Schlauchlose Reifen

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Pneumatische Reifen für Fahrradbereifung haben bis in die letzten Jahre Schläuche - luftdichte, doughnutförmige Ballons - benutzt. Motorgetriebene Fahrzeuge hatten mehr oder weniger bis in die 1960er Jahre hinein Schläuche. Innerhalb weniger Jahre wurden schlauchlose Systeme nahezu allgegenwärtig bei diesen Fahrzeugen.

Statt eines Schlauchs verschließt ein schlauchloser Reifen hermetisch mit den Felgenflanschen ab.

Die Felge muss luftdicht sein. Der Reifen hat eine glatte Dichtungssitzfläche, die durch den Luftdruck auswärts von innen gegen die Felgenflanken gedrückt werden. Der Montageprozess erfordert den Eisnatz von Seifenlauge oder einer speziellen seifenartigen Flüssigkeit, die den Reifen schmiert und einen semiverschließende Funktion aufweist. Zudem wird eine etwas glitischge Oberfläche hergestellt, die die Reifenwülste auf den Stufen der Felge befestigen.

Die Felgen motorbetriebener Fahrzeuge haben hohe Flansche, die es leicht machen, eine Versiegelung zu erzeugen. Die wesentliche kleineren Flansche einer Fahrradfelge machen das schwieriger. Auch haben Fahrradfelgen Speichenlöcher, die bis in das Felgenbett reichen. Felgenband schützt die Schläuche davor, in diese Löcher einzudringen. Es ist jedoch klassischerweise nicht luftdicht ausgelegt.

Seit ungefähr 2010 kamen schlauchlose Systeme für Fahrradreifen auf. Sie wurden zuerst auf dem Ersatzteilmarkt angeboten, sind inzwischen bei hochwertigen Fahrrädern aber fast schon Standard.


Schlauchlose Systeme

Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene System für schlauchlose Reifen:

  1. Ein Tubeless-Ready System kann mit einer doppelwandigen Felge mit normalen Speichen un eingelassenen Speichenlöchern eingesetzt werden. Jedoch sind nicht alle diese Felgen passend für schlauchlosen Betrieb. Ein spezielles abdichtendes Felgenband wird eingesetzt. Dieses System für den Straßenbetrieb mit Reifen für schlauchlosen Betrieb als recht zuverlässig eingeschätzt. Es werden jedoch gelegentlich Berichte laut, bei denen die Reifen von der Felge rollen. Ein tubeless-ready System muss mit einer schleimigen Dichtflüssigkeit benutzt werden, das die initiale Abdichtung übernimmt und den Reifen gegen kleine Durchstiche abdichtet.
  2. Echte schlauchlose Systeme haben doppelwandige Felgen ohne Speichenlöcher im Felgenbett. Spezielle Speichenlöcher mit Gewinde im Felgeninnenrand (quasi die Außenseite der Felge) erlauben die Montage von Schraubösen, die an speziellen Speichen befestigt sind. Manchmal ist das Laufrad auch aus einem Stück (normalerweise gerne Carbon). Ein spezieller Schlüssel muss benutzt werden, um die Ösen zu drehen. Heutzutage (2018) wird dieses System ausschließlich als Komplettsatz verkauft. Ein echt schlauchloses System kann ohne Dichtflüssigkeit betrieben werden. Allerdings erhöht Dichtflüssigkeit die Zuverlässigkeit.

Vor- und Nachteile

Die angeblichen Vorteile schlauchloser Reifen sind:

  • Ohne Schlauch kann nur ein Einschlag, der stark genug ist, ein Loch in das Gewebe des Reifens zu reißen, einen Quetschriss erzeugen. Das ist insbesondere für den Geländeeinsatz wichtig, wo gerne mit geringerem Luftdruck gefahren wird.
  • Wenn man Dichtmittel benutzt, kann dieses kleine Löcher schnell verschließen, ohne dass man flicken müsste - das ist eine wünschenswerte Eigenschaft im Gelände wo mit Dornen usw. gerechnet werden muss. Man kann Dichtmittel natürlich auch in einen Schlauch einfüllen. Dann bleibt die Sauerei zumeist im Schlauch.
  • Es gibt die Behauptung, dass sich der Rollwiderstand leicht reduziert, weil die Seitenwände des Reifens ohne Schlauch dünner sind - auf der anderen Seite sind die Seitenwände schlauchloser Reifen meistens sehr steif und steife Seitenwände sorgen für höheren Rollwiderstand - das kennt man so von Straßenreifen. Rollwiderstand kann sich auch durch die bewegende Masse des Dichtmittels erhöhen. Jan Heine von Compass Cycles hat einige Testreihen gemacht und konnte keine Verbesserung im Rollwiderstand von schlauchlosen Reifen feststellen. Bei breiten Stollenreifen für den Geländeeinsatz hat man sowieso höheren Rollwiderstand.
  • Es gibt einen geringen Gewichtsvorteil. Man sollte jedoch trotzdem einen Ersatzschlauch mit sich herumtragen für den Fall eines Durchstichs, der sich nicht mit Dichtmittel beheben lässt.
  • Außer man hat ein Problem mit Undichtigkeit halten schlauchlose Reifen die Luft länger als reifen mit Schläuchen
  • Nicht alle konventionellen Reifen bleiben auf der Felge, wenn sie schnell platt werden oder platzen. Ein schlauchloser reifen bleibt auf der Felge. Das ist ein echter Sicherheitsvorteil und erlaubt es einem Fahrer im Falle eines Falles langsam zum nächsten Fahrradladen oder nach Hause zu fahren. Danach müsste der reifen dann aber in jedem Fall getauscht werden.
  • Man erlangt Ansehen, weil man die neueste und großartigste Technologie kauft.
  • Man hat Spaß(?) dabei, sich mit der neuesten und großartigesten Technologie zu befassen.

Nachteile sind:

  • Schlauchlose Reifen sind ein teures Luxusprodukt.
  • das beste schlauchlose System erfordert den Kauf eines neuen Laufradsatzes, was die Kosten weiter erhöht. Die Auswahl ist überschaubar. Umrüsten von Felgen, die eigentlich nicht für schlauchlose Reifen vorgesehen sind, ist manchmal möglich, bei diesen hört man jedoch von Zuverlässigkeitsproblemen.
  • Road tubeless tires can't safely be run at as high pressure as ones with tubes, due to the risk of lifting off the rim (YMMV of course and tubeless for road bicycles is not yet a mature technology.)
  • Tires with tubes win on ease of installation and replacement. The fit between a tubeless tire and the rim is tight. Special care must be taken to avoid tools' damaging rim flanges and tire beads; metal tire levers must never be used. Except for a skilled home mechanic, replacing a tire requires service at the bike shop. The tradeoff is between more flat tires with easier replacement, and fewe with more difficult replacement.
  • A blast of air from a compressor is often needed to seat the tire on the rim. A frame pump works too slowly to pop the tire into place to form a seal. Some tubeless-tire manufacturers claim that a floor pump will do -- particularly with a skinny tire which inflates quickly. Some newer frame pumps are designed to release a blast of air, though. A CO2 cartridge might work, especially with a skinny tire, but the tire must be deflated and reinflated during installation, and that takes two cartridges. The valve core must be removed during the first inflation to allow rapid airflow.
  • Because special sealing liquid must be sprayed or painted on the tire beads to form the initial seal, you would have to carry this with you to re-install a tubeless tire on the road. If the hole in the tire is too large for sealant to plug, then sealant must be cleaned off, and patching is iffy. In the event that the tire has a gash which requires a boot, there must be a tube inside to hold the boot in place. (With an inner tube, booting the tire and patching or replacing the tube are separate issues.) All in all, if you get a flat on a ride, and sealant doesn't stop the leak, you had better carry a tube -- and tools to remove the tubeless valve, which is attached to the rim -- or have a team car with replacement wheels following you. Lifting the tire to install the tube is difficult and messy.
  • Sealant, needed to prevent air leakage with some tubeless tire/rim combinations, dries out and must be replenished every few months.
  • There have been claims of the ability to run a tubeless tire at lower pressure. This is in our opinion largely marketing spin. One manufacturer claims that its road tires can be run at 13% lower pressure. That is only marginally significant. Using a somewhat fatter tire allows lower pressure, increases ride comfort, and has been shown not to increase rolling resistance. A fatter tire with a tube, properly inflated, also will avoid pinch flats, and by keeping the rim higher off the road, also avoid rim damage.
  • Is running at lower pressure an advantage, or is it a limitation? There are reported cases of tubeless tires' blowing off rims if inflated hard. Neither do they hold air as well at low pressure (for example, with off-road tires). Slight movements of the tire against the rim can cause a tire to "burp". This occurs when the tire casing is subjected to greater lateral load than it will stand, so that a short section of the sealing surface opens up and lets out air. The cyclist may detect this only later by the presence of some sealant along the rim/tire joint. However, once a tubeless tire's pressure has decreased so it no longer forms a seal, it will suddenly deflate. A friend of mine broke his hip during a cyclocross race that way.
  • Any loose item inside the tire will roll around and possibly make noise. With an inner tube, air pressure holds debris in place.

Allgemeine Schlussfolgerungen des Autors

It has been over 50 years since tubeless tires came to dominate the automotive market, and they are only now being introduced for bicycles. That isn't a question of lagging technology as much as it is one of what is most practical.

Top-quality bicycle equipment has become far more expensive over the past few decades, even after adjusting for price inflation. The authors of this article look at today's prices for top stuff and think, "It isn't worth it." But the bike companies have customers who don't think the way we do. People enjoy spending ever-more money on their hobbies, pursuing ever-diminishing returns. From wine snobs to folks buying stuff to make their Ford Mustangs go faster, that's how some people behave.

Even if people don't know why, or whether, something is better, it gives them something to talk about, and about which to feel pride of ownership.

The authors of this article developed our tastes in an era when it was possible to maintain almost anything on a bike with a few simple tools. We took pride in being able to perform minor repairs and complete our day's ride. Today, a torque wrench and the expertise to use it properly are mandatory with the fancier equipment, making a cell phone the preferred tool in case of a problem when out on a ride.

All in all, tires with inner tubes are by far the best choice for bicyclists interested in self-sufficiency and reasonable value for money. This might change with improvements in technology, but that is our judgment now.

So if we are puzzled by the "appeal" of tubeless tires, it's because we are on a different operating system from the intended customers.

Siehe auch

Roadbikerider advice on tubeless tires

Stan's No Tubes installation advice

Jan Heine's article about risks of road tubeless

Heine's article about rolling resistance

The Tubes, "What Do You Want From Life" (video on YouTube)

Quelle

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Using Tubeless Bicycle Tires von der Website Sheldon Browns. Originalautor des Artikels ist John Allen. Ergänzungen wurden von John Forester und John Schubert beigesteuert.