinderregel lautet: Es ist besser immer vorbereitet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr...===&lt;br /&gt;
* Falls Aus- und Einbau des Laufrads leicht ist, ist der Tausch des Schlauchs schneller als das Flicken. Dazu benötigt man jedoch einen &#039;&#039;&#039;Ersatzschlauch&#039;&#039;&#039;. Der unten gezeigte Schlauch ist mit [[Presta]]ventil, auf dessen Gewinde eine kleine Mutter aufgeschraubt ist. [[Sheldon Brown]] war jedoch kein Freund davon, Ventile festzuschrauben. Daher hat er diese Mutter in stummen Protest entfernt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Inner-tube.JPG|center|Schlauch]]&lt;br /&gt;
* Falls das Laufrad mit Muttern befestigt ist, wirst Du einen passenden [[Schlüssel]] benötigen. Ein &#039;&#039;&#039;[[Engländer]]&#039;&#039; kann auch bei anderen Muttern am Fahrrad benutzt werden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Engländer Werkzeug.png|thumb|center|Verstellbarer Schlüssel]]&lt;br /&gt;
* Diebstahlgesicherte Schnellspanner benötigen &#039;&#039;&#039;Spezialschlüssel&#039;&#039;&#039;. Es gibt so viele Varianten, dass das den Rahmen dieses Artikel sprengen würde.&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;Multi-Tool&#039;&#039;&#039; mit [[Inbus]]schlüsseln und [[Schraubendreher]]n kann beim Aus- und Einbau von [[Nabenschaltung]]en oder Bremsen mit [[Drehmomentstütze]] hilfreich sein. Am besten nimmst Du Dein Fahrrad mit in die lokale Fahrradwerkstatt und lässt Dir das richtige Werkzeug zeigen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Multi-tool.jpg|center|Multitool]]&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;[[Schutzkappe]]&#039;&#039;&#039; - zum Beispiel ein Stück aus einem alten Reifen - zum Flickzeug hinzuzunehmen, kann bei der Notreparatur eines aufgeschlitzen Reifens hilfreich sein.&lt;br /&gt;
[[Bild:Boot.JPG|center|Schutzkappe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeugmitnahme ===&lt;br /&gt;
Mal abgesehen von größeren Mini-Pumpen, die man an den Fahrradrahmen klemmen kann, finden alle oben erwähnten Werkzeuge (und ein paar zusätzliche) in einer [[Satteltasche]] Platz, die man direkt unter den [[Sattel]] befestigen kann. Natürlich kann man sie auch in jedem anderen Gepäckstück unterbringen, das man am Fahrrad mit sich trägt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Tool-kit.jpg|center|Werkzeugsatteltasche]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kann ein [[Drahtreifen]] mit ein [[Kevlar]]wulst oder ein aufgerollter [[Faltreifen]] einen schneller wieder zurück auf das Fahrrad bringen, falls der Reifen unreparierbar schwer beschädigt wird. Der Drahtreifen kann mittels der richtigen Technik kompakt in drei Schlaufen gewickelt werden, so dass er in eine Tasche oder in einen Rucksack passt. Wie das geht erklärt Sheldon Brown in diesem [https://youtu.be/vo7RJqaUdhg Video].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Werkzeuge und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir nun dazu über, Werkzeuge im Detail zu erläutern. Dazu gehören natürlich auch solche, die man in der heimischen Werkstatt haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druckmesser===&lt;br /&gt;
Während man mit etwas Erfahrung in den Fingern durch Zusammenkneifen mit Daumen und Zeigefinger eine grobe Idee vom Reifendruck bekommen kann, sollte jedoch ein Druckmessgerät als Notwendigkeitv erwachtet werden , um genaue und wiederholbare Ergebnisse zu bekommen. Druckmesser sind bei manchen Pumpen bereits eingebaut. Einzeln erhältliche Manometer gibt es in drei Ausführungen:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Stift&amp;quot;-Druckmesser sind die einfachsten und billigsten. Sie sehen aus wie ein Stift und haben an einem Ende eine Öffnung, die man auf das geeignete Ventil drückt. Wenn man das tut, kommt am anderen Ende ein mit einer Skala versehenes Stäbchen heraus – umso weiter, je mehr Druck auf dem Reifen ist. Es gibt diese Stiftmesser für Schrader- und Presta-Ventile, und außerdem in einer Auto- und Fahrradausführung, was mit den bei diesen Fahrzeugen verwendeten, unterschiedlichen Luftdruckbereichen begründet ist. Die Autoversion misst bis 50psi (3,5bar), die Fahrradversion bis 120psi (8,3 bar).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Skalen&amp;quot;-Druckmesser sind etwas teurer, aber einfacher abzulesen und meist genauer in der Angabe. Viele Skalenmesser haben zwei Öffnungen und sind daher für beide Ventilarten zu nutzen. Während günstigere Modelle direkt am Rad abgelesen werden müssen, verfügen bessere Ausführungen über ein Memory, das das Ablesen bis zum Drücken des Reset-Knopfes ermöglicht.&lt;br /&gt;
* Digitale Druckmesser haben ein Flüssigkristall-Display und einen elektronischen Sensor. Sie sind am genauesten, doch die absolute Genauigkeit der Reifendruckmessung wird immer durch den Umstand beeinträchtigt, dass eine minimale Menge Luft – und damit auch Druck – durch das Abziehen des Druckmessers vom Ventil verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ventiladapter===&lt;br /&gt;
[[Bild:Ventiladapter.jpg|Verschiedene Ventiladapter|thumb|right]]&lt;br /&gt;
Wenn Du Presta- oder Dunlopventile verwendest, ist es sinnvoll, einen Adapter für Schraderpumpen (z.B. an Tankstellen) mitzuführen. Wie man auf dem Bild sieht, ist das ein Kleinteil, das leicht verloren gehen kann, außer man schraubt es auf das Ventil einer seiner Reifen. Zum Abweisen von Schmutz kann man noch eine Ventilkappe aufschrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenfüllgeräte==&lt;br /&gt;
Es gibt sieben verschiedene mögliche Werkzeuge, mit denen man Reifen aufpumpen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Patronen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO2-Patronen sind kleine Zylinder, die unter hohem Druck mit Kohlendioxyd (CO2) befüllt sind. Sie wurden für eigentlich für das Versetzen von Mineralwasser mit Kohlensäure entwickelt. Mithilfe eines passenden Adapters können sie zum Aufpumpen von Fahrradreifen verwendet werden. Im besten Falle ist dies die schnellste Möglichkeit, aufzupumpen. Zudem sind sie am leichtesten und einfachsten zu transportieren und daher unter Radsportlern weit verbreitet.&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 Patrone.JPG|left|CO2 Patrone]]&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Nachteile der CO2-Patronen sind ihr relativ hoher Preis und ihre Müll verursachende Einwegnutzung. Nur wenige Patronensysteme verfügen über eine kontrollierbare Gas-Abgabe, die meisten geben ihren Inhalt beim Öffnen restlos ab, man kann diese also nicht nutzen, um einen Reifen, der nur etwas weich ist, seinen Soll-Fülldurck zu geben. Wenn man nur eine Patrone dabei hat, aber zweimal auf einer Tour einen Platten einfährt, ist man erst mal zum Laufen verdammt. Aus diesen Gründen ist von ihrer Verwendung abseits des Wettkampfs eher abzuraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kompressoren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompressoren sind eine gern genommene Alternative – wenn sie verfügbar sind. An fast allen Tankstellen zu finden, ist ihre Benutzung zwar bequem, aber mitunter auch gefährlich. Wenn man das Fahrrad an der Tankstelle aufpumpt, ist es nützlich, einen zweiten Druckmesser zu benutzen. Wenn man nämlich der eingebauten Anzeige am Kompressor-Handstück vertraut, riskiert man durchaus mal das Platzen des Schlauches und/oder Reifens. Der Grund hierfür liegt im Unterschied der Volumen von Fahrrad- und Autoreifen. Die für Autoreifen ausgelegten Kompressoren geben mit jedem Impuls (manuell oder automatisch, je nach Anlage) wesentlich mehr Luft ab, als ein Fahrradschlauch im Zweifel auszuhalten vermag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Tankstellen ist der Schlauch direkt mit dem Kompressor verbunden, der für etwa 120 PSI (8,3 bar). Um einen Überdruck im Fahrradreifen zu verhindern, solltest Du immer nur sehr kurz befüllen und direkt danach mit Deinem Druckmesser prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche dieser Tankstellengeräte haben einen Füllknopf und ein Manometer. Das macht es etwas einfacher, weil man hier befüllen und direkt prüfen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tankstellenkompressoren passen nur zu Schrader Ventilen oder Adapter. Daher werden diese Ventile auch manchmal als Autoventil bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Standpumpen===&lt;br /&gt;
[[Bild:Standpumpe.jpg|right|Standpumpe]]&lt;br /&gt;
Die Standpumpe ist die effizienteste „menschenbetriebene“ Pumpe. Sie besteht aus einem langen vertikalen Zylinder und einem T-förmigen Griff, den man beidhändig auf und ab bewegt. Sie haben außerdem eine Art Fußraste, mit der man sie durch Draufstellen sicher am Fleck hält und ferner einen Schlauch samt Kopfstück, das man am Ventil befestigt. Man bedient sie durch das Körpergewicht, indem man beim Herunterdrücken die Luft aus der Pumpe in den Reifen schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bessere Standpumpen haben einen Druckmesser eingebaut und zudem einen Vorratsbehälter, der das genaue Ablesen des Drucks im Reifen noch während des Pumpens ermöglicht. Das macht ihre Verwendung sehr angenehm. Zudem erhält man als Fahrradfahrer ein klein wenig Oberkörpertraining, das man gewinnbringend als Ausgleichsübung zum Beintraining ansehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußpumpen===&lt;br /&gt;
Eine weniger gebräuchliche Art der Pumpen ist die Fußpumpe. Sie liegt am Boden und wird – wie der Name schon sagt – per Fuß bedient. Sie ist schnell, aber technisch komplexer, da ihre Konstruktion eine Menge Drehpunkte mehr erfordert. Weiterhin sind Fußpumpen meist zugunsten eines hohen Pumpvolumens (Autoreifen, Luftmatratze) gebaut, weniger für den bei Fahrrädern teils erforderlichen hohen Luftdruck. Sie sind also nicht besonders geeignet für schmal bereifte Straßenräder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenpumpen bzw. Handpumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind tragbare Pumpen, die am Fahrradrahmen befestigt werden. Sie sind typischerweise so lang wie eines der Rahmenrohre und haben einen Federmechanismus im Griff, mit dem die Pumpe am Platz entlang des Rahmenrohrs gehalten wird. Ältere Fahrräder hatten angelötete &amp;quot;Pumpennippel&amp;quot;, um die Enden der Pumpe zu halten. Neuere Fahrräder habe nur noch einen solchen Nippel, kurz unterhalb des Oberrohrs am Sitzrohr, um eine Pumpe am Oberrohr zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind im Straßenbetrieb ein guter Notfallhelfer. Es bedarf eines hohen Aufwands, um die Reifen auf vollen Druck auf zu pumpen - das ist aber auf jeden Fall besser, als zu Fuß gehen zu müssen. Am Anfang ist die Pumparbeit noch sehr leicht, aber zum Ende hin wird der notwendige Kraftaufwand enorm, um hohen Druck zu erzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rahmenpumpe.jpg|left|Rahmenpumpe]]&lt;br /&gt;
====Rahmenpumpen richtig benutzen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Rahmenpumpen haben einen Schlauch, den man auf das Schlauchventil aufschrauben kann. Bei Schraderventilen ist das nicht gut, weil beim los schrauben Luft entweichen kann. Neuere Pumpen haben einen Klemmmechanismus, der den Druck besser hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter Du den Reifen aufpumpst, desto schwerer wird sich die Pumpe bewegen lassen - insbesondere bei schmalen Reifen, die mit hohem Druck aufgepumpt werden müssen, ist dies ein Problem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise sind Deine Arme alleine nicht stark genug, um dem Reifen einen adäquaten Luftdruck zu verpassen. Unter der Annahme, dass Du Rechtshänder bist, kann es helfen, die linke Hand um den Pumpenkopf zu klammern. Falls ein Baum in der Nähe steht, kann man auch den Pumpenkopf gegen den Baum drücken, sodass der linke Arm keine Arbeit verrichten muss. Falls kein Baum oder sonstiges solides Objekt in der Nähe ist, knie Dich einfach auf Dein rechtes Knie und klemme Dein linkes Handgelenk in Dein linkes Knie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man der vollständigen Befüllung des Reifens näher kommt und jede Pumpbewegung schwerer wird, kann man das rechte Handgelenk mit dem Pumpengriff gegen die Brust drücken und so für den letzten, schwersten Teil einfach den gesamten Körper benutzen, um die Luft in den Reifen zu drücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jedem Pumpentyp ist es natürlich wichtig, dass man die Bewegung immer bis ganz zu Ende ausführt, sonst verschwendet man eine Menge Energie. Luft wird nur in den Reifen gepumpt, wenn der Druck in der Pumpe höher ist als im Reifen. Diesen Übergang der Luft aus der Pumpe in den Reifen kannst Du gegen Ende der Bewegung spüren, wenn diese leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei vorsichtig, dass Du den Ventilschaft nicht biegst oder verdrehst, wenn Du eine Rahmenpumpe mit integriertem Kopf benutzt. Die Pumpe gegen einen Baum oder Felsen abzustützen kann dabei helfen, den Ventilschaft gerade zu halten. Das minimiert das Risiko ihn zu brechen oder vom Schlauch abzureißen. Eine Pumpe mit einer Schlauchverlängerung verhindert diese Gefahr vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine ist nie genug====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Rahmenpumpe ist kein Ersatz für eine gute Standpumpe. Der gut ausgestattete Radfahrer besitzt selbstverständlich beide. Die Standpumpe ist für regelmäßige Luftdruckanpassungen oder Reifenmontagen Zuhause geeignet und die Rahmenpumpe wird unterwegs zum Beheben von Platten benutzt. Rahmenpumpen sind für alle Nicht-Notfälle eher ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minipumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die weitest verbreitete Art von Pumpen die Minipumpe, eine taschengroße Version der Rahmenpumpe. Mit einer Klammer kann man sie an den Ösen für Wasserflaschen oder anderswo am Rahmen anbringen. Sie kann natürlich auch in (fast) jeder Tasche transportiert werden. Sie sind sehr klein  und leicht zu tragen. Mit ihnen benötigt man deutlich länger, einen Reifen auf zu pumpen als mit den großen Rahmenpumpen. Bessere Versionen der Minipumpe haben zwei Druckkammern, damit man beim Zusammendrücken und beim Auseinanderziehen pumpt. Diese sind schneller in der Verwendung. Die [[Topeak Morph ™]] Minipumpen haben sogar einen Fuß, mit dem man sie wie eine Standpumpe verwenden kann. Von dem Kauf einer Minipumpe wird wegen ihrer Ineffizienz abgeraten, außer man hat ein Problem mit häufigen Diebstählen. Ihr Hauptvorteil ist ihr kleines Packmaß, man kann sie vom Rad abnehmen und in der Tasche verstauen, wenn man das Rad in einer riskanten Zone parkt. Man ist außerdem mit kleineren Pumpen aus Metall sehr gut beraten, wenn man schmalere Reifen nutzt, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Ergänzung|Sheldons Artikel ist nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit|Natürlich erreichen solche &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; nicht den Komfort und die Leistung einer richtigen Standpumpe, kommen dem aber erstaunlich nahe und erleichtern das Aufpumpen des Reifens erheblich, wenn man unterwegs einen Platten hat. Aufgrund der einfachen Handhabung und der hohen Effizienz erfreuen sich &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; trotz des höheren Gewichts und des größeren Packmaßes als &amp;quot;klassische&amp;quot; Minipumpen inzwischen großer Beliebtheit. Manche Hersteller bieten angepasste Versionen für Reifen mit großem Volumen wie z. B. Mountainbike- oder Reiseradreifen und für schmalere Reifen, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad, an.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenheber==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise werden [[Reifenheber]] in Dreiersets verkauft. Früher waren sie aus Metall und werden heutzutage eher aus Kunststoffen hergestellt. Auf der einen Seite des Reifenhebers findet sich ein (halb) gewelltes, rundes Ende, das unter den Reifen geklemmt wird. Das andere Ende ist gebogen und hakenförmig, sodass man es nach Anheben des Reifens an einer Speiche fest klemmen kann. [[Sheldon Brown]] mochte ganz besonders die [[Quick Stick]] Reifenheber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reifenheber sind erhältlich in unterschiedlichen Breiten, generell lässt sich sagen: Je fester der Reifen sitzt – oder je schwerer er sich auf die Felge bringen lässt - umso dünner sollte der verwendete Reifenheber sein. Sitzt ein Reifen relativ locker, kann auch ein einziger Heber ausreichen.&lt;br /&gt;
Ein spezieller Reifenheber wird von der renommierten Firma [[Crank Brothers]] hergestellt und unter dem Namen „Speed Lever“ vertrieben. Er lässt sich teleskopisch verlängern und an der Radachse befestigen und funktioniert ganz ähnlich wie die elektrischen Reifenheber, die in Autowerkstätten genutzt werden. Er ist nicht ganz die beste Wahl bei sehr fest sitzenden Reifen, funktioniert aber bei den meisten ganz gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bead Jack]] der Firma [[Kool Stop]] hingegen ist explizit für sehr fest sitzende Reifen konzipiert. Er hat einen großen Griff und zwei Arme, wovon einer durch ein Gelenk beweglich ist. Das feste Ende wird über die Felgenflanke gehebelt, während das bewegliche Ende den Reifenwulst über die andere Flanke hebt. Damit bekommt man auch die schwierigsten Reifen/Felge-Kombinationen in den Griff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset.jpg|Schwalbe Reifenheberset&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset_Packung.jpg|Schwalbe Reifenheberset Originalverpackt&lt;br /&gt;
Bild:TL3302.jpg|Quick Stick Reifenheber&lt;br /&gt;
Bild:koolstop-bead-jack.png|Kool Stop Bead Jack&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flicksets==&lt;br /&gt;
[[Flicksets]] bekommt man in jedem Fahrradladen. Normalerweise erhält man eine kleine Plastikschachtel, in der sich ein paar Flicken, eine Tube Vulkanisierflüssigkeit und ein Stückchen Sandpapier (evtl. auch eine Metallraspel) befinden. Das beste erhältliche Flickzeug ist „Tip Top“ von Rema – weswegen sich teilweise „Tip Top“ auch als Synonym für den Flicken etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Flicken ist es wichtig, den Anweisungen der Packungsbeilage genau zu folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstklebende Flicken===&lt;br /&gt;
Selbstklebende Flicken (Aufkleber) sind erhältlich und etwas bequemer als herkömmliche. Leider ist ihre Zuverlässigkeit relativ bescheiden gegenüber den Flicksets – daher sind sie nicht zu empfehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Panzerband===&lt;br /&gt;
Nicht lachen, aber [[Panzerband]] kann einen Schlauch gut genug kleben, um bis zum nächsten Fahrradlafen zu kommen. Es kann auch als [[Schutzkappe]] genutzt werden. Wahrscheinlich möchtest Du nicht immer eine ganze Rolle Panzerband mit Dir herum tragen. Aber möglicherweise rollst Du Dir ein kleines Stück ab oder kaufst, erbettelst oder borgst Dir im Notfall ein Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schraubenschlüssel==&lt;br /&gt;
Wenn Deine Achsen nicht mit Schnellspannern oder Inbus-Spannachsen befestigt werden, brauchst Du zum Ein- und Ausbau der Räder Schraubenschlüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sie in zwei Kategorien unterscheiden:&lt;br /&gt;
====Feste Schraubenschlüssel====&lt;br /&gt;
Feste Schraubenschlüssel sind aus einem Stück Metall geformt und passen ausschließlich auf bestimmte Größen. Es gibt folgende Arten von festen Schraubenschlüsseln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ringschlüssel haben eine Ring, der den Schraubenkopf bzw. die -mutter komplett umschließt. Sie sind substanziell stärker als Maulschlüssel und sind die beste Wahl für hohe Torsionskräfte. Zum einen sind sie aus mehr Material hergestellt und zum anderen haben sie an mehr als 2 Stellen Kontakt zu Schraubenkopf bzw. Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maulschlüssel habe Enden, die wie zweizackige Gabeln geformt sind. Normalerweise haben sie zwei parallele Oberflächen, welche an 2 Stellen plan gegen den Schraubenkopf oder die Mutter anliegen. Maulschlüssel sind leicht und schneller anzulegen und können auch dort benutzt werden, wo es keinen Platz gibt, Ringschlüssel von oben aufzulegen. Allerdings finden Sie keinen so guten Halt wie Ringschlüssel, weil sie nur an 2 der 6 Kanten des Schraubguts anliegen. Wenn man einen Maulschlüssel überstrapaziert kann sich evtl. sogar das Maulende so weit spreizen, dass der Schlüssel unbenutzbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ring-Maulschlüssel haben jeweils ein Maul und ein Ringende, welche für gewöhnlich die gleiche Größe haben. Dieser ist der nützlichste und am weitesten verbreitete Typ eines Schraubenschlüssels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel.jpg|2 Maulschlüssel und zwei Ring-Maulschlüssel&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel_einzeln.jpg|Ring-Maulschlüssel der Größe 17&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Rollgabelschlüssel oder Verstellschlüssel====&lt;br /&gt;
[[Bild:Englaender.jpg|[[Rollgabelschlüssel]], auch &amp;quot;Engländer&amp;quot; genannt|thumb|right]]&lt;br /&gt;
[[Rollgabelschlüssel]] können den verschiedenen Größen von Muttern und Schraubenköpfen mit Hilfe einer [[Stellschraube]] angepasst werden. Sie passen nicht so perfekt wie feste Schraubenschlüssel und sind für den gut ausgestatteten Mechaniker nur der letzte Ausweg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraubenschlüssel werden gelegentlich mit [[Zange]]n verwechselt und unbedarfte Benutzer versuchen, Schraubarbeiten mit Zangen durchzuführen. Dies kann zur Beschädigung der Mutter oder des Schraubenkopfes führen. Zudem ist es möglich, Teile dadurch zu beschädigen, dass man sie mit der Zange nicht fest genug anziehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Reifengrößen]]&lt;br /&gt;
* [[Reifen rotieren]]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/presta-schrader.html Jobst Brandt on Presta vs. Schrader valves (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/ Jobst Brandt on flats (go to &amp;quot;Flats&amp;quot; subheading -- several articles) (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/tooltips/adjustable.html Tool Tips Adjustable Wrenches (englisch)]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradventil Fahrradventil bei Wikipedia.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle== &lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/tire-tools.html Tools and Supplies to Work on Bicycle Tires] von der Website [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
Vielen Dank an den Benutzer &amp;quot;eld0n&amp;quot; aus dem http://eingangradforum.de für die ergänzenden Worte zum Thema Minipumpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laufradtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Workshop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:VGWort|publiccounter=8205b52601ee4abaa5af8c6afc414f1a}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Werkzeuge_und_Hilfsmittel_f%C3%BCr_die_Arbeit_an_Fahrradreifen&amp;diff=9719</id>
		<title>Werkzeuge und Hilfsmittel für die Arbeit an Fahrradreifen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wikipedalia.com/index.php?title=Werkzeuge_und_Hilfsmittel_f%C3%BCr_die_Arbeit_an_Fahrradreifen&amp;diff=9719"/>
		<updated>2016-07-07T09:45:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Das absolute Minimum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel behandelt Werkzeuge und Hilfsmittel, die man zur [[Reifen]]reparatur und -wartung benötigt. Diese sind natürlich auch für die heimische Werkstatt gedacht. Zusätzlich zu diesem Artikel solltest Du auch folgende beachten:&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:AdSenseT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkzeuge für Unterwegs ==&lt;br /&gt;
===Das absolute Minimum===&lt;br /&gt;
Um einen platten Reifen unterwegs zu reparieren benötigt man als absolutes Minimum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;Pumpe&#039;&#039;&#039;, die auf die [[Ventil]]e Deiner [[Schlauch|Schläuche]] passt. Am bequemsten ist hier natürlich eine Mini-Pumpe, die in einer Tasche oder am Fahrrad Platz findet. Die kleineren Versionen, die Du immer bei Dir trägst, werden seltener gestohlen. Größere Versionen können schneller aufpumpen. Es gibt zwei Typen von Aufnahmen für Ventile. Stelle sicher, dass Deine Pumpe zum Ventiltyp Deines Fahrrads passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Mini-pump.jpg|center|Eine Minipumpe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Falls das Fahrrad mit einer [[Felgenbremse]] ausgestattet ist, kann es sein, dass man eine Art &#039;&#039;&#039;[[Schnellspanner]]&#039;&#039;&#039; benötigt, mit dem man die [[Bremsarm]]e auseinander drücken kann, um den luftlosen Schlauch an dem [[Bremsbelag|Bremsbelägen]] vorbei zu bekommen, ohne das Laufrad ausbauen zu müssen. Bei den meisten Fahrrädern geht das ohne zusätzliches Werkzeug. Manchmal reicht auch einfach ein Multi-Tool. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein Fahrrad [[Reparatur-Set]] mit:&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Reifenheber]]&#039;&#039;&#039;, die zumeist im 3-er Satz daherkommen. Eine Seite ist jeweils gerundet und die andere Seite ist gebogen, so dass man sie in eine [[Speiche]] einhängen kann. Neuere Modelle sind aus einem fiberglasverstärkten Kunststoff. Bei sehr stramm sitzenden Reifen benötigt man Reifenheber mit sehr dünnen Enden. Mehr [[#Reifenabzieher und -aufzieher|im Detail]] dazu später im Artikel. [[Bild:TL3302.jpg|center|Reifenheber]]&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;[[Flickzeug]]&#039;&#039;&#039;, das [[Flicken]], eine spezielle [[Vulkanisierflüssigkeit]] für die Flicken und ein kleines Stück [[Schmirgelpapier]] enthält.&lt;br /&gt;
[[Bild:Patch-kit.JPG|center|Schlauchflicken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit hat man genug dabei um die meisten platten Reifen zu reparieren -- und zumeist geht das auch noch, ohne das Laufrad auszubauen, was bei Fahrrädern ohne [[Schnellspanner]] recht hilfreich ist.&lt;br /&gt;
Falls man keine Flicken mehr hat oder das Loch im Schlauch zu groß ist, kann es eine mögliche aber nicht sehr elegante Lösung sein, einen Knoten in den Schlauch zu machen, um den Teil mit dem Loch vom Rest des Schlauchs zu trennen. Danach muss man dann den Schlauch etwas dehnen, um ihn über die Felge zu bekommen. Eine Pfadfinderregel lautet: Es ist besser immer vorbereitet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mehr...===&lt;br /&gt;
* Falls Aus- und Einbau des Laufrads leicht ist, ist der Tausch des Schlauchs schneller als das Flicken. Dazu benötigt man jedoch einen &#039;&#039;&#039;Ersatzschlauch&#039;&#039;&#039;. Der unten gezeigte Schlauch ist mit [[Presta]]ventil, auf dessen Gewinde eine kleine Mutter aufgeschraubt ist. [[Sheldon Brown]] war jedoch kein Freund davon, Ventile festzuschrauben. Daher hat er diese Mutter in stummen Protest entfernt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Inner-tube.JPG|center|Schlauch]]&lt;br /&gt;
* Falls das Laufrad mit Muttern befestigt ist, wirst Du einen passenden [[Schlüssel]] benötigen. Ein &#039;&#039;&#039;[[Engländer]]&#039;&#039; kann auch bei anderen Muttern am Fahrrad benutzt werden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Engländer Werkzeug.png|thumb|center|Verstellbarer Schlüssel]]&lt;br /&gt;
* Diebstahlgesicherte Schnellspanner benötigen &#039;&#039;&#039;Spezialschlüssel&#039;&#039;&#039;. Es gibt so viele Varianten, dass das den Rahmen dieses Artikel sprengen würde.&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;Multi-Tool&#039;&#039;&#039; mit [[Inbus]]schlüsseln und [[Schraubendreher]]n kann beim Aus- und Einbau von [[Nabenschaltung]]en oder Bremsen mit [[Drehmomentstütze]] hilfreich sein. Am besten nimmst Du Dein Fahrrad mit in die lokale Fahrradwerkstatt und lässt Dir das richtige Werkzeug zeigen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Multi-tool.jpg|center|Multitool]]&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;[[Schutzkappe]]&#039;&#039;&#039; - zum Beispiel ein Stück aus einem alten Reifen - zum Flickzeug hinzuzunehmen, kann bei der Notreparatur eines aufgeschlitzen Reifens hilfreich sein.&lt;br /&gt;
[[Bild:Boot.JPG|center|Schutzkappe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeugmitnahme ===&lt;br /&gt;
Mal abgesehen von größeren Mini-Pumpen, die man an den Fahrradrahmen klemmen kann, finden alle oben erwähnten Werkzeuge (und ein paar zusätzliche) in einer [[Satteltasche]] Platz, die man direkt unter den [[Sattel]] befestigen kann. Natürlich kann man sie auch in jedem anderen Gepäckstück unterbringen, das man am Fahrrad mit sich trägt.&lt;br /&gt;
[[Bild:Tool-kit.jpg|center|Werkzeugsatteltasche]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kann ein [[Drahtreifen]] mit ein [[Kevlar]]wulst oder ein aufgerollter [[Faltreifen]] einen schneller wieder zurück auf das Fahrrad bringen, falls der Reifen unreparierbar schwer beschädigt wird. Der Drahtreifen kann mittels der richtigen Technik kompakt in drei Schlaufen gewickelt werden, so dass er in eine Tasche oder in einen Rucksack passt. Wie das geht erklärt Sheldon Brown in diesem [https://youtu.be/vo7RJqaUdhg Video].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Werkzeuge und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir nun dazu über, Werkzeuge im Detail zu erläutern. Dazu gehören natürlich auch solche, die man in der heimischen Werkstatt haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druckmesser===&lt;br /&gt;
Während man mit etwa Erfahrung in den Fingern durch Zusammenkneifen mit Daumen und Zeigefinger eine grobe Idee vom Reifendruck bekommen kann, sollte jedoch ein Druckmessgerät als Notwendigkeitv erwachtet werden , um genaue und wiederholbare Ergebnisse zu bekommen. Druckmesser sind bei manchen Pumpen bereits eingebaut. Einzeln erhältliche Manometer gibt es in drei Ausführungen:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Stift&amp;quot;-Druckmesser sind die einfachsten und billigsten. Sie sehen aus wie ein Stift und haben an einem Ende eine Öffnung, die man auf das geeignete Ventil drückt. Wenn man das tut, kommt am anderen Ende ein mit einer Skala versehenes Stäbchen heraus – umso weiter, je mehr Druck auf dem Reifen ist. Es gibt diese Stiftmesser für Schrader- und Presta-Ventile, und außerdem in einer Auto- und Fahrradausführung, was mit den bei diesen Fahrzeugen verwendeten, unterschiedlichen Luftdruckbereichen begründet ist. Die Autoversion misst bis 50psi (3,5bar), die Fahrradversion bis 120psi (8,3 bar).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Skalen&amp;quot;-Druckmesser sind etwas teurer, aber einfacher abzulesen und meist genauer in der Angabe. Viele Skalenmesser haben zwei Öffnungen und sind daher für beide Ventilarten zu nutzen. Während günstigere Modelle direkt am Rad abgelesen werden müssen, verfügen bessere Ausführungen über ein Memory, das das Ablesen bis zum Drücken des Reset-Knopfes ermöglicht.&lt;br /&gt;
* Digitale Druckmesser haben ein Flüssigkristall-Display und einen elektronischen Sensor. Sie sind am genauesten, doch die absolute Genauigkeit der Reifendruckmessung wird immer durch den Umstand beeinträchtigt, dass eine minimale Menge Luft – und damit auch Druck – durch das Abziehen des Druckmessers vom Ventil verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ventiladapter===&lt;br /&gt;
[[Bild:Ventiladapter.jpg|Verschiedene Ventiladapter|thumb|right]]&lt;br /&gt;
Wenn Du Presta- oder Dunlopventile verwendest, ist es sinnvoll, einen Adapter für Schraderpumpen (z.B. an Tankstellen) mitzuführen. Wie man auf dem Bild sieht, ist das ein Kleinteil, das leicht verloren gehen kann, außer man schraubt es auf das Ventil einer seiner Reifen. Zum Abweisen von Schmutz kann man noch eine Ventilkappe aufschrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenfüllgeräte==&lt;br /&gt;
Es gibt sieben verschiedene mögliche Werkzeuge, mit denen man Reifen aufpumpen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Patronen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CO2-Patronen sind kleine Zylinder, die unter hohem Druck mit Kohlendioxyd (CO2) befüllt sind. Sie wurden für eigentlich für das Versetzen von Mineralwasser mit Kohlensäure entwickelt. Mithilfe eines passenden Adapters können sie zum Aufpumpen von Fahrradreifen verwendet werden. Im besten Falle ist dies die schnellste Möglichkeit, aufzupumpen. Zudem sind sie am leichtesten und einfachsten zu transportieren und daher unter Radsportlern weit verbreitet.&lt;br /&gt;
[[Bild:CO2 Patrone.JPG|left|CO2 Patrone]]&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Nachteile der CO2-Patronen sind ihr relativ hoher Preis und ihre Müll verursachende Einwegnutzung. Nur wenige Patronensysteme verfügen über eine kontrollierbare Gas-Abgabe, die meisten geben ihren Inhalt beim Öffnen restlos ab, man kann diese also nicht nutzen, um einen Reifen, der nur etwas weich ist, seinen Soll-Fülldurck zu geben. Wenn man nur eine Patrone dabei hat, aber zweimal auf einer Tour einen Platten einfährt, ist man erst mal zum Laufen verdammt. Aus diesen Gründen ist von ihrer Verwendung abseits des Wettkampfs eher abzuraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kompressoren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompressoren sind eine gern genommene Alternative – wenn sie verfügbar sind. An fast allen Tankstellen zu finden, ist ihre Benutzung zwar bequem, aber mitunter auch gefährlich. Wenn man das Fahrrad an der Tankstelle aufpumpt, ist es nützlich, einen zweiten Druckmesser zu benutzen. Wenn man nämlich der eingebauten Anzeige am Kompressor-Handstück vertraut, riskiert man durchaus mal das Platzen des Schlauches und/oder Reifens. Der Grund hierfür liegt im Unterschied der Volumen von Fahrrad- und Autoreifen. Die für Autoreifen ausgelegten Kompressoren geben mit jedem Impuls (manuell oder automatisch, je nach Anlage) wesentlich mehr Luft ab, als ein Fahrradschlauch im Zweifel auszuhalten vermag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Tankstellen ist der Schlauch direkt mit dem Kompressor verbunden, der für etwa 120 PSI (8,3 bar). Um einen Überdruck im Fahrradreifen zu verhindern, solltest Du immer nur sehr kurz befüllen und direkt danach mit Deinem Druckmesser prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche dieser Tankstellengeräte haben einen Füllknopf und ein Manometer. Das macht es etwas einfacher, weil man hier befüllen und direkt prüfen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tankstellenkompressoren passen nur zu Schrader Ventilen oder Adapter. Daher werden diese Ventile auch manchmal als Autoventil bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Standpumpen===&lt;br /&gt;
[[Bild:Standpumpe.jpg|right|Standpumpe]]&lt;br /&gt;
Die Standpumpe ist die effizienteste „menschenbetriebene“ Pumpe. Sie besteht aus einem langen vertikalen Zylinder und einem T-förmigen Griff, den man beidhändig auf und ab bewegt. Sie haben außerdem eine Art Fußraste, mit der man sie durch Draufstellen sicher am Fleck hält und ferner einen Schlauch samt Kopfstück, das man am Ventil befestigt. Man bedient sie durch das Körpergewicht, indem man beim Herunterdrücken die Luft aus der Pumpe in den Reifen schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bessere Standpumpen haben einen Druckmesser eingebaut und zudem einen Vorratsbehälter, der das genaue Ablesen des Drucks im Reifen noch während des Pumpens ermöglicht. Das macht ihre Verwendung sehr angenehm. Zudem erhält man als Fahrradfahrer ein klein wenig Oberkörpertraining, das man gewinnbringend als Ausgleichsübung zum Beintraining ansehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußpumpen===&lt;br /&gt;
Eine weniger gebräuchliche Art der Pumpen ist die Fußpumpe. Sie liegt am Boden und wird – wie der Name schon sagt – per Fuß bedient. Sie ist schnell, aber technisch komplexer, da ihre Konstruktion eine Menge Drehpunkte mehr erfordert. Weiterhin sind Fußpumpen meist zugunsten eines hohen Pumpvolumens (Autoreifen, Luftmatratze) gebaut, weniger für den bei Fahrrädern teils erforderlichen hohen Luftdruck. Sie sind also nicht besonders geeignet für schmal bereifte Straßenräder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenpumpen bzw. Handpumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind tragbare Pumpen, die am Fahrradrahmen befestigt werden. Sie sind typischerweise so lang wie eines der Rahmenrohre und haben einen Federmechanismus im Griff, mit dem die Pumpe am Platz entlang des Rahmenrohrs gehalten wird. Ältere Fahrräder hatten angelötete &amp;quot;Pumpennippel&amp;quot;, um die Enden der Pumpe zu halten. Neuere Fahrräder habe nur noch einen solchen Nippel, kurz unterhalb des Oberrohrs am Sitzrohr, um eine Pumpe am Oberrohr zu befestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenpumpen sind im Straßenbetrieb ein guter Notfallhelfer. Es bedarf eines hohen Aufwands, um die Reifen auf vollen Druck auf zu pumpen - das ist aber auf jeden Fall besser, als zu Fuß gehen zu müssen. Am Anfang ist die Pumparbeit noch sehr leicht, aber zum Ende hin wird der notwendige Kraftaufwand enorm, um hohen Druck zu erzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rahmenpumpe.jpg|left|Rahmenpumpe]]&lt;br /&gt;
====Rahmenpumpen richtig benutzen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Rahmenpumpen haben einen Schlauch, den man auf das Schlauchventil aufschrauben kann. Bei Schraderventilen ist das nicht gut, weil beim los schrauben Luft entweichen kann. Neuere Pumpen haben einen Klemmmechanismus, der den Druck besser hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter Du den Reifen aufpumpst, desto schwerer wird sich die Pumpe bewegen lassen - insbesondere bei schmalen Reifen, die mit hohem Druck aufgepumpt werden müssen, ist dies ein Problem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise sind Deine Arme alleine nicht stark genug, um dem Reifen einen adäquaten Luftdruck zu verpassen. Unter der Annahme, dass Du Rechtshänder bist, kann es helfen, die linke Hand um den Pumpenkopf zu klammern. Falls ein Baum in der Nähe steht, kann man auch den Pumpenkopf gegen den Baum drücken, sodass der linke Arm keine Arbeit verrichten muss. Falls kein Baum oder sonstiges solides Objekt in der Nähe ist, knie Dich einfach auf Dein rechtes Knie und klemme Dein linkes Handgelenk in Dein linkes Knie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man der vollständigen Befüllung des Reifens näher kommt und jede Pumpbewegung schwerer wird, kann man das rechte Handgelenk mit dem Pumpengriff gegen die Brust drücken und so für den letzten, schwersten Teil einfach den gesamten Körper benutzen, um die Luft in den Reifen zu drücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jedem Pumpentyp ist es natürlich wichtig, dass man die Bewegung immer bis ganz zu Ende ausführt, sonst verschwendet man eine Menge Energie. Luft wird nur in den Reifen gepumpt, wenn der Druck in der Pumpe höher ist als im Reifen. Diesen Übergang der Luft aus der Pumpe in den Reifen kannst Du gegen Ende der Bewegung spüren, wenn diese leichter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei vorsichtig, dass Du den Ventilschaft nicht biegst oder verdrehst, wenn Du eine Rahmenpumpe mit integriertem Kopf benutzt. Die Pumpe gegen einen Baum oder Felsen abzustützen kann dabei helfen, den Ventilschaft gerade zu halten. Das minimiert das Risiko ihn zu brechen oder vom Schlauch abzureißen. Eine Pumpe mit einer Schlauchverlängerung verhindert diese Gefahr vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine ist nie genug====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Rahmenpumpe ist kein Ersatz für eine gute Standpumpe. Der gut ausgestattete Radfahrer besitzt selbstverständlich beide. Die Standpumpe ist für regelmäßige Luftdruckanpassungen oder Reifenmontagen Zuhause geeignet und die Rahmenpumpe wird unterwegs zum Beheben von Platten benutzt. Rahmenpumpen sind für alle Nicht-Notfälle eher ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Minipumpen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die weitest verbreitete Art von Pumpen die Minipumpe, eine taschengroße Version der Rahmenpumpe. Mit einer Klammer kann man sie an den Ösen für Wasserflaschen oder anderswo am Rahmen anbringen. Sie kann natürlich auch in (fast) jeder Tasche transportiert werden. Sie sind sehr klein  und leicht zu tragen. Mit ihnen benötigt man deutlich länger, einen Reifen auf zu pumpen als mit den großen Rahmenpumpen. Bessere Versionen der Minipumpe haben zwei Druckkammern, damit man beim Zusammendrücken und beim Auseinanderziehen pumpt. Diese sind schneller in der Verwendung. Die [[Topeak Morph ™]] Minipumpen haben sogar einen Fuß, mit dem man sie wie eine Standpumpe verwenden kann. Von dem Kauf einer Minipumpe wird wegen ihrer Ineffizienz abgeraten, außer man hat ein Problem mit häufigen Diebstählen. Ihr Hauptvorteil ist ihr kleines Packmaß, man kann sie vom Rad abnehmen und in der Tasche verstauen, wenn man das Rad in einer riskanten Zone parkt. Man ist außerdem mit kleineren Pumpen aus Metall sehr gut beraten, wenn man schmalere Reifen nutzt, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Ergänzung|Sheldons Artikel ist nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit|Natürlich erreichen solche &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; nicht den Komfort und die Leistung einer richtigen Standpumpe, kommen dem aber erstaunlich nahe und erleichtern das Aufpumpen des Reifens erheblich, wenn man unterwegs einen Platten hat. Aufgrund der einfachen Handhabung und der hohen Effizienz erfreuen sich &amp;quot;Mini-Standpumpen&amp;quot; trotz des höheren Gewichts und des größeren Packmaßes als &amp;quot;klassische&amp;quot; Minipumpen inzwischen großer Beliebtheit. Manche Hersteller bieten angepasste Versionen für Reifen mit großem Volumen wie z. B. Mountainbike- oder Reiseradreifen und für schmalere Reifen, die einen hohen Luftdruck erfordern, z.B. beim Rennrad, an.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifenheber==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise werden [[Reifenheber]] in Dreiersets verkauft. Früher waren sie aus Metall und werden heutzutage eher aus Kunststoffen hergestellt. Auf der einen Seite des Reifenhebers findet sich ein (halb) gewelltes, rundes Ende, das unter den Reifen geklemmt wird. Das andere Ende ist gebogen und hakenförmig, sodass man es nach Anheben des Reifens an einer Speiche fest klemmen kann. [[Sheldon Brown]] mochte ganz besonders die [[Quick Stick]] Reifenheber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reifenheber sind erhältlich in unterschiedlichen Breiten, generell lässt sich sagen: Je fester der Reifen sitzt – oder je schwerer er sich auf die Felge bringen lässt - umso dünner sollte der verwendete Reifenheber sein. Sitzt ein Reifen relativ locker, kann auch ein einziger Heber ausreichen.&lt;br /&gt;
Ein spezieller Reifenheber wird von der renommierten Firma [[Crank Brothers]] hergestellt und unter dem Namen „Speed Lever“ vertrieben. Er lässt sich teleskopisch verlängern und an der Radachse befestigen und funktioniert ganz ähnlich wie die elektrischen Reifenheber, die in Autowerkstätten genutzt werden. Er ist nicht ganz die beste Wahl bei sehr fest sitzenden Reifen, funktioniert aber bei den meisten ganz gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bead Jack]] der Firma [[Kool Stop]] hingegen ist explizit für sehr fest sitzende Reifen konzipiert. Er hat einen großen Griff und zwei Arme, wovon einer durch ein Gelenk beweglich ist. Das feste Ende wird über die Felgenflanke gehebelt, während das bewegliche Ende den Reifenwulst über die andere Flanke hebt. Damit bekommt man auch die schwierigsten Reifen/Felge-Kombinationen in den Griff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset.jpg|Schwalbe Reifenheberset&lt;br /&gt;
Bild:Schwalbe_Reifenheberset_Packung.jpg|Schwalbe Reifenheberset Originalverpackt&lt;br /&gt;
Bild:TL3302.jpg|Quick Stick Reifenheber&lt;br /&gt;
Bild:koolstop-bead-jack.png|Kool Stop Bead Jack&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flicksets==&lt;br /&gt;
[[Flicksets]] bekommt man in jedem Fahrradladen. Normalerweise erhält man eine kleine Plastikschachtel, in der sich ein paar Flicken, eine Tube Vulkanisierflüssigkeit und ein Stückchen Sandpapier (evtl. auch eine Metallraspel) befinden. Das beste erhältliche Flickzeug ist „Tip Top“ von Rema – weswegen sich teilweise „Tip Top“ auch als Synonym für den Flicken etabliert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Flicken ist es wichtig, den Anweisungen der Packungsbeilage genau zu folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Selbstklebende Flicken===&lt;br /&gt;
Selbstklebende Flicken (Aufkleber) sind erhältlich und etwas bequemer als herkömmliche. Leider ist ihre Zuverlässigkeit relativ bescheiden gegenüber den Flicksets – daher sind sie nicht zu empfehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Panzerband===&lt;br /&gt;
Nicht lachen, aber [[Panzerband]] kann einen Schlauch gut genug kleben, um bis zum nächsten Fahrradlafen zu kommen. Es kann auch als [[Schutzkappe]] genutzt werden. Wahrscheinlich möchtest Du nicht immer eine ganze Rolle Panzerband mit Dir herum tragen. Aber möglicherweise rollst Du Dir ein kleines Stück ab oder kaufst, erbettelst oder borgst Dir im Notfall ein Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schraubenschlüssel==&lt;br /&gt;
Wenn Deine Achsen nicht mit Schnellspannern oder Inbus-Spannachsen befestigt werden, brauchst Du zum Ein- und Ausbau der Räder Schraubenschlüssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sie in zwei Kategorien unterscheiden:&lt;br /&gt;
====Feste Schraubenschlüssel====&lt;br /&gt;
Feste Schraubenschlüssel sind aus einem Stück Metall geformt und passen ausschließlich auf bestimmte Größen. Es gibt folgende Arten von festen Schraubenschlüsseln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ringschlüssel haben eine Ring, der den Schraubenkopf bzw. die -mutter komplett umschließt. Sie sind substanziell stärker als Maulschlüssel und sind die beste Wahl für hohe Torsionskräfte. Zum einen sind sie aus mehr Material hergestellt und zum anderen haben sie an mehr als 2 Stellen Kontakt zu Schraubenkopf bzw. Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maulschlüssel habe Enden, die wie zweizackige Gabeln geformt sind. Normalerweise haben sie zwei parallele Oberflächen, welche an 2 Stellen plan gegen den Schraubenkopf oder die Mutter anliegen. Maulschlüssel sind leicht und schneller anzulegen und können auch dort benutzt werden, wo es keinen Platz gibt, Ringschlüssel von oben aufzulegen. Allerdings finden Sie keinen so guten Halt wie Ringschlüssel, weil sie nur an 2 der 6 Kanten des Schraubguts anliegen. Wenn man einen Maulschlüssel überstrapaziert kann sich evtl. sogar das Maulende so weit spreizen, dass der Schlüssel unbenutzbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ring-Maulschlüssel haben jeweils ein Maul und ein Ringende, welche für gewöhnlich die gleiche Größe haben. Dieser ist der nützlichste und am weitesten verbreitete Typ eines Schraubenschlüssels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel.jpg|2 Maulschlüssel und zwei Ring-Maulschlüssel&lt;br /&gt;
Bild:Ring-Maulschluessel_einzeln.jpg|Ring-Maulschlüssel der Größe 17&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Rollgabelschlüssel oder Verstellschlüssel====&lt;br /&gt;
[[Bild:Englaender.jpg|[[Rollgabelschlüssel]], auch &amp;quot;Engländer&amp;quot; genannt|thumb|right]]&lt;br /&gt;
[[Rollgabelschlüssel]] können den verschiedenen Größen von Muttern und Schraubenköpfen mit Hilfe einer [[Stellschraube]] angepasst werden. Sie passen nicht so perfekt wie feste Schraubenschlüssel und sind für den gut ausgestatteten Mechaniker nur der letzte Ausweg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraubenschlüssel werden gelegentlich mit [[Zange]]n verwechselt und unbedarfte Benutzer versuchen, Schraubarbeiten mit Zangen durchzuführen. Dies kann zur Beschädigung der Mutter oder des Schraubenkopfes führen. Zudem ist es möglich, Teile dadurch zu beschädigen, dass man sie mit der Zange nicht fest genug anziehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Fahrradreifen und -schläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Platte Reifen]]&lt;br /&gt;
* [[Über Fahrradschläuche]]&lt;br /&gt;
* [[Reifengrößen]]&lt;br /&gt;
* [[Reifen rotieren]]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/presta-schrader.html Jobst Brandt on Presta vs. Schrader valves (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/brandt/ Jobst Brandt on flats (go to &amp;quot;Flats&amp;quot; subheading -- several articles) (english)]&lt;br /&gt;
* [http://sheldonbrown.com/tooltips/adjustable.html Tool Tips Adjustable Wrenches (englisch)]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradventil Fahrradventil bei Wikipedia.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle== &lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/tire-tools.html Tools and Supplies to Work on Bicycle Tires] von der Website [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
Vielen Dank an den Benutzer &amp;quot;eld0n&amp;quot; aus dem http://eingangradforum.de für die ergänzenden Worte zum Thema Minipumpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laufradtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Workshop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:VGWort|publiccounter=8205b52601ee4abaa5af8c6afc414f1a}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Auswahl_und_Montage_eines_Patronenlagers&amp;diff=8896</id>
		<title>Auswahl und Montage eines Patronenlagers</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wikipedalia.com/index.php?title=Auswahl_und_Montage_eines_Patronenlagers&amp;diff=8896"/>
		<updated>2015-05-01T08:01:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die meisten neueren Fahrräder haben [[Patronenlager]] im Einsatz, die modular aufgebaut sind. Sie sind normalerweise nicht einstell- oder wartbar. Stattdessen sind sie dazu gedacht, komplett als Einheit getauscht zu werden, wenn die Lager verschleißen oder verschmutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ein klassisches Konusinnenlager. Ein [[Stirnlochschlüssel]] wird benutzt, um den [[Konterring]] zu lösen. Auf dem Bild sieht man einen Stirnlochschlüssel, der in zwei der Löcher der einstellbaren Lagerschale greift. Siehe auch [[Einstellen des Lagerspiels bei Innenlagern]]&lt;br /&gt;
|[[Bild:Bottom brackets300-222.gif]] 	&lt;br /&gt;
|Eine Innenlager mit Lagerkartusche. Man sieht das passende [[Keilverzahnung]]swerkzeug oberhalb des Lagers. Man muss zuerst die [[Kurbel]] demontieren, bevor man mit dem Werkzeug an das Lager herankommt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel behandelt Innelager mit Lagerkartuschen (Patronenlager) und gibt Hinweise zu ein paar Marken und Modellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit mit Patronenlageren ist wesentlich sauberer und einfacher als bei klassischen [[Konus]]innenlager. Fett und [[Lagerkugel]]n sind vollständig innerhalb der versiegelten Kartuschen gekapselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser führendes Beispiel ist ein [[Phil Wood]] Innenlager. Phil Wood war 1971 die erste Marke, die Patronenlager angeboten hat. Diese Innenlager sind deutlich teurer als die meisten anderen, halten dafür aber ausgesprochen lange. Die Lager können von einem gut sortierten Fahrradgeschäft getauscht werden. Anders als die meisten anderen Marken, kann bei Phil Wood Innenlagern die Kettenlinie eingestellt werden. Daher ist der Einbau etwas komplizierter als bei anderen Marken. &lt;br /&gt;
Es gibt Austattungen für Phil Wood Innenlager, die auf neuere Rahmen mit außenliegenden Lagern passen und für alle gebräuchlichen Gewindetypen - Englsich/ISO und ältere [[Italienisch]] , [[Französisch]], Scheizerisch, [[Raleigh]] und [[Cater Lea]] Gewinde (wobei [[John Allen]] zugibt, dieses Gewinde noch nie angetroffen zu haben. Phil Wood bietet auch eine große Bandbreite an [[Welle]]n verschiedenster Längen für [[Vierkant]]- und Kurbeln mit [[Splint]]befestigung an. Ein paar der unten folgenden Anleitungen sind genauso hilfreich für andere Marken und Modelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:AdSenseT}}&lt;br /&gt;
==Phil Wood Innenlager==&lt;br /&gt;
Diese Informationen sind als Ergänzung zu den Anleitungen der Seite von Phil Wood zu verstehen.&lt;br /&gt;
;siehe auch:&lt;br /&gt;
* [http://www.philwood.com/philpdfs/crankbearinginstallationguide.pdf Bottom Bracket Installation Procedure (PDF/Englisch))]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teileauswahl===&lt;br /&gt;
Ein Phil Wood Innenlager (bis auf die Modelle mit außenliegenden Lagern) besteht aus folgenden Komponenten:&lt;br /&gt;
* Die Kartusche in die die Lager integriert sind und der Welle, an die die [[Kurbel]]n montiert werden&lt;br /&gt;
* Zwei Montageringe, die je auf einer Seite in den [[Rahmen]] geschraubt werden und die Kartusche an ihrem Platz halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;40%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood Kartusche&#039;&#039;&#039;      &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood Montageringe&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bild:Bb-phil.jpg]]	&lt;br /&gt;
|[[Bild:Mountringssm.jpeg]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Innenlagermaße und -austauschbarkeit (Tabelle)]] für weitere Informationen zu den Dimensionen&lt;br /&gt;
* [[Übersicht der verfügbaren Phil Wood Innenlagerwellen (Tabelle)]] für verfügbare Längen bei Phil Wood Innenlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kettenlinie kann zusätzlich dadurch verändert werden, dass man bei der Montage die Montageringe anders positioniert. Die Welle bei Phil Wood Innenlagern ist ohne Abstützungskanten und wird in die Lagerkartuschen eingepresst. Wenn man die Lager tauscht, kann man so auch geich die Welle zur Anpassung der Kettenlinie anders positionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich nicht sicher ist bezüglich der Gewinderichtung im [[Tretlagergehäuse]], kannst Du es entweder mit einem passenden Werkzeug messen oder versuchts einen Montagring mit bekannter Gewindrichtung vorsichtig einzudrehen. Wenn die Gewinderichtung passt, geht das ganz leicht. Du solltest auf keinen Fall versuchen, mit Gewalt an die Sache heranzugehen, weil Du sonst das Gewinde beschädigst. Die Gewinderichtung der rechten Seite von Britischen oder Raleigh-Innenlagern ist immer gegen den Uhrzeigersinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phil Wood Kartusche, die für 68mm Innenlager ausgelegt ist, wird in die allermeisten Fahrräder passen. Die Shimano [[Shimano Kürzel|BB UN-72]] Kartusche (wird später in diesem Artikel behandelt) ist schmaler als die 68mm Phil Wood Kartusche. Die Maße sind wie folgt:&lt;br /&gt;
{|{{Prettytable|width=45%}}&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!colspan=2|Breite zwischen den Außenseiten der Kartusche&lt;br /&gt;
!colspan=2|Breite zwischen den Außenseiten der Montageringe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|mm 	||Zoll||mm 	||Zoll&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood (Spezialanfertigung) für 73 mm Innenlager&#039;&#039;&#039;||65 mm 	||2 9/16&amp;quot; 	||72 mm 	||2 13/16&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood für 68 mm Innenlager&#039;&#039;&#039;||60 mm 	||2 3/8&amp;quot; 	||67 mm 	||2 5/8&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Shimano UN 72&#039;&#039;&#039;||57 mm 	||2 1/4&amp;quot; 	||64 mm 	||2 1/2&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Kartuschen auf dem folgenden Bild sind von oben nach unten:&lt;br /&gt;
* Eine Phil Wood Kartusche für 73 mm Tretlagergehäuse&lt;br /&gt;
* Eine neuere Phil Wood Kartusche für 68 mm Gehäuse (ist inzwischen auch für 73mm Gehäusebreiten bei Phil Wood gelistet)&lt;br /&gt;
* Eine ältere Phil Wood Kartusche für 68 mm Gehäuse&lt;br /&gt;
* Eine Shimano UN-72 Kartusche&lt;br /&gt;
Die rechten Außenseiten der Kartuschen sind gleichauf liegend, so dass man die Breitenunterschiede an der linken Seite klar erkennen kann.&lt;br /&gt;
[[Bild:Phil-lengths-small IMG 5719.JPG|center|Vergleich von Innenlagerkartuschenbreiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Du eine für das Tretlagergehäuse zu schmale Kartusche nimmst, können die Montageringe zu weit in den Rahmen auf nur teilweise geschnitte Gewindegänger treffen. Die Montageringe können so blockieren und die Kartusche nicht richtig packen. Möglicherweise werden auch die Montageringe und die Katusche durch das Gewinde gestaucht, so dass die Montage erschwert wird und die Lager schneller verschleißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung (August 2013) gibt es nur noch wenige der längeren Phil Wood Kartuschen auf Lager. Die kürzeren Kartuschen funktionieren wunderbar mit 73 mm Tretlagergehäusen und ganz knapp mit dem 76 mm Tretlagergehäuse des [[Raleigh Twenty]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Besonderheiten bei Gewinden/Austauschbarkeit bei älteren Raleigh Fahrrädern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann austesten, ob eine Kartusche in ein Tretlagergehäuse passt, indem man die Montageringe ohne Kartusche eindreht, bis sie sich nur noch schwer drehen lassen. Stell dabei sicher, dass die Gewinde im Gehäuse sauber sind, weil Dreck oder Korrosion für Schwergängigkeit sorgen, bevor man das Ende der Gewinde erreicht. Die Breite zwischen den Außenseiten der Montageringe muss kleiner sein als die in obiger Tabelle angegebenen Maße. Die Montageringe lassen sich tiefer einschrauben als die äußeren Außenseiten des Tretlagergehäuses. Daher miss, wie tief die Außenseiten der Monategringe in Relation zu den Außenseiten des Tretlagergehäuses auf jeder Seite hineinragen. Du solltest im Hinterkopf behalten, dass ich die Kettenlinie nur im Rahmen dieser Grenzen (Tiefe des Gewindes im Rahmen) und genügend Überlappung der beiden Montageringe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Korrosion zu vermeiden sollte das Material von Gehäuse und Montageringen aufeinander abgestimmt sein. Phil Wood hat Montagringe aus [[Aluminium]], [[Stahl]] und rostfreiem Stahl im Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phil Wood hat spezielle breitere Montageringe für den Einsatz mit Shimano [[E-Typ Umwerfer]], bei denen ein Ring zwischen den Flansch des rechten Montagerings und dem Tretlagergehäuse geklemmt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Werkzeuge===&lt;br /&gt;
Phil Wood stellt ein professionelles Werkzeug mit Griff und ein transportables/Endkunden-Werkzeug für Montageringe her. [[Park Tool]] hat ein noch geschmackvolleres Werkzeug für Phil Wood Montageringe im Angebot. Phil Wood empfiehlt den Einsatz von zwei Profi-Werkzeugen, so dass man beide Montageringe zur gleichen Zeit drehen kann. Trotzdem reicht sicherlich auch ein einzelnes der sogenannten Endkundenwerkzeuge, dass man mit einem 22er [[Maulschlüssel]], einem 7/8 Zoll Schlüsssel, der ein klein wenig größer ist, oder einem [[Engländer]] bedienen kann.&lt;br /&gt;
{|cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;40%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood Endkundenwerkzeug&#039;&#039;&#039;      &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Phil Wood Profiwerkzeug&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bild:Smalltoolsm.jpeg]]	&lt;br /&gt;
|[[Bild:bigtoolsm.jpeg]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Deine Kurbeln keine integrierten Bolzen zum Kurbelabziehen haben, benötigst Du auch einen [[Kurbelabzieher]], der auch zum neu Montieren der Kurbel benötigt wird. Auch ist ein [[Werkstatthammer]] aus Gummi sinnvoll, um die Montageringe leicht bis zum Greifen in die Gewinde anzuklopfen. Um kleinere Metallvorsprünge im Rahmen zu entfernen solltest Du ein Handfeile oder Schmirgelpapier zur Hand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Kurbeln ohne Splintbefestigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ein Phil Wood Innenlager ausbauen===&lt;br /&gt;
Um ein Phil Wood Innenlager zum Tausch oder zur Änderung der Kettenlinie auszubauen, muss man zuerst die Kurbeln demontieren. Danach schraubt man einen Montagering heraus. Unter Umständen muss man mit dem Werkstatthammer das Montageringwerkzeug aufklopfen. Insbesondere kann das nötig werden, wenn die [[Keilverzahnung]]en des Montagerings korrodiert sind. Klopfe auf das Werkzeug entweder an dem Seiten des Schlüsselmauls des Maulschlüssels oder nimm eine alte Lagerschale zur Hilfe, damit Du nicht gegen die Wellenende der Kartusche schlägst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kartusche nur teilweise herauskommt und sich nicht weiter bewegen lässt, hängt sie vermutlich an irgendetwas innerhalb des Tretlagergehäuses fest. Für gewöhnlich ist das die Schraube der Kabelführung, die unter dem Tretlagergehäuse festgeschraubt ist. Diese muss gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Montagering ausgebaut ist, bleibt er unter Umständen mit der Kartusche verbunden. Mit einem flachen [[Schraubendreher]] kann sie normalerweise leicht heruntergeschoben werden. Falls das nicht funktioniert, schraube den noch im Rahmen verbleibenden Montagering heraus, dann schraube den Montagering mit der Kartusche wieder in den Rahmen, befestige eine Kurbel am anderen Ende und versuche mit leichetn Hin- und Herbewegungen die Kartusche vom Montagerung zu lösen. Dann klopfe &#039;&#039;&#039;ganz leicht&#039;&#039;&#039; - falls nötig - mit dem Werkstatthamer auf die Welle, um die Kartusche aus dem Montagering herauszutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Kurbeln mit Splintbefestigung]]&lt;br /&gt;
* [[Kurbeln ohne Splintbefestigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Rahmen vorbereiten===&lt;br /&gt;
Neuere Phil Wood Kartuschen haben recht dicke Aluminiumhüllen. Teste aus, ob die Kartusche sich widerstandsfrei durch das Tretlagergehäuse schieben lässt. Schraube alles aus dem Gehäuse, was das verhindern könnte. Falls notwendig, nimm einen Dremel oder eine halbrunde Feile zur Hand, um Vorsprünge zu entfernen. Schweißmaterial aus Stahl kann genau so hart sein wie die Feile und es kann sehr schwierig sein, nicht das Gewinde zu erwischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man den Montagering einschraubt, müssen die Gewinde im Rahmen sauber sein. Gewindekleberrückstände solltest Du mit einem [[Gewindebohrer]] oder einer Gewindelehre herauskratzen. Reinige die Gewinde gründlich mit Lösungsmittel und lasse sie trocknen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Testeinbau===&lt;br /&gt;
Sobald der Rahmen vorbereitet ist, mache einen Testeinbau, um die Gewinde und die Kettenlinie zu prüfen. Stelle sicher, dass die Kurbeln und das innere Kettenblatt an den [[Kettenstrebe]] vorbeipasst. In dieser Phase solltest Du keinen Gewindekleber benutzen, um die Montageringe zu sichern. Phil Wood Innenlaer können durch Lösen des einen und festziehen des anderen Montagerings die Kettenlinie verändern. Die Kurbelvierkante müssen jetzt noch nicht vollständig eingeschraubt werden. Berechne ein paar mm ein für die eigentliche Installation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiebe die Kartusche so in das Gehäuse, dass der &amp;quot;Phil&amp;quot; Schriftzug in der Mitte aus der Fahrrerposition heraus korrekt lesbar wäre. Beide Montageringe werden zuerst nur mit der Hand eingeschraubt, danach werden sie mit dem Werkzeug festgeschraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen modernen Rahmen sowie älteren Rahmen mit englischem, Raleigh- und Scheizerischem Gewinde ist der rechte Montagering mit einem Linksgewinde - daher kann man sehr einfach jeden Montagering einzeln festziehen. Wenn ein Montagering versucht, die Kartusche mitzunehmen, wird automatisch der andere Montagering festgezogen, weil er ein gegensätzliches Gewinde hat. Die Kettenlinie wird eingestellt, indem man abwechselnd das Werkzeug an der einen und anderen Seite ansetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei französischen und italienischen Gewinden haben beide Seiten ein Rechtsgewinde, so dass beim festziehen des einen Montagrings, sich der andere losdreht. Dadurch wandert der gesamte Aufbau zur anderen Seite des Fahrrads und einer bzw. beide Montagrringe greifen nicht vollständig auf die Kartusche. Das sollte man berücksichtigen, wenn man prüft, ob das ganze System passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Endgültige Montage===&lt;br /&gt;
Zu jedem Phil Wood Innenlager wird eine kleine Tube Gewindekleber beigelegt. Ansonsten kann man das blaue [[Loctite]] 242 benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem rechts-/links-Gewinderahmen - oder falls Du zwei Werkzeuge zur Hand hast - verteile den Gewindekleber auf die Gewinde der beiden Montageringe und setze ein paar Tropfen auf die Gewinde im Rahmen. Normalerweise brauchst Du höchstens die Hälfte des mitgelieferten Gewindeklebers zu verbrauchen, der von Phil Wood mitgeliefert wird. So hast Du bei einer erneuten Montage noch genügend Kleber übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Du einen Rahmen mit zwei Rechtsgewinden hast und es nicht schaffst beide Montageringe komplett die Patrone überdecken zu lassen, setze zuerst den rechten Montagering mit Gewindekleber ein und lass es eintrocknen. Gewindekleber härtet aus, sobald er nicht mehr mit Luft in Kontakt ist. das kann ein paar Stunden dauern. Danach setze Patrone und den linken Montagering (mit Gewindekleber) ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss montiere Kurbeln und prüfe die Kettenlinie. Wenn Du das sofort machst, bevor der Gewindekleber auf der linken Seite trocknet, kannst Du nun leicht die Kettenlinie nachjustieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der blaue Gewindekleber kann auch nach dem Trocknen noch gelöst werden, falls man jemals die Kettenlinie nachjustieren muss oder das Innenlager ausbauen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Marken, Modelle und Typen==&lt;br /&gt;
Mehrere andere Hersteller neben Phil Wood stellen Innenlager her. Darunter sind bekannten Namen wie [[SKF]], [[Shimano]], [[Sugino]] und [[IRD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten unten beschriebenen Innenlager sind ausschließlich für ISO/Britisches Innenlagergewinmde erhältlich. Einige jedoch passen auch zu anderen Gewinden bzw. passen, wenn das Tretlagergehäusegewinde beschädigt ist. Einige sind für neuere oder propietäre Innenlagergewinde hergestellt. Es gibt insgesamt sieben Hauptkategorien für Innenlagerdesigns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einpresslagerschalen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
* Eine Seite der Kartusche wird direkt in den Rahmen geschraubt und die andere Seite ist ein loser Montagering.&lt;br /&gt;
* Mit einer Lagerschale und einem [[Lockring]] auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
* Gewindelose, bei denen innenliegende Expanderringe das Lager festklemmen. Diese sind inbesondere für beschädigte (oder nicht-standard) Gewinde gedacht.&lt;br /&gt;
* Lager, die auf beiden Seiten direkt in den Rahmen eingepresst werden.&lt;br /&gt;
* Außenliegene Lager, bei denen Wellen mit großem Durchmesser passen (auch bei Phil Wood erhältlich für nicht-standard Gewinde).&lt;br /&gt;
* Einpressschalen mit außenliegenden Lagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle werden nicht alle Montagesysteme im Einzelnen besprochen. Jedoch sollten die Erläterungen hier dabei helfen, den richtigen Type zu finden. Bei [[Park Tool]] findet man recht gute Montageanleitungen der gebräuchlicheren Typen. Zudem liegt jedem neuen Lager eine Montageanleitung bei. Die Zusatzinformationen weiter unten sind so weit möglich mit weiterführenden Links ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei keinem dieser Typen kann das Phil Wood Werkzeug benutzt werden, obwohl sie zum Teil sehr ähnlich aussehen und man annehmen würde, dass sie passen. Ältere Suntour Patronenlager können mit dem Park Tool Werkzeug FR-6 (de-)montiert werden, das eigentlich für SunTour 4-Zahn BMX Freläufe gedacht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Suntour-bb-small.jpg|thumb|center|Das Park FR-6 Freilaufwerkzeug mit vier Zähnen passt in dieses alte Suntour Innenlager mit 8 Aussparungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Kartuschen sind in der Mitte schmaler als am Rand, so dass eine Schraube einer Zugführung, die unter das Tretlagergehäuse geschraubt wird, dessen entfernen des Lagers verhindern kann. Lösungstipp: Immer die Schraube der Zugführung herausschrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Patronenlager mit Aufpressschalen===&lt;br /&gt;
Phil Wood Innenlager haben einen aufgepressten Montagering auf jeder Seite. Andere Marken haben ein geflanschte Lagerschale an jeder Seite, so dass die Kettenlinie nicht einstellbar ist, außer man nimmt Unterlegscheiben unter den Flansch hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die IRD Quad QB-75 und QB-55 Innenlager sind eine gute Lösung für ältere Vierkant-Innenlager.&lt;br /&gt;
* Das Sugino BB-105/BB-7420 ist ähnlich und ist mit kurzer Welle passend für [[Singlespeed]]-Fahrräder.&lt;br /&gt;
* Velo-Orange stellt Innenlager dieses Typs her, die sowohl zu italienischen und französichen Gewinde als auch zu Britischen/ISO passen.&lt;br /&gt;
* Das älteste Shimano Kartuscheninnenlager, das BB-UN72, war dem Phil Wood Innenlager sehr ähnlich und konnte mit Phil Wood Montageringen und Werkzeugen installiert werden.Die Shimano Montageringe ragen zu weit über die Kartusche, um mit Phil Wood kompatibel zu sein. Zudem benötig man anderes Werkzeug. Das UN72 wird leider nicht mehr hergestellt, mit etwas Glück kann man noch einige als [[NOS]] erwerben. Die Kartusche ist minimal schmaler als die Phil Wood 68mm Kartusche.8 mm cartridge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Bb105-sugino-103mm.jpg|thumb|center|Sugino BB-7420/103mm - man beachte den Flansch auf der rechten Seite]]&lt;br /&gt;
===Lager, die auf einer Seite einen Flansch haben und direkt in den Rahmen geschraubt werden===&lt;br /&gt;
* Aktuellere Shimano Innenlager (dazu gehören die UN-25, UN-52, UN-54 und die UN-55 Serien) haben auf einer Seite keinen Montagering auf einer Seite. Sie werden diekt mit einer Seite der Kartusche in den Rahmen geschraubt. Diese Innenlager sind nur für aktuelle Gewindestandards erhältlich. Die andere Schale kann aus Kunststoff sein, das bricht, wenn man es zu fest anzieht. Es gibt im [[Ersatzteilmarkt]] bessere Teile zu kaufen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Squaretaper.jpg|center|thumb|EIn Shimano BB-UN54]]&lt;br /&gt;
* SKF Innenlager haben eine hohe Qualität und sind nach diesem Schema aufgebaut. Sie sind insbesondere für [[Tandem]]s und schwere Fahrer tauglich. Nachteilig ist das hohe Gewicht im Vergleich zu anderen Patronenlagern.&lt;br /&gt;
[[Bild:BB3722s.jpg|center|SKF BB3722]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lager mit einem Lockring auf jeder Seite===&lt;br /&gt;
Diese Arte von Inenlager erlaubt eine minimale Kattenlnieneinstellung. [[TA]] stellt Innenlager diesen Typs her, die gekapselte Lagerkartuschen in einer Schale auf jeder Seite aber keine Kartusche vollständiger Größe haben. Präzises Ausfräsen der Flächen und Gewinde des Tretlagergehäuses ist für dieses Innenlager extrem wichtig. Es gibt sie mit Britischen/ISO und italienischen Gewinden. Der radiale Kontakt der Lager sollte ein minimales Spiel haben, so dass die Lagerkugeln auf den Laufflächen nicht vorzeitig verschleißen.&lt;br /&gt;
[[Bild:AXIS.Light.jpg|center|TA Axis Light]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gewindelose Patronenlager für Tretlagergehäuse mit beschädigtem oder Nicht-Standard-Gewinde===&lt;br /&gt;
[[Velo Orange]] verkauft ein cleveres Partonenlager mit expandierbaren Schalen, die von innen gegen die (beschädigten) Gewinde des Tretlagergehäuses pressen. DiesesInnenlager funktioniert mit allen gängigen Gewindenstandards außer italienischen, deren Gewinde einen größeren Durchmesser als die anderen haben. Ein [[Shim]] von ,5mm (oder 0.2 Zoll) aus Stahl kann dieses Patronenlager auch für italienischen Standard anpassen. Das Trelagergehäuse sollte zwischen 68 und 71mm breit sein. Manche Raleigh fahrräder und Mountainbikes haben breitere Tretlagergehäuse. Die Expander können nicht weit genug auseinander platziert wreden, um in diese breiten Gehäuse zu passen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Grancru-threadless.jpg|center|Grandcru Gewindelos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gekapselte Lager, die direkt in den Rahmen gepresst werden===&lt;br /&gt;
Manche Innenlager haben keine Kartuschen voller Größe, weil die Lager direkt in den Rahmen eingepresst werden. Diese Ansatz war nie sehr gebräuchlich - es besteht die Gefahr, dass bei häufigerem Aus- und Einbau der Lagersitz geweitet werden kann und somit die Pressung nicht mehr fest sitzt. Auf der anderen Seite sind die Maße der Presslager standardisiert, so dass man leicht ein Ersatzeinpresslager von einem guten Händler für Kugellager kaufen kann. Jeder gute Maschinenverkauf kann auch Lager einpressen. [[Klein]] benutzt speziell Werkzeuge, um Einpresslager zu warten. Phil Wood hat ein außenliegendes Lager, das genau dort einsetzt, wo beim Klein die innenliegenden Lager sitzen und somit weiteren Rahmenverschleiß verhindert.&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [http://forums.mtbr.com/showthread.php?p=6647517 Eine kleine Photogeschichte zur Wartung eines Einpresslagers (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.bb30standard.com/ Informationen zum BB30 Standard (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.parktool.com/blog/calvins-corner/2007-shimano-xtr-components Gut ausgearbeitete Informationen über Innenlager auf der Park Tool Webseite (englisch)]&lt;br /&gt;
* [[Innenlagermaße und -austauschbarkeit (Tabelle)]] für geschraubte Innenlager&lt;br /&gt;
* [[Innenlagermaße für Einpresslager (Tabelle)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Außenliegende Lager===&lt;br /&gt;
Diese Innenlager sind bei neueren Kurbeln zum Standard geworden und werden genau wie andere Innenlager in den Rahmen geschraubt. Nur liegen hier die Lager außen an den Enden des Tretlagergehäuses. Dadurch können hohle Wellen mit großem Durchmesser zur Erhöhung der Steifigkeit bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion einzusetzen.&lt;br /&gt;
Die Ausrichtung der Gewinde ist kritisch, da die Lager rechts und links nicht entlang einer Kartusche ausgerichtet werden können.&lt;br /&gt;
Phil Wood hat Innenlager im Angebot, die zu allen Innenlagergewinden und Klein Einpresslagern passen, so dass man auch ältere Rahmen aufrüsten kann. Unterschiedliche Hersteller benutzen verschiedene Zahnmuster, um Kurbeln und Wellen zusammenzupassen. Phil Wood Innenlager passen zu [[Shimano]]kurbeln und andere, die die gleichen Maße haben. Jedoch passen sie nicht zu allen Kurbeln für außenliegende Lager - insbesondere nicht zu [[Campagnolo]]kurblen. Obwohl die Phil Wood Aufbauten auch für Raleigh 26TBI Gewinden verkauft werden, funktionieren Sie voraussichtlich nicht bei den langen (76mm) Tretlagergehäusen des [[Raleigh Twenty]], Tourist und Chopper.&lt;br /&gt;
;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [http://www.parktool.com/blog/repair-help/external-bearing-crank-systems-hollowtech-ii-megaexo-giga-x-pipe-x-type-campagnolo-ultra-torque Gute Anleitung von Park Tool zur sehr komplizierten und heiklen Innenlagermontage]&lt;br /&gt;
* [http://www.philwood.com/products/bbpages/outboard.php Produktseite zu Innenlagern mit außenliegenden Lagern bei Phil Wood (englisch)]&lt;br /&gt;
[[Bild:OutboardBBC.jpg|center|Phil Wood Innenlager mit außenliegenden Lagern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einpresslager mit außenliegenden Kugellagern===&lt;br /&gt;
Diese Lager werden in den Rahmen gepresst, ohne die Gewinde des Rahmens zu nutzen. Dadurch werden die heiklen Einstellprobleme anderer Lager mit außenliegenden Kugellagern vermieten. Das Pressfit 30 (PF30) Design (mit einer 30mm Welle) ist eine zum Zeitpunkt der Übersetzung (2015) vergleichsweise neue Entwicklung von [[Truvativ]] ([[SRAM]]). Die Gewinde wegzulassen und größere (46mm) Tretlagergehäuse einzusetzen sorgt für eine bessere Kompatibilität mit [[Carbon]]rahmen.&lt;br /&gt;
[[Bild:Pressfit30 large.gif|center|Ein Truvativ Pressfit 30 Lager]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Einstellen des Lagerspiels bei Innenlagern]]&lt;br /&gt;
* [http://www.philwood.com/philpdfs/crankbearinginstallationguide.pdf Bottom Bracket Installation Procedure (PDF/Englisch))]&lt;br /&gt;
* [[Grundlagen der Innenlagertechnik]]&lt;br /&gt;
* [[Besonderheiten bei Gewinden/Austauschbarkeit bei älteren Raleigh Fahrrädern]]&lt;br /&gt;
* [[Kurbeln mit Splintbefestigung]]&lt;br /&gt;
* [[Kurbeln ohne Splintbefestigung]]&lt;br /&gt;
* [http://forums.mtbr.com/showthread.php?p=6647517 Eine kleine Photogeschichte zur Wartung eines Einpresslagers (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.bb30standard.com/ Informationen zum BB30 Standard (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.parktool.com/blog/calvins-corner/2007-shimano-xtr-components Gut ausgearbeitete Informatioenn über Innenlager auf der park Tool Webseite (englisch)]&lt;br /&gt;
* [[Innenlagermaße und -austauschbarkeit (Tabelle)]] für geschraubte Innenlager&lt;br /&gt;
* [[Innenlagermaße für Einpresslager (Tabelle)]]&lt;br /&gt;
* [http://www.parktool.com/blog/repair-help/external-bearing-crank-systems-hollowtech-ii-megaexo-giga-x-pipe-x-type-campagnolo-ultra-torque Gute Anleitung von Park Tool zur sehr komplizierten und heiklen Innenlagermontage]&lt;br /&gt;
* [http://www.philwood.com/products/bbpages/outboard.php Produktseite zu Innenlagern mit außenliegenden Lagern bei Phil Wood (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#widget:AdSense}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/tooltips/cartridge.html Choosing and installing a cartridge bottom bracket] von der Website   [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[John Allen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antriebstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Workshop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;img size=1x1&amp;gt;http://vg09.met.vgwort.de/na/8c61f3a4c7fc4da89628b0fdf428b9b9&amp;lt;/img&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Kurbeln&amp;diff=8397</id>
		<title>Kurbeln</title>
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		<updated>2014-04-04T12:08:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Liegeräder */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unterschiedliche Fahrradfahrer haben unterschiedliche Beinlängen. Daher scheint es offensichtlich zu sein, dass die Kurbellänge proportional zur Beinlänge sein sollte. Also sollten langbeininge Fahrradfahrer lange Kurbeln und kurzbeinige Fahrradfahrer kurze Kurbeln fahren. Aber erstaunlicherweise fahren 99,9% aller erwachsenen Fahrradfahrer Kurbellängen zwischen 165 mm und 175 mm. Haben sich die großen Fahrradkomponentenhersteller zu einer großen Verschwörung zusammengeschlossen, damit alle gezwungen sind, die gleiche Kurbellänge unabhängig ihrer Bedürfnisse zu fahren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um ein übliches Missverständnis. Die Hebelübersetzung jedes Antriebs - auch als [[Vortriebsverhältnis]] bekannt - ist abhängig von [[Kurbel]]länge, [[Reifen]]durchmesser, [[Kettenblatt]]- und [[Ritzel]]zähnezahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man tatsächlich nur die Kurbellänge vergrößert, ohne die anderen Variablen anzupassen, hat man natürlich höhere Hebelkräfte. Anders ausgedrückte heißt das, dass man einen weniger effizienten Gang fährt. Auf einem Fahrrad mit Gangschaltung kann man das jedoch nach eigenem Wünschen steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen Haken bei der Sache. Angenommen, man hat den Gang zu seiner Zufriedenheit gewechselt, dann hat die Kurbellänge keinen Einfluss mehr auf die Hebelkräfte. Jedoch hat die Kurbellänge Einfluss auf den Bewegungsspielraum der Knie und der Hüftgelenke. Zu lange Kurbeln bewirken exzessive Kniebewegung. Das wiederum kann zu Schmerzen oder Verletzungen führen, weil das Knie über Gebühr bewegt werden muss. [[Sheldon Brown]] lernte das auf die harte Tour als er sich ein gebrauchtes Mountainbike mit 180 mm Kurbeln zulegte. Seine Knie schnmerzten nach jeder Ausfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint jedoch keine negativen Auswirkungen zu geben, wenn man kürzere Kurbeln fährt. [[Sheldon Brown]] hat ein wenig experimentiert. Auf seinem [[Fixed Gear]] hatte er eine 165 mm Kurbelgarnitur mit einer 42/15 Übersetzung und [[28 Zoll|700c]] oder [[27 Zoll]] Bereifung. Das ergibt ein [[Vortriebsverhältnis]] von 5,8. Eines seiner letzten Experimente nahm er mit einem [[Trek]] Plastikrahmen, den er über ein Kompensationsgeschäft ergattert hatte, auf. Er montierte ein Paar TA 150 Kurbeln, das er von einem Cinelli Kinder-[[BMX]] rupfte. Mit einer Übersetzung von 45/17 und einem Vortriebsverhältnis von 5,9 gelangte er ein ganz klein wenig höher als bei seinem Fixie. Bei der ersten Ausfahrt nach längerer Abstinenz fühlte sich diese Kombination zuerst recht merkwürdig an. Nach kurzer Eingewöhnung war es aber völlig in Ordnung. Man kann damit genauso schnell und gut bergauf fahren wie mit längeren Kurbeln. Jedoch ist für eine bestimmte Geschwindigkeit die [[Kadenz]] höher (obwohl die Pedalgeschwindigkeit die gleiche bleibt). Die kurzen Kurbeln ermöglichen jedoch leichter schnell zu kurbeln. Wenn er das Fahrrad einige Kilometer gefahren war und wieder zu [[normal]]en Kurbeln zurückkehrte, fühlte sich das wiederum etwas befremdlich und lang an. Nach ein paar Minuten war dann aber wieder alles wie gewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sheldon Brown]] meinte, dass die Leute zu viel auf Kurbellängen geben. Letzten Endes benutzen wir alle auch die gleichen Treppenstufen unabhängig von unserer Beinlänge. Kleinere Personen gewöhnen sich an die größere Beugung der Knie und können sich auch an längere Kurbeln, die größere Leute für gewöhnlich benutzen, gewöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Längen mischen==&lt;br /&gt;
Fahrer, die unterschiedliche lange Beine haben, machen oft den Versuch dies mit einer kürzeren Kurbel zu kompensieren. [[Sheldon Brown]] riet, das nicht zu machen. Wenn ein Bein signifikant kürzer ist als das andere, ist dieses zumeist schwächer als das längere. Da eine kurze Kurbel zu einem höheren [[Vortriebsverhältnis]] führt, sorgt die kürzere Kurbel dafür, dass das schwächere Bein stärker belastet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist der bessere Weg, signifikante Beinlängenunterschiede auszugleichen, beim kürzeren Bein eine dickere Sohle einzusetzen oder längere Schrauben und/oder Unterlegscheiben bei den [[Cleat]]s der Schuhsohle einzusetzen. Durch diese Erweiterung wird das Pedal sozusagen dicker. Beinlängenunterschiede können auch durch unterschiedliche Cleatstellung ausgeglichen werden, indem man den Cleat beim längeren Bein weiter nach hinten in Richtung Ferse montiert als beim kürzeren Bein.&lt;br /&gt;
In einigen Ausnahmefällen kann sogar schon eine leicht schräge Montage des [[Sattel]]s helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbeln für Tandems==&lt;br /&gt;
Jedes Tandemteam wird sich irgendwann mit dem Thema [[Kadenz]] auseinandersetzen müssen. Mit Erfahrung und Geduld können sich die meisten [[Tandemist]]en das auf einem Standardtandem erarbeiten. Manche Teams - insbesondere solche, bei denen die Beinlängen sich stark unterscheiden - können davon profitieren, dass sie unterschiedliche Kurbellängen für [[Kapitän]] und [[Heizer]] montieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen gilt für einen gegebenen Fahrer, dass kürzere Kurbelen das [[Spinner|Spinnen]] erleichtern. Ein Fahrer, der höhere Kadenzen bevorzugt, sollte die längeren Kurbeln bekommen. Dadurch werden etwas geringere Kadenzen erreicht. Falls der Fahrer mit der Präferenz für geringere Kadenzen die kürzeren Kurbeln erhält, wird es insgesamt leichter, schneller zu kurbeln. Die verbreitetste Kurbellänge bei Tandems ist werksseitig 170 mm.  Wenn man also feststellt, dass man schwere Kadenzinkompatibilität hat, sollte der Fahrer mit der Präferenez für höhere Kadenzen 175 mm Kurbeln bekomen. Falls das noch nicht genug hilft, sollte der Fahrer, dem es schwerer fällt, schnell zu kurbeln, 165 mm Kurbeln bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das veränderen der Kurbellänge ändert natürlich nicht die Kadenzen an sich und beide Fahrer kurbeln natürlich auch immer noch in der gleichen Kadenz. Jedoch wird der Fahrer mit den längeren Kurbeln animiert, etwas langsamer zu treten, und der Fahrer mit den kürzeren Kurbeln  hat es nicht so schwer mit der höheren Kadenz mitzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pedalabstand (&amp;quot;Q-Faktor&amp;quot;)==&lt;br /&gt;
Der [[Pedalabstand]] (oder auch Q-Faktor) einer Kurbel ist der horizontale Abstand von Kurbelarmen zwischen den Pedalgewinden. Je größer der Pedalabstand ist, desto weiter sind die Füße auseinander. Es ist generell eine gute Idee, den Pedalabstand so schmal wie möglich zu halten. Dafür gibt es drei hauptsächliche Gründe:&lt;br /&gt;
* Das Hüftgelenk ist auf das Gehen optimiert. Da beim normalen Gehen die Füße immer sehr nah entlang einer Linie sind, hat man hier einen geringen &amp;quot;Abstand&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Wenn man im Stehen pedaliert, muss man mit zunehmendem Abstand der Pedale von der [[Mitte]] des Fahrrads mehr Kraft am Lenker ziehen, um ein Gegengewicht zur seitlichen Kipptendenz des Fahrrads durch die Pedalkräfte aufzubauen.&lt;br /&gt;
* Je größer der Pedalabstand ist, desto höher muss das [[Tretlager]] sein, um bei Kurvenfahrten ein Aufsetzen des Pedals zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Fahrräder waren im Allgemeinen so aufgebaut, dass der Pedalabstand minimiert war. Mit Beginn der 1970er Jahre startete ein Trend hin zu breiteren Pedalabständen. Das hatte mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
* Die Beliebtheit von [[Dreifachkurbel]]n hat die rechte Seite weiter nach außen verlagert.&lt;br /&gt;
* [[Umwerfer]] für Dreifachkurbeln haben ein ausgeprägteres dreidimensionales Design des [[Käfig]]s, das mehr Abstand zwischen dem großen [[Kettenblatt]] und der rechten Kurbel erfordert.&lt;br /&gt;
* Die [[Kettenstrebe]]n von [[Mountainbike]]s sind für größere Reifenbreiten konzipiert. Daher muss das große Kettenblatt weiter nach außen wandern, um Kontakt mit der Kettenstrebe zu verhindern.&lt;br /&gt;
* Neuere Fahrräder mit mehr [[Ritzel]]n erfordern eine weiter außen liegende [[Kettenlinie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbelprofil==&lt;br /&gt;
Viele klassische Kurbeln waren so geformt, dass sie quasi parallel zur Mitte des Fahrrads verliefen. Seit den 1980er Jahren gibt es einen Trend zu [[Low Profile Kurbel]]n Bei einer Low Profile Kurbel bleiben die pedalseitigen Enden wie gehabt. Jedoch ist die Achse des Innenlagers kürzer. Die Kurbelarme sind daher von der Achse zum Pedal nach außen gewinkelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Low Profile Kurbeln sind etwas leichter und potentiell etwas steifer als klassische Kurbeln. Dieses Kurbeldesign hat einen Vorteil für Fahrer, die mit gespreizten Füßen (Zehen nach auswärts gedreht) fahren, da der Kontakt zwischen Fersen/Knöcheln des Fahres und der Kurbel vermieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leute halten Low Profile Kurbeln für Mist, weil sie glauben, dass sie Schuld an größeren Pedalabständen sind. Das ist jedoch keine akkurate Analyse. Erst kam der größere Pedalabstand, wie man oben nachlesen kann. Die gute Seite an der vergrößerten Pedalabstandswolke ist, dass erst der vergrößerte Pedalabstand Low Profile Kurbeln bei Rahmen mit Standardmaßen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Liegeräder==&lt;br /&gt;
Aus nicht ganz klaren Gründen scheinen viele [[Liegerad]]fahrer von kürzeren Kurbeln zu profitieren. Manche Leute, die auf aufrechten Fahrrädern keine Knieprobleme kennen, haben diese plötzlich auf Liegerädern. Kürzere Kurbeln löschen diese dann oft aus. Dabei ist allerdings nicht klar, dass die Knieprobleme von längeren Kurbeln herrühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theoretisch resultieren die Knieschmerzen davon, dass man stärker in die Pedale tritt und zu lange in einem hohen Gang verweilt. Auf einem aufrechten Fahrrad wird man beim sehr harten pedalieren aus dem Sattel gehoben und so merkt man, dass man das macht. Beim Liegerad wird der Rücken in den Sitz gedrückt und man hat keine direkte Rückmeldung wie stark man wirklich in die Pedale tritt. Daher überanstrengt man seine Knie, weil man zu lange in einem zu großen Gang fährt, ohne es zu merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Vortriebsverhältnis]]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10828327?dopt=Abstract A governing relationship for repetitive muscular contraction Martin JC, Brown NA, Anderson FC, Spirduso WW, Journal of Biomechanics, August 2000]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11417428?dopt=Abstract Determinants of maximal cycling power: crank length, pedaling rate and pedal speed, Martin JC, Spirduso WW, European Journal of Applied Physiology, May 2001]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/cranks.html Cranks] von der Website   [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antriebstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Kurbeln&amp;diff=8396</id>
		<title>Kurbeln</title>
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		<updated>2014-04-04T12:05:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Pedalabstand (&amp;quot;Q-Faktor&amp;quot;) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unterschiedliche Fahrradfahrer haben unterschiedliche Beinlängen. Daher scheint es offensichtlich zu sein, dass die Kurbellänge proportional zur Beinlänge sein sollte. Also sollten langbeininge Fahrradfahrer lange Kurbeln und kurzbeinige Fahrradfahrer kurze Kurbeln fahren. Aber erstaunlicherweise fahren 99,9% aller erwachsenen Fahrradfahrer Kurbellängen zwischen 165 mm und 175 mm. Haben sich die großen Fahrradkomponentenhersteller zu einer großen Verschwörung zusammengeschlossen, damit alle gezwungen sind, die gleiche Kurbellänge unabhängig ihrer Bedürfnisse zu fahren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um ein übliches Missverständnis. Die Hebelübersetzung jedes Antriebs - auch als [[Vortriebsverhältnis]] bekannt - ist abhängig von [[Kurbel]]länge, [[Reifen]]durchmesser, [[Kettenblatt]]- und [[Ritzel]]zähnezahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man tatsächlich nur die Kurbellänge vergrößert, ohne die anderen Variablen anzupassen, hat man natürlich höhere Hebelkräfte. Anders ausgedrückte heißt das, dass man einen weniger effizienten Gang fährt. Auf einem Fahrrad mit Gangschaltung kann man das jedoch nach eigenem Wünschen steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen Haken bei der Sache. Angenommen, man hat den Gang zu seiner Zufriedenheit gewechselt, dann hat die Kurbellänge keinen Einfluss mehr auf die Hebelkräfte. Jedoch hat die Kurbellänge Einfluss auf den Bewegungsspielraum der Knie und der Hüftgelenke. Zu lange Kurbeln bewirken exzessive Kniebewegung. Das wiederum kann zu Schmerzen oder Verletzungen führen, weil das Knie über Gebühr bewegt werden muss. [[Sheldon Brown]] lernte das auf die harte Tour als er sich ein gebrauchtes Mountainbike mit 180 mm Kurbeln zulegte. Seine Knie schnmerzten nach jeder Ausfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint jedoch keine negativen Auswirkungen zu geben, wenn man kürzere Kurbeln fährt. [[Sheldon Brown]] hat ein wenig experimentiert. Auf seinem [[Fixed Gear]] hatte er eine 165 mm Kurbelgarnitur mit einer 42/15 Übersetzung und [[28 Zoll|700c]] oder [[27 Zoll]] Bereifung. Das ergibt ein [[Vortriebsverhältnis]] von 5,8. Eines seiner letzten Experimente nahm er mit einem [[Trek]] Plastikrahmen, den er über ein Kompensationsgeschäft ergattert hatte, auf. Er montierte ein Paar TA 150 Kurbeln, das er von einem Cinelli Kinder-[[BMX]] rupfte. Mit einer Übersetzung von 45/17 und einem Vortriebsverhältnis von 5,9 gelangte er ein ganz klein wenig höher als bei seinem Fixie. Bei der ersten Ausfahrt nach längerer Abstinenz fühlte sich diese Kombination zuerst recht merkwürdig an. Nach kurzer Eingewöhnung war es aber völlig in Ordnung. Man kann damit genauso schnell und gut bergauf fahren wie mit längeren Kurbeln. Jedoch ist für eine bestimmte Geschwindigkeit die [[Kadenz]] höher (obwohl die Pedalgeschwindigkeit die gleiche bleibt). Die kurzen Kurbeln ermöglichen jedoch leichter schnell zu kurbeln. Wenn er das Fahrrad einige Kilometer gefahren war und wieder zu [[normal]]en Kurbeln zurückkehrte, fühlte sich das wiederum etwas befremdlich und lang an. Nach ein paar Minuten war dann aber wieder alles wie gewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sheldon Brown]] meinte, dass die Leute zu viel auf Kurbellängen geben. Letzten Endes benutzen wir alle auch die gleichen Treppenstufen unabhängig von unserer Beinlänge. Kleinere Personen gewöhnen sich an die größere Beugung der Knie und können sich auch an längere Kurbeln, die größere Leute für gewöhnlich benutzen, gewöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Längen mischen==&lt;br /&gt;
Fahrer, die unterschiedliche lange Beine haben, machen oft den Versuch dies mit einer kürzeren Kurbel zu kompensieren. [[Sheldon Brown]] riet, das nicht zu machen. Wenn ein Bein signifikant kürzer ist als das andere, ist dieses zumeist schwächer als das längere. Da eine kurze Kurbel zu einem höheren [[Vortriebsverhältnis]] führt, sorgt die kürzere Kurbel dafür, dass das schwächere Bein stärker belastet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist der bessere Weg, signifikante Beinlängenunterschiede auszugleichen, beim kürzeren Bein eine dickere Sohle einzusetzen oder längere Schrauben und/oder Unterlegscheiben bei den [[Cleat]]s der Schuhsohle einzusetzen. Durch diese Erweiterung wird das Pedal sozusagen dicker. Beinlängenunterschiede können auch durch unterschiedliche Cleatstellung ausgeglichen werden, indem man den Cleat beim längeren Bein weiter nach hinten in Richtung Ferse montiert als beim kürzeren Bein.&lt;br /&gt;
In einigen Ausnahmefällen kann sogar schon eine leicht schräge Montage des [[Sattel]]s helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbeln für Tandems==&lt;br /&gt;
Jedes Tandemteam wird sich irgendwann mit dem Thema [[Kadenz]] auseinandersetzen müssen. Mit Erfahrung und Geduld können sich die meisten [[Tandemist]]en das auf einem Standardtandem erarbeiten. Manche Teams - insbesondere solche, bei denen die Beinlängen sich stark unterscheiden - können davon profitieren, dass sie unterschiedliche Kurbellängen für [[Kapitän]] und [[Heizer]] montieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen gilt für einen gegebenen Fahrer, dass kürzere Kurbelen das [[Spinner|Spinnen]] erleichtern. Ein Fahrer, der höhere Kadenzen bevorzugt, sollte die längeren Kurbeln bekommen. Dadurch werden etwas geringere Kadenzen erreicht. Falls der Fahrer mit der Präferenz für geringere Kadenzen die kürzeren Kurbeln erhält, wird es insgesamt leichter, schneller zu kurbeln. Die verbreitetste Kurbellänge bei Tandems ist werksseitig 170 mm.  Wenn man also feststellt, dass man schwere Kadenzinkompatibilität hat, sollte der Fahrer mit der Präferenez für höhere Kadenzen 175 mm Kurbeln bekomen. Falls das noch nicht genug hilft, sollte der Fahrer, dem es schwerer fällt, schnell zu kurbeln, 165 mm Kurbeln bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das veränderen der Kurbellänge ändert natürlich nicht die Kadenzen an sich und beide Fahrer kurbeln natürlich auch immer noch in der gleichen Kadenz. Jedoch wird der Fahrer mit den längeren Kurbeln animiert, etwas langsamer zu treten, und der Fahrer mit den kürzeren Kurbeln  hat es nicht so schwer mit der höheren Kadenz mitzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pedalabstand (&amp;quot;Q-Faktor&amp;quot;)==&lt;br /&gt;
Der [[Pedalabstand]] (oder auch Q-Faktor) einer Kurbel ist der horizontale Abstand von Kurbelarmen zwischen den Pedalgewinden. Je größer der Pedalabstand ist, desto weiter sind die Füße auseinander. Es ist generell eine gute Idee, den Pedalabstand so schmal wie möglich zu halten. Dafür gibt es drei hauptsächliche Gründe:&lt;br /&gt;
* Das Hüftgelenk ist auf das Gehen optimiert. Da beim normalen Gehen die Füße immer sehr nah entlang einer Linie sind, hat man hier einen geringen &amp;quot;Abstand&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Wenn man im Stehen pedaliert, muss man mit zunehmendem Abstand der Pedale von der [[Mitte]] des Fahrrads mehr Kraft am Lenker ziehen, um ein Gegengewicht zur seitlichen Kipptendenz des Fahrrads durch die Pedalkräfte aufzubauen.&lt;br /&gt;
* Je größer der Pedalabstand ist, desto höher muss das [[Tretlager]] sein, um bei Kurvenfahrten ein Aufsetzen des Pedals zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Fahrräder waren im Allgemeinen so aufgebaut, dass der Pedalabstand minimiert war. Mit Beginn der 1970er Jahre startete ein Trend hin zu breiteren Pedalabständen. Das hatte mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
* Die Beliebtheit von [[Dreifachkurbel]]n hat die rechte Seite weiter nach außen verlagert.&lt;br /&gt;
* [[Umwerfer]] für Dreifachkurbeln haben ein ausgeprägteres dreidimensionales Design des [[Käfig]]s, das mehr Abstand zwischen dem großen [[Kettenblatt]] und der rechten Kurbel erfordert.&lt;br /&gt;
* Die [[Kettenstrebe]]n von [[Mountainbike]]s sind für größere Reifenbreiten konzipiert. Daher muss das große Kettenblatt weiter nach außen wandern, um Kontakt mit der Kettenstrebe zu verhindern.&lt;br /&gt;
* Neuere Fahrräder mit mehr [[Ritzel]]n erfordern eine weiter außen liegende [[Kettenlinie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbelprofil==&lt;br /&gt;
Viele klassische Kurbeln waren so geformt, dass sie quasi parallel zur Mitte des Fahrrads verliefen. Seit den 1980er Jahren gibt es einen Trend zu [[Low Profile Kurbel]]n Bei einer Low Profile Kurbel bleiben die pedalseitigen Enden wie gehabt. Jedoch ist die Achse des Innenlagers kürzer. Die Kurbelarme sind daher von der Achse zum Pedal nach außen gewinkelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Low Profile Kurbeln sind etwas leichter und potentiell etwas steifer als klassische Kurbeln. Dieses Kurbeldesign hat einen Vorteil für Fahrer, die mit gespreizten Füßen (Zehen nach auswärts gedreht) fahren, da der Kontakt zwischen Fersen/Knöcheln des Fahres und der Kurbel vermieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leute halten Low Profile Kurbeln für Mist, weil sie glauben, dass sie Schuld an größeren Pedalabständen sind. Das ist jedoch keine akkurate Analyse. Erst kam der größere Pedalabstand, wie man oben nachlesen kann. Die gute Seite an der vergrößerten Pedalabstandswolke ist, dass erst der vergrößerte Pedalabstand Low Profile Kurbeln bei Rahmen mit Standardmaßen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Liegeräder==&lt;br /&gt;
Aus nicht ganz klaren Gründen scheinen viele [[Liegerad]]fahrer von kürzeren Kurbeln zu profitieren. Manche Leute, die auf aufrechten Fharrädern keine Knieprobleme kennen, haben diese plötzlich auf Liegerädern. Kürzere Kurbeln löschen diese dann oft aus. Dabei ist allerdings nicht klar, dass die Knieprobleme von längeren Kurbeln herrühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theoretisch resultieren die Knieschmerzen davon, dass man stärker in die Pedale tritt und zu lange in einem hohen Gang verweilt. Auf einem aufrechten Fahrrad wird man beim sehr harten pedalieren aus dem Sattel gehoben und so merkt man, dass man das macht. Beim Liegerad wird der Rücken in den Sitz gedrückt und man hat keine direkte Rückmeldung wie stark man wirklich in die Pedale tritt. Daher überanstrengt man seine Knie, weil man zu lange in einem zu großen Gang fährt, ohne es zu merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Vortriebsverhältnis]]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10828327?dopt=Abstract A governing relationship for repetitive muscular contraction Martin JC, Brown NA, Anderson FC, Spirduso WW, Journal of Biomechanics, August 2000]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11417428?dopt=Abstract Determinants of maximal cycling power: crank length, pedaling rate and pedal speed, Martin JC, Spirduso WW, European Journal of Applied Physiology, May 2001]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/cranks.html Cranks] von der Website   [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antriebstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Kurbeln&amp;diff=8395</id>
		<title>Kurbeln</title>
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		<updated>2014-04-04T11:52:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unterschiedliche Fahrradfahrer haben unterschiedliche Beinlängen. Daher scheint es offensichtlich zu sein, dass die Kurbellänge proportional zur Beinlänge sein sollte. Also sollten langbeininge Fahrradfahrer lange Kurbeln und kurzbeinige Fahrradfahrer kurze Kurbeln fahren. Aber erstaunlicherweise fahren 99,9% aller erwachsenen Fahrradfahrer Kurbellängen zwischen 165 mm und 175 mm. Haben sich die großen Fahrradkomponentenhersteller zu einer großen Verschwörung zusammengeschlossen, damit alle gezwungen sind, die gleiche Kurbellänge unabhängig ihrer Bedürfnisse zu fahren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um ein übliches Missverständnis. Die Hebelübersetzung jedes Antriebs - auch als [[Vortriebsverhältnis]] bekannt - ist abhängig von [[Kurbel]]länge, [[Reifen]]durchmesser, [[Kettenblatt]]- und [[Ritzel]]zähnezahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man tatsächlich nur die Kurbellänge vergrößert, ohne die anderen Variablen anzupassen, hat man natürlich höhere Hebelkräfte. Anders ausgedrückte heißt das, dass man einen weniger effizienten Gang fährt. Auf einem Fahrrad mit Gangschaltung kann man das jedoch nach eigenem Wünschen steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen Haken bei der Sache. Angenommen, man hat den Gang zu seiner Zufriedenheit gewechselt, dann hat die Kurbellänge keinen Einfluss mehr auf die Hebelkräfte. Jedoch hat die Kurbellänge Einfluss auf den Bewegungsspielraum der Knie und der Hüftgelenke. Zu lange Kurbeln bewirken exzessive Kniebewegung. Das wiederum kann zu Schmerzen oder Verletzungen führen, weil das Knie über Gebühr bewegt werden muss. [[Sheldon Brown]] lernte das auf die harte Tour als er sich ein gebrauchtes Mountainbike mit 180 mm Kurbeln zulegte. Seine Knie schnmerzten nach jeder Ausfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint jedoch keine negativen Auswirkungen zu geben, wenn man kürzere Kurbeln fährt. [[Sheldon Brown]] hat ein wenig experimentiert. Auf seinem [[Fixed Gear]] hatte er eine 165 mm Kurbelgarnitur mit einer 42/15 Übersetzung und [[28 Zoll|700c]] oder [[27 Zoll]] Bereifung. Das ergibt ein [[Vortriebsverhältnis]] von 5,8. Eines seiner letzten Experimente nahm er mit einem [[Trek]] Plastikrahmen, den er über ein Kompensationsgeschäft ergattert hatte, auf. Er montierte ein Paar TA 150 Kurbeln, das er von einem Cinelli Kinder-[[BMX]] rupfte. Mit einer Übersetzung von 45/17 und einem Vortriebsverhältnis von 5,9 gelangte er ein ganz klein wenig höher als bei seinem Fixie. Bei der ersten Ausfahrt nach längerer Abstinenz fühlte sich diese Kombination zuerst recht merkwürdig an. Nach kurzer Eingewöhnung war es aber völlig in Ordnung. Man kann damit genauso schnell und gut bergauf fahren wie mit längeren Kurbeln. Jedoch ist für eine bestimmte Geschwindigkeit die [[Kadenz]] höher (obwohl die Pedalgeschwindigkeit die gleiche bleibt). Die kurzen Kurbeln ermöglichen jedoch leichter schnell zu kurbeln. Wenn er das Fahrrad einige Kilometer gefahren war und wieder zu [[normal]]en Kurbeln zurückkehrte, fühlte sich das wiederum etwas befremdlich und lang an. Nach ein paar Minuten war dann aber wieder alles wie gewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sheldon Brown]] meinte, dass die Leute zu viel auf Kurbellängen geben. Letzten Endes benutzen wir alle auch die gleichen Treppenstufen unabhängig von unserer Beinlänge. Kleinere Personen gewöhnen sich an die größere Beugung der Knie und können sich auch an längere Kurbeln, die größere Leute für gewöhnlich benutzen, gewöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Längen mischen==&lt;br /&gt;
Fahrer, die unterschiedliche lange Beine haben, machen oft den Versuch dies mit einer kürzeren Kurbel zu kompensieren. [[Sheldon Brown]] riet, das nicht zu machen. Wenn ein Bein signifikant kürzer ist als das andere, ist dieses zumeist schwächer als das längere. Da eine kurze Kurbel zu einem höheren [[Vortriebsverhältnis]] führt, sorgt die kürzere Kurbel dafür, dass das schwächere Bein stärker belastet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist der bessere Weg, signifikante Beinlängenunterschiede auszugleichen, beim kürzeren Bein eine dickere Sohle einzusetzen oder längere Schrauben und/oder Unterlegscheiben bei den [[Cleat]]s der Schuhsohle einzusetzen. Durch diese Erweiterung wird das Pedal sozusagen dicker. Beinlängenunterschiede können auch durch unterschiedliche Cleatstellung ausgeglichen werden, indem man den Cleat beim längeren Bein weiter nach hinten in Richtung Ferse montiert als beim kürzeren Bein.&lt;br /&gt;
In einigen Ausnahmefällen kann sogar schon eine leicht schräge Montage des [[Sattel]]s helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbeln für Tandems==&lt;br /&gt;
Jedes Tandemteam wird sich irgendwann mit dem Thema [[Kadenz]] auseinandersetzen müssen. Mit Erfahrung und Geduld können sich die meisten [[Tandemist]]en das auf einem Standardtandem erarbeiten. Manche Teams - insbesondere solche, bei denen die Beinlängen sich stark unterscheiden - können davon profitieren, dass sie unterschiedliche Kurbellängen für [[Kapitän]] und [[Heizer]] montieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen gilt für einen gegebenen Fahrer, dass kürzere Kurbelen das [[Spinner|Spinnen]] erleichtern. Ein Fahrer, der höhere Kadenzen bevorzugt, sollte die längeren Kurbeln bekommen. Dadurch werden etwas geringere Kadenzen erreicht. Falls der Fahrer mit der Präferenz für geringere Kadenzen die kürzeren Kurbeln erhält, wird es insgesamt leichter, schneller zu kurbeln. Die verbreitetste Kurbellänge bei Tandems ist werksseitig 170 mm.  Wenn man also feststellt, dass man schwere Kadenzinkompatibilität hat, sollte der Fahrer mit der Präferenez für höhere Kadenzen 175 mm Kurbeln bekomen. Falls das noch nicht genug hilft, sollte der Fahrer, dem es schwerer fällt, schnell zu kurbeln, 165 mm Kurbeln bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das veränderen der Kurbellänge ändert natürlich nicht die Kadenzen an sich und beide Fahrer kurbeln natürlich auch immer noch in der gleichen Kadenz. Jedoch wird der Fahrer mit den längeren Kurbeln animiert, etwas langsamer zu treten, und der Fahrer mit den kürzeren Kurbeln  hat es nicht so schwer mit der höheren Kadenz mitzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pedalabstand (&amp;quot;Q-Faktor&amp;quot;)==&lt;br /&gt;
Der [[Pedalabstand]] (oder auch Q-Faktor) einer Kurbel ist der horizontale Abstand von Kurbelarmen zwischen den Pedalgewinden. Je größer der Pedalabstand ist, desto weiter sind die Füße auseinander. Es ist generell eine gute Idee, den Pedalabstand so schmal wie möglich zu halten. Dafür gibt es drei hauptsächliche Gründe:&lt;br /&gt;
* Das Hüftgelenk ist auf das Gehen optimiert. Da beim normalen Gehen die Füße immer sehr nah entlang einer Linien sind, hat man hier einen geringen &amp;quot;Abstand&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Wenn man im Stehen pedaliert, muss man mit zunehmendem Abstand der Pedale von der [[Mitte]] des Fahrrads mehr Kraft am Lenker ziehen, um ein Gegengewicht zur seitlichen Kipptendenz des Fahrrads durch die Pedalkräfte aufzubauen.&lt;br /&gt;
* Je größer der Pedalabstand ist, desto höher muss das [[Tretlager]] sein, um bei Kurvenfahrten ein Aufsetzen des Pedals zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ältere Fahrräder waren im Allgemeinen so aufgebaut, dass der Pedalabstand minimiert war. Mit Beginn der 1970er Jahre startete ein Trend hin zu breiteren Pedalbaständen. Das hatte mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
* Die Beliebtheit von [[Dreifachkurbel]]n hat die rechte Seite weiter nach außen verlagert.&lt;br /&gt;
* [[Umwerfer]] für Dreifachkurbeln haben ein ausgeprägteres dreidimensionales Design des [[Käfig]]s, das mehr Abstand zwischen dem großen [[Kettenblatt]] und der rechten Kurbel erfordert.&lt;br /&gt;
* Die [[Kettenstrebe]]n von [[Mountainbike]]s sind für größere Reifenbreiten konzipiert. Daher muss das große Kettenblatt weiter nach außen wandern, um Kontakt mit der Kettenstrebe zu verhindern.&lt;br /&gt;
* Neuere Fahrräder mit mehr [[Ritzel]]n erfordern eine weiter außen liegende [[Kettenlinie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurbelprofil==&lt;br /&gt;
Viele klassische Kurbeln waren so geformt, dass sie quasi parallel zur Mitte des Fahrrads verliefen. Seit den 1980er Jahren gibt es einen Trend zu [[Low Profile Kurbel]]n Bei einer Low Profile Kurbel bleiben die pedalseitigen Enden wie gehabt. Jedoch ist die Achse des Innenlagers kürzer. Die Kurbelarme sind daher von der Achse zum Pedal nach außen gewinkelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Low Profile Kurbeln sind etwas leichter und potentiell etwas steifer als klassische Kurbeln. Dieses Kurbeldesign hat einen Vorteil für Fahrer, die mit gespreizten Füßen (Zehen nach auswärts gedreht) fahren, da der Kontakt zwischen Fersen/Knöcheln des Fahres und der Kurbel vermieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leute halten Low Profile Kurbeln für Mist, weil sie glauben, dass sie Schuld an größeren Pedalabständen sind. Das ist jedoch keine akkurate Analyse. Erst kam der größere Pedalabstand, wie man oben nachlesen kann. Die gute Seite an der vergrößerten Pedalabstandswolke ist, dass erst der vergrößerte Pedalabstand Low Profile Kurbeln bei Rahmen mit Standardmaßen ermöglicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Liegeräder==&lt;br /&gt;
Aus nicht ganz klaren Gründen scheinen viele [[Liegerad]]fahrer von kürzeren Kurbeln zu profitieren. Manche Leute, die auf aufrechten Fharrädern keine Knieprobleme kennen, haben diese plötzlich auf Liegerädern. Kürzere Kurbeln löschen diese dann oft aus. Dabei ist allerdings nicht klar, dass die Knieprobleme von längeren Kurbeln herrühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theoretisch resultieren die Knieschmerzen davon, dass man stärker in die Pedale tritt und zu lange in einem hohen Gang verweilt. Auf einem aufrechten Fahrrad wird man beim sehr harten pedalieren aus dem Sattel gehoben und so merkt man, dass man das macht. Beim Liegerad wird der Rücken in den Sitz gedrückt und man hat keine direkte Rückmeldung wie stark man wirklich in die Pedale tritt. Daher überanstrengt man seine Knie, weil man zu lange in einem zu großen Gang fährt, ohne es zu merken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Vortriebsverhältnis]]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10828327?dopt=Abstract A governing relationship for repetitive muscular contraction Martin JC, Brown NA, Anderson FC, Spirduso WW, Journal of Biomechanics, August 2000]&lt;br /&gt;
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11417428?dopt=Abstract Determinants of maximal cycling power: crank length, pedaling rate and pedal speed, Martin JC, Spirduso WW, European Journal of Applied Physiology, May 2001]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/cranks.html Cranks] von der Website   [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antriebstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wikipedalia.com/index.php?title=Kleiner_Querschnitt_%C3%BCber_Tandems_mit_gro%C3%9Fem_Reifenquerschnitt&amp;diff=8373</id>
		<title>Kleiner Querschnitt über Tandems mit großem Reifenquerschnitt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wikipedalia.com/index.php?title=Kleiner_Querschnitt_%C3%BCber_Tandems_mit_gro%C3%9Fem_Reifenquerschnitt&amp;diff=8373"/>
		<updated>2014-02-17T13:14:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stratege-0815: /* Patrick und Christine */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das [[Mountainbike]] hat den Markt für [[Solo]]s revolutioniert. Welche Auswirkungen haben die MTB-Technologien für den Tandemmarkt? Ergeben Mountain-Tandems Sinn? Und wenn das so ist, für wen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Binsenweisheit, dass 90% der Solo-MTBs nie den Asphalt verlassen. Ernsthaftes Fahren abseits der Straße erfordert viel Geschicklichkeit und Kraft seitens des Fahrers.&lt;br /&gt;
Die größere Länge eines Tandems vermindert deutlich die Manövrierfähigkeit. Der unebene Untergrund schlägt beim Hintern des [[Stoker]]s deutlich mehr durch als ein paar Schlaglöcher auf der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen glaubte [[Sheldon Brown]] nicht daran, dass Mountain-Tandems jemals eine bedeutende Nische beim Fahrradfahren wird. Bedeutet das, dass diese Mountainbike-Tandems dazu verdammt sind, eine esoterische Randerscheinung der Tandemszene zu bleiben? Er glaubte nicht daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer kauft überhaupt Tandems? Mancher kauft Tandems, weil sie schnell sind. Zwei energische und enthusiastisch Tandemisten, die aufs Draufloshämmern vorbereitet sind, verblasen jeden Solo-Fahrer. Jedoch sind diese gleichwertigen sportiven Fahrradfahrer nicht die üblichen Tandemkäufer.&lt;br /&gt;
==Patrick und Christine==&lt;br /&gt;
Die typischen Tandemkäufer sind verheiratete Paare. Patrick ist ein ernsthafter Fahrradfahrer und Christine nicht. Möglicherweise fühlt sich Patrick schlecht, weil er ständig ohne Christine Fahrrad fahren geht. Möglicherweise ist auch Christine eifersüchtig, weil Patrick viel Zeit auf dem Fahrrad verbringt. Sie haben versucht gemeinsam auf Solos auszufahren, jedoch mochte Patrick es nicht, ständig langsamer zu fahren, und auf Christine zu warten und Christine hat sich unter Druck gesetzt gefühlt, zu schnell und zu weit zufahren. Daher ist das Tandem die offensichtliche Option zur Problemlösung und es wird eines angeschafft. Patrick wird [[Kapitän]] und Christine [[Stoker]]. Manchmal löst das ihre Probleme und sie werden aktive Tandemfahrer und sie leben glücklich bis zum Ende Ihrer Tage...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglücklicherweise passiert dieses märchenhafte Ende so gut wie nie. Viel zu viele Tandemfahrer fahren ein paar Male zusammen, dann wird das Fahrrad in die Garage gestellt, weil der Stoker es nicht mag. Es gibt zwei konkrete Gründe für die Abneigung des Beifahrers: Angst und Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Patrick ein Geschwindigskeitsdämon ist und vom ersten Augenblick an das volle Geschwindigkeitspotenzial des Tandems ausnutzt, wird Christine sehr ängstlich sein. Christine ist nunmal kein ernsthafter Fahrer, wie wir uns erinnern. Daher hat sie keine Erfahrung mit Hochgeschwindigkeitsfahren - auch nicht, wenn sie die Kontrolle hat. Auf dem Fahrrad sehr schnell unterwegs sein, ohne Kontrolle über das Fahrrad zu haben und eingeschränkter Voraussicht in Kombination mit einem unerfahrenen [[Kapitän]] ist eine traumatische Erfahrung für die erste Ausfahrt auf einem Tandem und dürfte so gut wie sicher auch die letzte sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar falls Patrick ein rücksichtsvoller und erfahrener Pilot ist, wird Christine durch Wunde stellen am Hinterteil leiden. Patricks Beine sind so stark, dass sie mehr Körpergewicht tragen. Er wird also nicht so hart im Sattel sitzen wie Christine. Was aber noch schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass Christine Bodenunebenheiten nicht auf sich zukommen sehen kann, so dass sie ständig Prügel von Ihrem [[Sattel]] auf ihr hinteres Ende erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls sich Patrick und Christine als Ersttandemkäufer für ein Mountainbike-Tandem entscheiden, haben sie eine gute Chance, dass es für sie funktionieren wird und sie die frühen Fallstricke vermeiden. Hauptgründe hierfür sind [[Lenker]] und [[Reifen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lenker==&lt;br /&gt;
Ein Kapitän auf dem Tandem zu sein, ist deutlich anstrengender für die obere Körperhälfte als das Fahren auf einem Solo. Beim Solo wird das Steuern und Balance halten im Wesentlichen durch Gewichtsverlagerung erledigt. Beim Tandem - insbesondere mit einem unerfahrenen Stoker - ist das Gesamtgewicht mehr oder weniger komplett unter der Kontrolle des Kapitäns. Daher muss der Lenker mit deutlich mehr Kraft bewegt werden und Tandems werden überwiegend mit breiteren Lenkern als Solos ausgestattet. Aber sogar 44 oder 46 cm breite [[Dropbar]]s geben weniger Gefühl der Kontrolle als ein [[aufrecht|gerader Lenker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitänsneuling (der auch ein erfahrener Solo Fahrer sein kann) hat mit geraden Lenkern bessere Kontrolle. Der Stoker wird diese bessere Kontrolle spüren, sich sicherer fühlen und entspannter sein. Zusätzlich wird das Tandem langsamer fahren, was für einen nervösen Stoker ein deutliches Plus darstellt. Falls dem Kapitän die vielen unterschiedlichen Handpositionen des Dropbars fehlen, können [[Lenkerhörnchen]] nachgerüstet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reifen==&lt;br /&gt;
Sattelprobleme für den Stoker sind leider sehr real und es gibt viele Ansätze, diese zu lösen. Dazu gehören breitere Sättel, gefederte Sättel, gefederte [[Sattelstütze]]n und Kombinationen aus all diesen. Eine weitere Angriffsmöglichkeit, die Erfolg verspricht, ist der Einsatz von breiteren [[Reifen]] mit niedrigem Luftdruck. Tandems mit Straßenlaufrädern (622 mm/[[28 Zoll|700c]] oder 630mm/[[27 Zoll|27&amp;quot;]]) haben keine vergleichbare Auswahl an breiten Reifen mit Straßen[[profil]] zu 559mm/[[26 Zoll|26&amp;quot;]] Laufrädern. Ein breiterer Reifen dämpft nicht nur mehr sondern erzeugt auch auf nicht perfekten Straßen eine höhere Stabilität des Fahrzeugs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sind Mountainbike-Tandems komfortabler und weniger angsteinflößend für den Stoker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Pluspunkt für MTB-Laufräder sind ihre höhere Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Schmalbereifte Tandems werden (im englischen) oft auch &amp;quot;Tantrum&amp;quot; (zu Deutsch &amp;quot;Wuntanfall&amp;quot;) betitelt, weil sie oft Reifen-, Speichen- und Felgenprobleme haben. Hochwertige schmalbereifte Tandemlaufräder haben mindestens 40 und häufiger sogar 48 [[Speiche]]n. Die natürliche Dämpfung der Mountainbike-Reifen erlaubt den Einsatz ordinärer 36-Speichen Laufräder bei exzellenter Zuverlässigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geometrie==&lt;br /&gt;
Man sollte sich bewusst machen, dass einen größeren Geometrieunterschied zwischen mountainbikeartigen Tandems und  solchen Tandems gibt, die für echten Geländeeinsatz konzipert sind. Das ist die [[Tretlager]]höhe. Tandems haben wegen des längeren [[Radstand]]es im allgemeinen höher gelegte Tretleger zu vergleichbaren Solos. Dieser Radstand bring des Tretlager näher an den Untergrund, wenn man über eine Hügelkuppe fährt. Tandems für ernsthaftes Geländeradfahren benötigen soger für Mountainbikeverhältnisse extra hochgelegte Tretlager. Diese Fahrräder sind für den Straßeneinsatz nicht die erste Wahl, weil die extra hohen Tretlager das Anfahren und Anhalten schwieriger machen. Zumindest für weniger erfahrene [[Tandemist]]en ist das so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
Man sollte hier nicht den Eindruck haben, dass straßenspezifische Tandems in irgendeiner Form obsolet seien. Der zentrale Punkt der obigen Ausführungen ist lediglich, dass die meisten Paare beim erstmaligen Kauf, durch den Griff zum Mountainbikeartigen-Tandem eher einen positiven Anfang machen können und dir Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass es in der Garage Staub sammelt. Diejenigen, die sich in Ihrer Tandemkarriere weiterentwickeln und sich sorgen, dass die Grenzen, die diese Art Tandems mit sich bringen, auf Dauer den Spaß verderben könnten, können später immer noch ihr Gefährt tauschen. Weil Tandems meistens einen besseren Werterhalt haben als Solos, wird das keine allzu teure Angelegenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://sheldonbrown.com/tandfat.html The Skinny on Fat Tire Tandems] von der Website   [http://sheldonbrown.com Sheldon Browns]. Originalautor des Artikels ist [[Sheldon Brown]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tandem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheldon Brown]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stratege-0815</name></author>
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