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Bitte stellt keine Fragen per Email oder per Telefon zu alten Raleigh Fahrrädern. Alle Informationen, die wir besitzen stammen von Sheldon Brown und sind hier oder auf der Seite Altersbestimmung von Raleigh Fahrrädern hinterlegt.

Viele Jahrzehnte lang war in vielen Teilen der Erde das Raleigh "Sports" Drei-Gang-Fahrrad als das beste Transportmittel mit Muskelkraft betrachtet. Diese Fahrräder waren keine Spielzeuge und trotz des Modellnamens waren sie keine Sportgeräte. Sie waren schlicht ernsthafte Fahrzeuge. Im Großen und Ganzen haben die Männer und Frauen, die diese Fahrräder bauten, sie auch selbst als Haupttransportmittel gefahren.

Die meisten modernen Fahrräder sind als Blickfang im Verkaufsraum gebaut, um jemanden zum Kauf zu bewegen. Das war beim Raleigh Sports ganz anders. Sie waren als stabile und zuverlässige Transportmittel für die britische Öffentlichkeit zu einer Zeit, in der sich nur die Reichen und Schönen ein Automobil leisten konnten, gebaut. Diese Fahrräder waren auf 100 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, wenn man sie richtig pflegte.

Komplett aus Stahl ("The All Steel Bicycle")

Zeitgenössische Fahrräder besitzen viele Bauteile aus Aluminium, um Gewicht zu sparen, Haltbarkeit und Korrosionsschutz zu erreichen. Zeitgenössische billige Fahrräder, die mit Stahlfelgen, -kurbeln, -lenkern oder -bremsen ausgestattet sind, haben dies als Abkürzung im Produktionsprozess und um ein klein wenig Geld zu sparen. Stahlfelgen, -kurbeln usw. sind ein Zeichen von minderer Qualität und Zielen auf den kleinst möglichen Preis ab.

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war das Wort Stahl in Großbritannien magisch. Großbritanniens Aufstieg zur führenden Supermacht während der industriellen Revolution basierte unter anderem auf seiner Stahlindustrie und die neuen Technologien, die damit möglich waren: Stahlschiffe, Stahlbrücken und natürlich Stahlfahrräder. Raleigh führt ursprünglich den Werbeslogan "The All Steel Bicycle" ein, um Ihre Produkte von den Wettbewerbern abzuheben, die zum Teil Gusseisen als schwerere und plumpere Technologie für einige kritische Komponenten einsetzten.

Das Mysterium Stahl führte dazu, dass die Britische Fahrradindustrie sich mit neuen Materialien wie Aluminium sehr schwer tat. Viele Britische Fahrradfahrer glaubten zum Teil bis in die 1960er Jahre hinein noch, dass beispielsweise Stahlfelgen den neuen AAluminiumfelgen überlegen seien. Aus heutiger Sicht erscheint das lächerlich. Wenn man jedoch alte Stahlfelgen von Dunlop in die Hand nimmt, erkennt man ein sehr respektables und gut gemachtes Produkt.

Die Tatsache, dass Raleigh Drei-Gang-Fahrräder aus Stahl hergestellt sind, sollten Dich nicht dazu verleiten, sie in irgendeiner Form als billig und geringwertig anzusehen. Sie waren das beste Nutzfahrrad, das man für Geld kaufen konnte.

Raleigh Drei-Gang-Fahrräder wurden etwa zum Jahrhundertwechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert in den Markt eingeführt und erreichten ihren qualitativen Höhepunkt etwa in den 1950er Jahren. Sie wurden bis in die Mitte der 1970er Jahre weiter in Nottingham produziert, als sie dann durch den Glanz der 10-Gang-Fahrrad-Mode von der Baby-Boom Generation nicht mehr im Fokus des Kaufinteresses standen.

Die Raleigh Fabrik

Bei einem modernen Unternehmen läuft der Herstellungsprozess eines Fahrrads wie folgt ab. Sie bauen (wenn überhaupt) einen Rahmen. Sie kaufen Rohrsätze von einem Rahmenrohrhersteller, schneiden und schweißen sie zu einem Rahmen zusammen., lackieren ihn und bauen Bauteile von verschiedenen spezialisierten Komponentenherstellern ein. Tatsächlich machen mache wohlbekannte Marken noch nicht einmal das selbst. Sie lassen sich Fahrräder nach ihren Spezifikationen bauen und lassen ihren Namen darauf lackieren und lassen sie von verschiedenen Komponentenherstellern bestücken. In Wirklichkeit sind diese Firmen also Handelsunternehmen auch wenn sie als Hersteller bekannt sind.

Raleigh hat in seinen ruhmreichen Jahren (bis in die 1960er Jahre hinein) das absolute Gegenteil in ihrer riesigen Fabrik in Nottingham, die 40 Morgen umfasste und fast 7.000 Menschen beschäftigte, gemacht. Ein Raleigh Fahrrad bestand aus einem Raleigh Rahmen, der aus Raleigh Rohren hergestellt war, die mit Raleigh Muffen gelötet wurden. Dazu kamen ein Raleigh Innenlager, eine Raleigh Kurbel, Raleigh Pedale, ein Raleigh Steuersatz, ein Raleigh Lenker, ein Raleigh Vorbau, Raleigh Naben (Sturmey-Archer war ein Raleigh Tochterunternehmen), und sogar Raleigh Speichen. Alle diese Bauteile wurden auf dem gleichen Fabrikgelände hergestellt.

Die Sättel waren von Brooks - eine weitere Raleigh Tochter. Die Felgen und Reifen kamen von Dunlop. Dieses Unternehmen war eng mit Raleigh verbandelt.

Dieser hohe Integrationsgrad wurde in der Fahrradindustrie so nie wieder erreicht. Nur Schwinn kam dem zu seiner besten Zeit sehr nahe.

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Altersbestimmung eines Raleigh Drei-Gang-Fahrrads

Falls Dein Fahrrad eine Sturmey-Archer Nabe (zwischen 1930 und etwa 1990) hat, sollte auf der Nabe das Produktionsjahr, das dem Herstellungsjahr des Fahrrads entsprechen sollte, verzeichnet sein. In den 1930er Jahren wurde nur eine Ziffer benutzt (z.B. "6" für 1936). Danach wurden zweistellige Datumswerte eingestanzt.

Für den Fall, das Du nicht sicher bist, dass das Hinterrad original ist, kannst Du mit folgender Tabelle, das ungefähre Herstellungsjahr bestimmen. Möglicherweise kann man anhand der Seriennummer des Rahmens ein Jahr bestimmen. Die weiter unten angegebenen Seriennummern sind nur fragmentarisch und dementsprechend lückenhaft. Manche Fahrräder sind wesentlich neuer als es die Seriennummer vermuten ließe.

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Änderung der Ausstattung über die Jahrzehnte (unfertige Auflistung)

In den folgenden Tabellen hat Sheldon Brown für Fahrräder, die er zur Wartung in der Werkstatt hatte, zusammengestellt wie diese ausgestattet waren, wenn er vermutete, dass sie im Originalzustand waren. Möglicherweise ist manche Ausstattung anachronistisch. Jedoch glaubte er, dass diese Informationen gut genug sind.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Qualität der Fahrräder in den 1950ern ihren Höhepunkt erreicht hat und Anfang der 1960er Jahre deutlich nachließ, weil die Unternehmensleitung nach Wegen suchte, die Fahrräder billiger zu machen.

Die Tabelle fokussiert sich auf die "Sports" Linie der Marken Raleigh, Rudge und Humber. Die Luxusmodelle "Superbe" waren sehr ähnlich ausgestattet. Sie unterscheiden sich in den Sätteln, einer abschließbaren Gabel und dem Einsatz eines Lichtsystems mit Dynohub Nabe. Dynohubs waren für die "Sports" Modelle als Option gegen Aufpreis erhältlich.

Am unteren Ende bei den Marken Dunelt, Phillips, Robin Hood, Triumph usw. wurden ähnliche Technologien eingesetzt. Sie waren jedoch durchweg mit Matratzensätteln und Endrick-Felgen ausgestattet. Ihnen fehlten die Anlötaufnahmen für Kettenschutz und die Schutzblechstreben waren geschraubt und nicht geschweißt. Die Bremszüge waren mit Zugklemmschraube gesichert.

Jahr Bremsen Kettenschutz Anlötaufnahme Ausfallenden Pedale Umlenkrolle Sattel Speichen Reifen
1945?
Rudge-Whitworth
Raleigh gelötet Kettenkasten Raleigh Nottingham Stahlgeklemmt B73
große Aussparungen
32/40
Dieses Modell war definitiv ein Kriegsmodell. Lenker, Kurbeln, Bremshebel, Gabelkrone und Züge waren schwarz lackiert. Chrom war strategisches Kriegsmaterial und war für Zivilisten nicht käuflich zu erwerben. Vorbau und Bremszangen waren verchromt. Das Fahrrad hat Endrick-Felgen. Die Lampenhalterung ist mit der Schraube der Vorbauklemmung statt im Steuersatz befestigt. Das Tretlagergehäuse hat einen geschraubten Öler.
1949 Ladys Sports Raleigh gelötet
Glattes schwarzes Gehäuse
Kettenkasten Gepresst und geschlitzt Raleigh Nottingham Stahl geklemmt B66 32/40

Am Unterrohr das "The All Steel Bicycle" Logo (klein); Sitzrohr "Raleigh"; Felgen mit matter Mitte; Tretlageröler linke Seite, Verschluss Feder/Kugel.

1949 Raleigh gelötet
Glattes schwarzes Gehäuse
Kettenkasten Geschmiedet Raleigh Nottingham Stahl geklemmt B66 mit langen Löchern 32/40 Dunlop Sports Reifen
Sitzrohr vertikal: "RALEIGH The All Steel Bicycle", Oberrohr "Made in England" in Kursivschrift, Unterrohr: Keine Markierungen; Felgen mit matter Mitte; Lampenhalterung an der Schraube der Vorbauklemmung; Dynohub mit schwarzen Muttern und schwarzen Kabelklemmen; Schwarze Schrauben mit Sechskantkopf an Schutzblechaufnahme; Schwarz lackierte Aluminium Pumpe; Stahlsattelstütze, die am oberen Ende geschlossen ist.
1952 Raleigh gelötet Kettenkasten Geschnmiedet Raleigh Nottingham Angelötet Brooks B66 32/40 Dunlop Sports

Obwohl dieses Fahrrad an "Sports" Modell war, ist es recht luxuriös mit einem B66 Sattel, Kettenkasten, Dynohub Lichtanlage (vorne und hinten) und einem Raleigh Industries Fahrradständer ausgestattet

1952 Ladys Sports Raleigh gelötet
Glattes schwarzes Gehäuse
Kettenkasten Geschnmiedet Raleigh Nottingham Stahl geklemmt 32/40
Felgen mit matter Mitte; Tretlegeröler linke Seite mit Feder/Kugel-Verschluss; Graue Gummilenkergriffe "Bullet"
1953 Raleigh gelötet
Glattes schwarzes Gehäuse
Kettenkasten Geschnmiedet Raleigh Nottingham Angelötet B66 32/40
Felgen mit matter Mitte; Tretlegeröler linke Seite mit Feder/Kugel-Verschluss; Aluminium AW Nabe; Rote Nadelstreifen auf den Schutzblechen
1954 Raleigh gelötet Kettenkasten angelötet Geschmiedet Raleigh Nottingham Gelötet 32/40
Felgen mit matter Mitte; Kopfmuffen mit einfachem Schwung
1956 Raleigh gelötet Kettenkasten angelötet Geschmiedet Raleigh Nottingham Gelötet 32/40
Felgen mit matter Mitte; Tretlageröler rechte Seite, Metallklappdeckel
1957 Raleigh gelötet
geripptes weißes Gehäuse
Kettenkasten angelötet Geschmiedet Gelötet Brooks B66 32/40
Sturmey-Archer SW Nabe mit Datum "57 2" und Metallöler; Tretlageröler (Metall) rechte Seite; Brooks B66 Sattel, Dynohub Vorderradnabe
1960 Raleigh gelötet Kettenkasten angelötet Geschmiedet Raleigh Nottingham Metall geklemmt Brooks B66 32/40
Kunststofflenkergriffe "Bullet"; Vorderradnabenöler mit Feder/Kugel Verschluss
1961 Raleigh gelötet Kettenkasten angelötet Geschmiedet Raleigh Nottingham Metall geklemmt Brooks B72 32/40
Wartbare Blockpedale, die nicht als "Raleigh" gekennzeichnet sind
1962 Raleigh geschmiedet
Weiße gerippte Züge
Geschmiedet Plastik einteilige Klemmung 32/40

Groß "RALEIGH" auf Unterrohr; "SPORTS" auf Sitzrohr in rot und weißen Rahmenlinien

1963 Raleigh geschmiedet
Weiße gerippte Züge
Keine Gestanzt Raleigh Nottingham Plastik einteilige Klemmung 32/40
Rotes Fahrrad mit weißen Schutzblechen und Kettenschutz
1965 Raleigh geschmiedet Keine Gestanzt Raleigh Nottingham Plastik Brooks B72 32/40
Glänzende Felgen; Decals alte Version auf Unterrohr
Raleigh geschraubt Zwei Gestanzt Oval, keine Kugeln Plastik Brooks B72 32/40 Dunlop Nylon Sprite Gumwall Airseal Schläuche
Keine Pumpenaufhänger;Sturmey-Archer Raleigh Felgen
1968 Damenrad
"Sports", Grün
Raleigh geschraubt Aufnahmen für Hockeyschläger Gestanzt Raleigh Nottingham (original?) Plastik Brooks B72 32/40
"Sports" auf Unterrohr, neues "Raleigh" Logo auf Kettenschutz; Splintmuttern tragen ein rotes "R"; kein Tretlageröler
1969 Raleigh geschraubt Keine Gestanzt Oval, keine Kugeln Plastik Brooks B72 32/40 Dunlop Nylon Sprite Gumwall Airseal Schläuche
Altes Logo auf Unterrohr; neues Logo auf Kettenkasten; Muttern der Vorderachse tragen ein rotes "R"; Kein Tretlageröler
1970
Damenrad Rudge
Raleigh geschraubt
geripptes schwarzes Gehäuse
Zwei Gestanzt Raleigh Logo
nicht wartbar
mit Reflektoren
Plastik 32/40 Dunlop Nylon Sprite 2
Weiße Linien
Kleines Logo auf dem Unterrohr; Goldener Aufkleber auf Sitzrohr; Glänzende Felgen; Hinteres Schutzblech hat vier Streben; rotes "R" auf den Splintmuttern
1973 Raleigh Selbstjustierend Gestanzt Raleigh Logo; nicht wartbar 36
Späterer modern aussehende Decals
1976 Sechskantkopf Bremsenhalterung Kettenkastenaufhänger;
Halterungen an hinterer Bremse
Gestanzt Raleigh Logo; Nicht wartbar Am unteren Ende des Sitzrohrs geklemmt Brooks Matratze Raleigh Gumwall Reifen
1980 Damenrad (Canada) Weinmann Aluminium eine am Unterrohr Gestanzt Raleigh Logo; nicht wartbar Am unteren Ende des Sitzrohrs geklemmt Brooks B-72 (Original?) 36 Raleigh "Red Dot" Gum (Korea)
Kaffefarben mit bronzenem Steuerrohr; Bronzetafel am Sitzrohr; Kettenkasten umschließt Kettenblatt vollständig und ist in ein eingeklopftes Loch am Tretlagergehäuse befestigt; Der Rahmen hat "Pletscher"-artige Rahmenbrücken, gleicht ansonsten einer Nottingham Produktion wie ein Ei dem anderen und trägt sogar das "2030" Etikett; 25,8 mm Sitzrohr; Geschlitzte Zuganschläge für die Hinterradbremse; Kein weißes Etikett am hinteren Schutzblech; Rotes "R" auf den Muttern der Vorderachse und auf dem Schrauben der Sattelstütze; Keine Logos auf den Muttern der Splinte; CPSC (Consumer Product Safety Commission) konforme Reflektorhalterung vorne statt einer Lampenhalterung

Zeitachse über Raleigh Drei-Gang-Fahrräder

Jahr Bremsen Kettenschutz Ausfallenden Pedale Umlenkrolle Hintere Nabe Speichen
1945 Raleigh Stahl mit gelöteten Zügen Vollständiger Kettenkasten Von Raleigh hergestellte Blockpedale aus Gummi, die komplett wartbar sind; mit austauschbaren Trittflächen Metall, geklemmt Sturmey-Archer AW (optional TCW mit Rücktrittbremse) 32 vorne, 40 hinten
1949 Gepresst und geschlitzt Metall, angelötete Aufnahme (Herrenmodelle)
Metall geklemmt (Damenmodelle)
1950
1951 Geschmiedet, Dreidimensioneles Design, um das um das Loch der Gabelscheide zu passen
1952
1953
1954 "Hockeyschläger" Kettenschutz; die Rahmen haben jedoch weiterhin Anlötteile für kompletten Kettenkasten.
1955
1956
1957 Sturmey-Archer SW
1958
1959 Sturmey-Archer AW (optional TCW oder S3C mit Rücktrittbremse)
1960 Metall geklemmt
1961
1962 "Hockeyschläger" Kettenschutz; keine Anlötteile für Kettenkasten. Plastik geklemmt
1963 Gestanzt, um zu gewölbter und geschlitzter Gabelscheide zu passen.
1964
1965
1966 "Hockeyschläger" Kettenschutz, Angelötete Aufnahmen am Unterrohr und am Sitzrohr
1967 Raleigh Stahl mit Zugklemmschraube Oval; keine Kugellager
1968
1969
1970 Nicht wartbare (Union?) Pedale mit Raleigh Logo und Reflektoren
1971
1972
1973 Selbstjustierend 36 Speichen vorne und hinten
1974
1975
1976 Sechskantkopf Befestigung

Sturmey-Archer

Jahr Achsenmuttern
rechts
Unterlegscheiben Achse Zuganschläge Schmiervorrichtung Schalthebel
1945? Einteilig schwarz
rechteckiges Sichtfenster
3-Dimensional
kein Stopfen; schwarz
1949 Einteilig Metall Metall Kein Sichtfenster
Drei- oder Viergang
1952 Einteilig Geschmiedet
gerändelt
Metall Metall Sichtfenster
Drei- oder Viergang
1957 SW Einteilig Geschmiedet
gerändelt
Metall Metall
1960 Einteilig Geschmiedet
gerändelt
Metall Plastik Kein Sichtfenster
Kein Plastik
1961 Einteilig Geschmiedet
gerändelt
Plastik Kein Sichtfenster
Kein Plastik
1963 Zweiteilig Metall Plastik
Linksseitig eingepresste Lagerschale
1965 Einteilig Plastik Plastik Kein Sichtfenster
Kein Plastik
1968 Zweiteilig Plastik Plastik Transparentes Plastik
1969 Zweiteilig Plastik Plastik Kein Sichtfenster
Kein Plastik
1970 Zweiteilig Gestanzt Metall Plastik
1973 Plastik Transparente Plastikabdeckung
1976 Schwarze Plastikabdeckung,
Körper und Hebel
1980 Zweiteilig Weißes Plastik Schwarzes Plastik Plastikabdeckung, ,
Körper und Hebel

Bauteile

Bremsen

Ältere von Raleigh hergestellte Bremsen hatten spezielle Züge, deren Enden gelötet waren. Diese Art Züge sind nicht mehr käuflich zu erwerben.

Es gab sie in verschiedenen Konfigurationen für Vorderrad-, Herrenräder Hinterrad- und Damenräderhinterradbremsen. Sie wurden mit einer Zugeinstellschraube ausgeliefert. Um die Züge zu tauschen musste man diese Zugeinstellschraube von der Bremszange lösen.

Man kann diese Züge wiederbeleben, indem man in die Hülle ein paar Tropfen Öl gibt und sie dann hin- und herbewegt.

Spätere Raleigh-Bremsenmodelle nutzen standardisierte Züge mit konventionellen Zugklemmschrauben.

Kettenkasten Anlötteile

Ältere Modelle hatten ein Anlötteil mit einem eingeklopften Loch an der rechten Kettenstrebe hinter dem Kettenblatt, an das man einen Kettenkasten befestigen konnte. Für den USA Markt wurden nach 1953 (?) diese Kettenkästen ab Werk gegen "Hockeyschläger" ausgetauscht, um Gewicht zu sparen. Jedoch blieb das Anlötteil bestehen bis in die 1970er (?) Jahre, obwohl die Fahrräder mit einem "Hockeyschläger" bestückt waren.

Einige spätere Modelle hatte einfach Anlötteile am Sitz- und Unterrohr, an das man den "Hockeyschläger" befestigen konnte.

Ausfallenden

Ältere Modelle hatte geschmiedete 3-dimensionale Ausfallenden an der Gabel und waran abgerundet an der Stelle, wo sie mit der Gabelscheide zusammentrafen. diese Ausfallenden waren auf der Außenseite versenkt, um zu den Achsmuttern zu passen, die früher eine Flanke hatten, die durch die Unterlegscheibe passte. Damit erreichte man ein sekundäres Rückhaltesystem für das Laufrad.

Spätere Modelle hatten flache, gestanzte Ausfallenden, die in die gewölbten und geschlitzten Gabelenden eingepasst waren.

Pedale

Ältere Modelle hatten Blockpedale mit Gummitrittflächen, die in der Raleigh Fabrik in Nottingham hergestellt wurden. Raleigh war der letzte Fahrradhersteller, der seine eigenen Pedale herstellte. Sie waren von hoher Qualität und vollständig wartbar. Raleigh bot sogar Ersatztrittflächen an. Es gab sie in zwei Längen. Die längere Variante war für Herrenräder, die kürzere für Damenräder.

In den späten 1960er Jahren als Kosteneinsparbewegungen einsetzten, wurden schrecklich billige Pedale, die nicht mal ein Kugellager hatten, verbaut. Die Versionen, die an den klassischen Drei-Gang-Fahrrädern verbaut wurden, hatten eine ovale Trittfläche.

Spätere Modelle hatten Pedale von Fremdherstellern (Union). Obwohl sie oft das Raleigh Logo trugen, hatten sie bei weitem nicht die Qualität der Modelle aus der Nottinghamer Produktion.

Umlenkrolle

Ältere Herrenmodelle hatten eine angelötete Fassung für die Umlenkrolle unterhalb der Sitzrohrmuffe.

Spätere Modelle hatten klemmbare Umlenkrollen. Diese waren entweder aus Metall oder Plastik und am Sitzrohr montiert.

Ältere geklemmte Umlenkrollen hatten eine zweiteilige Klemme aus stabilem Stahl. Die beiden Einzelteile wurden um das Sitzrohr herum gelegt und an der Gegenseite zusammengehakt. Umlenkrollen (Schalthebelklemmen und Klemmen für Zuganschläge) dieser Ära benötigten spezielle Muttern mit einer Flanke, die einen Kragen hatten, der in das Ende einer Klemmung passten. Der Kopf war "D" förmig, um zu verhindern, dass sie die Mutter mitdrehte, wenn man die Schraube anzog.

Spätere Umlenkrollen waren aus Plastik und die Klemmen bestanden aus einem flexiblen Stahlband. Diese hatten im allgemeinen eine viereckige Mutter, die aus eine Stahlstück gestanzt waren. Diese Lösung war weniger elegant aber dafür sicherlich deutlich günstiger.

Die letzten Modelle verzichteten komplett auf diese Umlenkrolle und die Zughüllen verlaufen komplett durchgängig bis zur rechten Kettenstrebe.

Sättel

Raleighs Topmodelle hatten im allgemeinen Brooks Ledersättel. Das Standard-"Sports"-Modell hatte einen B-72 Sattel. Frühere "Sports"-Modelle und die luxuriösen "Superbe" Modelle hatten einen B-66 Sattel, der ähnlich aussahen, jedoch am hinteren Ende zwei große Spiralfedern trug.

Spätere Modelle hatten einfache Matratzensättel.

Speichen

Ältere britische Fahrräder hatten für gewöhnlich 32 Speichen am Vorderrad und 40 Speichen am Hinterrad. Das Vorderrad war dreifach Gekreuzt und das Hinterrad war vierfach gekreuzt eingespeicht. Damit konnte man gleichlange Speichen am Vorder- und am Hinterrad verwenden.

Spätere Fahrräder nahmen den internationalen Standard mit 36/36 Speichen an. Damit wurde das Vorderrad schwere als notwendig und das Hinterrad weniger haltbar als früher.

Bereifung

Raleigh verbaute bis in die späten 1960er Jahre hinein exklusiv Dunlop Reifen. Ältere Modelle hatten die komplett schwarzen Reifen mit Blocklauffläche. Spätere hochpreisige Modelle (inklusive der "Sports" Modelle) hatten die Dunlop Sprite Gumwall bzw. spätere Modelle die Nylon White Sprite Blackwall Reifen mit den zwei weißen Streifen entlang der Seitenwände verbaut. Bis in die 1960er hatten die Reifen Gewebe aus Baumwolle. Diese Reifen konnten leicht Schaden nehmen, wenn man sie mit zu wenig Luftdruck fuhr. Wenn die Gummiwände beschädigt wurden und Feuchtigkeit an die Baumwallkarkasse gelangte, verrottete das Gewebe schnell und der Reifen wurde zum Totalschaden.

Irgendwann zur Mitte der 1960er Jahre hin stellte Dunlop auf Karkassenproduktion mit Nylon (statt Baumwolle) um. So wurden die Reifen deutlich zuverlässiger.

Raleigh war für Dunlop der bei weitem größte Markt für Fahrradreifen und -schläuche. Irgendwann nach Mitte der 1960er Jahre gerieten Raleigh und Dunlop in Streit über die Preise des neuen Modelljahrgangs. Jede der beiden Firmen dachte sie wären für die jeweils andere unersetzlich. Dunlop nannte Raleighs Forderungen einen Bluff und im Endeffekt sagten sie sich, dass sie die Fahrradindustrie nicht wirklich brauchten, weil das Hauptgeschäft mit Motorradbereifung gemacht werden konnte. Wenn Raleign ihre Preise nicht zahlen wolle, würden Sie aus dem Markt aussteigen. Das taten sie dann auch!

Das hat in der Fahrradindustrie eine Krise hervorgerufen, weil Dunlop Reifen zu dieser Zeit die überragenden Produkte waren. Kein Wettbewerber war in der Lage auch nur annähernd gute Reifen herzustellen. Viele Fahrradfahrer lernten in der Not, wie man Schutzkappen herstellte, weil ein geflickter Dunlop Reifen immer noch besser war als jedes käufliche Konkurrenzprodukt.

Diese Situation hielt für viele Jahre an, bis japanische Hersteller lernten, Reifen herzustellen, die sogar noch besser waren als die alten Dunlop Reifen.

Schläuche

Raleighs der 1950er und 1960er Jahre wurden mit Dunlop Airseal Schläuchen ausgestattet. Dieser Schlauch war von hoher Qualität mit einem Ventil, der komplett mit einem Gewinde versehen war. Die Kontermutter war gerändelt und die Ventilkappen waren aus Metall und konnten mit dem exponierten Ende als Ventilschlüssel benutzt werden.

Die Ventilenden hatten oft einen kurzen Gummiüberzug, der diesen Ventilschlüssel bedeckte. Damit wurde der Schlauch vor dem Durchlöchern geschützt, wenn er aufgerollt war bevor er montiert werden sollte.

Muttern an der Hinterachse

Die Muttern der rechten Seite von Sturmey-Archer Naben hatten eine längliche zylindrische Ausformung mit einer gebogenen Lippe für die Schaltkette. Der zylindrische Teil hatte zwei Sichtfenster, damit man die Zugeinstellung visuell überprüfen konnte. Irgendwann in den 1960er Jahren änderten Sie das Design zu einem zweiteilige System und es wurde eine einfach Sechskantkopfmutter (die gleiche wie links) sowie eine separate zylindrische Mutter mit gerändeltem Rand verbaut. Irgendwann in den 1970er Jahren wurde wieder das bewährte einteilige System verbaut.

Naben mit zweiteiligen Schaltketten - wie die AW, AC, ASC, FC, FM, FW und die SW hatten eine einteilige rechte Mutter ohne Sichtfenster. Diese Naben hatten eine spezielle linksseitige Mutter, die der klassischen rechten Mutter, der das gerundete Innere und die Lippe für die Schaltkette fehlte. Diese Mutter dienten dazu das linke Ende der zweiteiligen Schaltkette zu schützen. Durch diesen Aufbau konnte man die Einstellung des linken Endes der Schaltkette gegen das Ende der Achse visuell kontrollieren. Ein typische Fehler beim Zusammenbau war, dass die linke und rechte Mutter vertauscht wurden, so dass die rechte Schaltkette an der scharfen Kante der Mutter, die eigentlich nach links gehörte, hängen blieb.

Muttern an der Vorderachse

Die älteren Raleigh Modelle mit den geschmiedeten Gabelausfallenden hatten eine spezielle Mutter mit einem schmalen abgerundeten Formstahlstück in Richtung Nabe. Dieser abgerundete Stück passt durch die Unterlegscheibe der Achse und in eine Vertiefung des geschmiedeten Ausfallendes. Damit erreichte man ein Rückhaltesystem des Vorderrads.

Spätere Modelle hatten konventionelle Muttern und hatten eine Randleiste auf der Außenseite des Konus, um das Vorderrad zu halten. Die gestanzten Ausfallenden hatten eine schlüsselochförmige Öffnung für die Achse, so dass die Randleiste des Konus in den abgerundeten Teil dieser Öffnung passte. In manchen Jahren wurde einfache Sechskantntkopfmuttern mit einzelnen flachen Unterlegscheiben eingesetzt. In anderen Jahren gab es gebogene und mit einem roten "R" dekorierte Sicherungsmuttern.

Unterlegschieben der Hinterachse

   Older Sturmey-Archer hubs used beautifully made forged serrated washers between the axle nut and the fork end. These older washers are easily identified by the knurled edges. These were used in conjunction with separate, stamped anti-rotation washers, which should go on the inside of the fork end.
   Intermediate models used cheaper, stamped serrated washers.
   Later (and current) models use rather nice forged combination serrated/anti-rotation washers.  

Zuganschlägs (Fulcrum Sleeve)

   Sturmey-Archer's term for the clamp-on cable housing stop usually mounted on the top tube was "fulcrum." The fulcrum clamp held a separate sleeve which served as the socket for the cable. This was a sort of ferrule, with a flange on one end to keep it from sliding through the fulcrum clamp. It was slotted to facilitate cable installation, and had a flat side which rested against the frame tube. Earlier fulcrum sleeves were metal, later versions are plastic. This was one of the first Sturmey-Archer parts where plastic replaced metal.
   The metal ones last forever, but the plastic ones are easily crushed and ruined.

Schmiervorrichtung

   Until fairly recently, all Sturmey-Archer hubs were designed for oil lubrication. An oil cap, or, in Sturmey-Archer terminology, a "lubricator" was set into the hub shell. The actual cap assembly screwed into a threaded hole in the shell.
   Earlier versions uses a hinged metal cap, but this was replaced in the late '50s or '60s by a plastic cap with a captive plug. This was one case where the plastic part was an improvement over the metal one, because they made a better seal, preventing the oil from dripping out.
   Tip:
   Installing a plastic lubricator into a hub can be quite tricky if you don't have the special tool. The special tool is a dull pencil, poked into the open lubricator. This will let you turn the lubricator to get it started into the threads.

Schalthebel

   There have been several different shift controls over the years:
       The oldest design is the quadrant shifter, a very simple top-tube mounted lever with a spring-loaded pin that fitted into different holes along its side, according to the gear selected. Moving the lever to the right pulled the pin out of the hole, and allowed the lever to move. These are mostly seen on bikes from the '30s and earlier.
       The basic trigger. These triggers had a metal band running in each direction around the handlebar, connected by a short screw and special nut below the handlebar.
       The window-type trigger had a small round hole in the top plate, through which, depending on the gear selected, you could read the letters: "H" (High) "N" (Normal) "L" (Low) and "B" (Base) The more common variety is marked "3 or 4" speed.
       Later basic trigger, in 3-speed or 4-speed versions. These, and later models, had the handlebar clamp running only from the upper surface of the trigger, around the handlebar. The screw that secured it to the handlebar ran through the body of the trigger.
       No window trigger with clear plastic cover.
       No window trigger with opaque cover and plastic tip on the lever.
       An alternate option in the '60s was a twist-grip shifter (though I've never seen one of these on a Raleigh Sports.) These worked very poorly.
       During the wheelie bike craze in the 1960s, very large top-tube shifters were made, designed to look like the gear shift of a sports car.

Farben

Es gibt drei gebräuchliche Farben bei älteren Raleigh Fahrrädern:

  • Schwarz
  • "Bronze Grün" - ein metallisches Dunkelgrün
  • "Kaffee" - ein metallisches Dunkelbraun

Datumsbestimmung nach Seriennummer

It may also be possible to date your bicycle from its frame number which on early models is usually located underneath the seat lug, under the saddle. This only applies to a genuine Raleigh, not to other makes. The list below will help with dating your Raleigh bicycle from the frame numbers, but is not a definitive list, it simply notes occasional frame numbers that coincide with certain years of manufacture. I do not vouch for the accuracy of this information.

Note that the serial number information below is fragmentary and incomplete, and many bikes have proven to be much newer than the serial numbers would suggest. It appears that Raleigh recycled many of the older serial numbers in later years, so there are lots of bikes from the 60s and 70s that have serial numbers that would suggest much greater age. Do not write or phone me to ask the age or value of an old Raleigh. All of the information I have on that is on this Web page or sheldonbrown.com/retroraleighs/dating.html Do Not write me with any questions about serial numbers, and do not include the serial number of your bike in any email you send me!

Raleigh Fahrräder 1888-1925

From frame number located under saddle

Prior to 1925, genuine Raleighs (not necessarily brand names made by Raleigh) had a straightforward numerical frame number. Early years have been estimated by the Company. 1888 1500 1900 69868 1913 427829 1889 3200 1901 77342 1914 482851 1890 5200 1902 89622 1915 517198 1891 7600 1903 102954 1916 545198 1892 10500 1904 112673 1917 569737 1893 13900 1905 129228 1918 592473 1894 19100 1906 154917 1919 621678 1895 25300 1907 183073 1920 654502 1896 32100 1908 215650 1921 688291 1897 39913 1909 249081 1922 738447 1898 45981 1910 285669 1923 809184 1899 54032 1911 328748 1924 899465 1900 65152 1912 375693 1925 998077

Raleigh Fahrräder von 1925 bis zum zweiten Weltkrieg

Between 1925 and the cessation of cycle production during the Second World War, letters prefixed or suffixed the running frame number although no indication is given of the starting point of the numbers. They seem to reflect only the number of machines produced whilst each letter was in use. All dating would therefore be approximate. 1925 A1 1930 G94785 1935 W71147 1925 B34181 1933 L84682 1936 W93161 1926/27 B56536 1934 T93945 1937 Y184552 1929 E15693 1934 U14540

Raleigh Fahrräder nach dem zweiten Weltkrieg bis etwa 1966

After the war, Raleigh began adding letters after the running number series which restarted when a new letter was used. 1947 437689 P 1953 367369 T 1948 556894 P 1954 566722 T 1949 695051 P 1955 747951 T 1951 151179 T 1956 852312 T 1952 236530 T 1957 872584 T

A new numbering system was introduced in 1955, though this ran concurrently with the old one for two years. The new system involved a second running letter, added to the first, which began at the start of the alphabet. 1956 23839 A 1961 13126 AF 1957 27227 AB 1965/6 40814 FD 1958 17910 AD 1966 64521 FE 1960 27273 AE

The material above was gathered from the Nottinghamshire Archives by Jim Burton

Siehe auch

  • English 3-Speeds
  • Retro Raleighs
  • Raleigh Parts Threading/Interchangeability
  • Three-Speed Parts from Harris Cyclery
  • Sturmey-Archer Hubs
  • Sturmey-Archer Brochures 1935-38
  • You'll need a fast connection for this.
  • Sturmey-Archer 1902-1952
  • Evolution of the Raleigh Sports
  • The Raleigh Twenty
  • New! Sturmey-Archer Heritage Site
  • Martin Hanczyc's roadster pages.
  • Tony Hadland's Sturmey-Archer Pages
  • Tony Hadland on the history of Raleigh

Quelle

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Older Raleigh Bicycles von der Website Sheldon Browns. Originalautor des Artikels ist Sheldon Brown.