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Dieser kurze Artikel soll die Vorteile einzelner Bremsentypen darstellen und verweist auf weiterführende Artikel, die den jeweiligen Bremsentyp tiefergehend behandeln. Da Sheldon Brown die Themen Felgenbremsen, Züge und Rücktrittbremsen gut abgedeckt hatte, liegt hier ein deutlicher Schwerpunkt.


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Felgenbremse, Rücktrittbremse oder Nabenbremse

Eine Fahrradbremse wirkt entweder auf die Felge oder an der Nabe eines Laufrads.

Felgenbremsen haben den Vorteil, dass sie sehr leicht sind, eine gute Wärmeableitung besitzen und wenig Last auf den Rahmen, die Gabel und das Laufrad ausüben. Die Wärmeleitfähigkeit ist jedoch begrenzt durch die Haltbarkeit des montierten Reifens

Nabenbremsen sind wenig störanfällig für Wettereinflüsse und werden nicht durch Dellen in der Felge oder unzentrierte Laufräder beeinflusst. Weil aber die Wärmeleitfähigkeit durch die wesentlich kleinere Fläche, auf der gebremst wird, eingeschränkt ist, können sie sehr heiß werden. Nicht alle Nabenbremsen sind dafür ausgelegt.

Alle Fahrradbremsen werden mit Bremsgriffen über Züge oder Hydraulikleitungen bedient. Einzige Ausnahme bildet hier die Rücktrittbremse, die mit den Füßen bedient wird. Sie war im späten 19. Jahrhundert eine beliebte Neuentwicklung, weil man nicht mehr Fixed-Gear fahren musste.

Auf dieser Seite finden sich viele verschiedene Artikel zu den unterschiedlichen Bremsentypen

Artikel über Felgenbremsen

Felgenbremsen sind am leichtesten, weil die Felgen hier als Bremsscheiben dienen. Die Laufräder müssen gut gercihtet werden, damit Felgenbremsen geschmeidig fumktionieren - daher beinhaltet Wartung der Bremsen auch immer Wartung der Laufräder. Wenn die Felgen nass werden, reduziert sich die Leistung der Felgenbremsen, bis die Bremsbeläge die Felge getrocknet haben. Das ist ein ernthaftes Problem bei chromierten STahlfelgen und weniger ein Problem bei ALuminiumfelgen. Aluminium leitet Hitze gut ab. Daher hilft die Außenseite der Aluminiumfelge beim Abbau der Reibungshitze. Nichtsdestotrotz tendieren Reifen beim Tandem zum Überhitzen bei langen Bergabfahrten. Selbst bei einem Solo Fahrrad können sich Flicken lösen, weil die Vulkanisierflüssigkeit wieder flüssig wird. Felgenbremsen verschleißen die Felgen und eine Aluminiumfelge kann auch manchmal nur wenige tausend Kilometer halten, wenn die Bedingungen matschig oder sandig sind. Kohlefaserverstärkter Kunststoff-Felgen (Carbon) leiten Hitze denkbar schlecht ab, daher werden die Reifen nicht so schnell heiß, dafür aber die Bremsfläche an den Felgen. Carbonfelgen und Felgenbremsen sind eine schlechte Kombination wegen des Verschleißthemas.

Artikel über Rücktrittbremsen

Artikel über Scheibenbremsen

Artikel über Trommelbremsen

Obwohl Trommelbremsen sehr witterungsbeständig sind, variiert ihre Leistung stark. Sie sind zumeist bei Nutzrädern anzutreffen, weil sie so witterungsbeständig sind. Jedoch widerstehen nur wenige Modelle bei langen Abfahrten einer Überhitzung. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Größe der Trommel zur Bremsleistung und zur Widerstandsfähigkeit gegen Überhitzung beiträgt. Eine in die Nabe integrierte Trommelbremse läuft Gefahr durch Nabenschmiermittel kontaminiert zu werden. Wenn die Trommel verschließt, müssen die Nabe und oft das ganze Laufrad ersetzt werden. Wenn die Trommelbremse ein außenliegendes Bauteil ist, trifft das nicht zu.

Artikel über Rollerbrakes

Die Shimano Rollerbrake ist eine Variante der Trommelbremse, die an die Nabe an eine spezielle AUfnahme geschraubt wird, die es nur bei Shimano Nexus und Nexave Naben gibt. Als außenliegende Bremse kann man die Rollerbrake einzeln ersetzen. Es gibt sie in verschiedenen Größen.

Artikel über Bandbremsen

Bandbremsen haben ein flexibles Band, das außen um eine Bremstromel liegt und festgezogen wird, wenn man die Bremse bedient. Diese Bremsen sind leichtgewichtig und haben einige Nachteile.

Artikel über Tandembremsen

Exotische oder veraltete Bremsentypen

Zuggestängebremsen können sowohl Felgen- als auch Trommelbremsen sein, werden jedoch durch eine mechanisches Gestänge statt durch Bowdenzüge bedient. Man findet Sie oft bei Roadstern.

Montiere immer zwei Bremsen!

Mit einigen wenigen Ausnahmen, sollte jedes Fahrrad mit zwei unabhängig voneinander zu bedienenden Bremsen ausgestattet werden. Eine der Bremsen kann früher oder später ausfallen und dann wirst Du die zweite Bremse absolut benötigen.

Die Ausnahmen sind folgende:

  • Fixed Gear Straßenfahrräder. Diese benötigen schlicht eine Vorderradbremse, weil man das Hinterrad mit Druck gegen die Pedale verlangsamen kann. Aber Achtung: In Deutschland ist diese Art Hinterradbremse nicht erlaubt (bzw. befindet sich auf rechtlich unsicherem Boden) und kann zu empfindlichen Strafen führen.
  • Bahnräder, die ebenfalls Fixed Gear Antrieb haben. Bei dieser Sportart ist der einzige Verkehr derjenige auf der Bahn und abruptes Anhalten würde zu schrecklichen Unfällen führen können.
  • Tandems und andere Fahrräder, die schwere Lasten tragen. Diese sollten sogar mit drei Bremsen ausgestattet werden. Es werden eine kraftvolle Vorder- und Hinterradfelgenbremse benötigt und eine Trommel- oder Scheibenbremse für kontrolliertes Bergabfahren.

Siehe auch

Quelle

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bicycle Brake Choices von der Website Sheldon Browns. Originalautor des Artikels ist Sheldon Brown.