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Im Internet kursieren diverse Videos von Leuten, die zeigen wie Leute Ketten mit den Fingern anfassen, um sie aufzulegen. Bitte jetzt! Menschen können Werkzeuge benutzen und müssen nicht den Kettenschmutz an Hände und Kleidung bekommen. Die Kette wieder aufzulegen ist wirklich sehr einfach, wie man unten im Video sehen kann. Man hält das Fahrrad mit der rechten Hand aufrecht und legt die Kette mit einem Werkzeug in der linken Hand gehalten auf. Dazu benötigt man keinen Assistenten und auch das Hinterrad muss nicht angehoben werden. Dies ist dank des Wunders Namens Freilauf möglich, solange man kein Fixie oder ein Fahrrad mit Rücktrittbremse hat.

Das gezeigte Fahrrad hat einen Antriebsstrang ohne Umwerfer und die Kette hat zu wenig Kettenspannung. Daher kann man den Stock ganz leicht mit der Kette um das gesamte Kettenblatt herumführen. Bei einer gut gespannten Kette und einem Antriebsstrang ohne Umwerfer muss man den Stock herausnehmen, bevor die Kette einmal um das Kettenblatt herum ist. Bei einem Fahrrad mit Umwerfer muss man den Stock herausziehen bevor man den Umwerfer erreicht hat. Möglicherweise muss man das Pedal auf seinem Knie ablegen bevor man das Pedal mit der Hand herumführen kann und den Umwerfer nachgestellt hat, damit die Kette rückwärts durch ihn hindurchlaufen kann.

Wenn die Kette am Hinterrad klemmt, kann sie oft durch rotieren des Laufrads rückwärts befreit werden, weil die Spannung am unteren Antriebstrumm die Kette herauszieht. Dabei sollte man vorsichtig sein, dass man das Schaltwerk nicht beschädigt. Wenn man den Umwerfer vom Rahmen los schraubt vermeidet man die Möglichkeit dieser Beschädigung, weil er bei der Rückwärtsbewegung am unteren Trumm hängt. Möglicherweise kann man die Kette auch einfach mit einem Schraubendreher heraushebeln. Bei einem Fahrrad mit Schnellspanner ist der einfachste Weg, das Hinterrad herauszunehmen. Das gilt insbesondere, wenn die Kette zwischen dem kleinsten Ritzel und dem Ausfallende klemmt.

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Warum ist die Kette nicht mehr auf dem Ritzel oder Kettenblatt?

Es ist ziemlich normal, dass die Fahrradkette abspringt. Zu diesem Problem können folgende Punkte beitragen:

  • Ein schlecht eingestelltes Schaltwerk oder Umwerfer kann neben Kettenblatt oder Ritzel zielen
  • Das Überfahren eines größeren Hindernisses oder ein Sturz
  • Das Fahrrad wird für den Transport oder zum Lagern auf die Seite gelegt
  • Eine verschlissenen Kette kann ein verbogenes oder steifes Kettenglied haben, oder die Kette ist stark verdreckt
  • Das Kettenblatt ist verbogen, ein Zahn ist verbogen oder hat Grate
  • Eine Kettenschaltungskette hängt durch wegen zu wenig Kettenspannung durch das Schaltwerk.
  • Bei einem Fahrrad ohne Kettenschaltung hängt mangels Kettenspannung die Kette durch
  • Exzessiver Winkel der Kette (äußeres Kettenblatt und inneres Ritzel, bzw. umgekehrt)
  • Schaltfehler oder Rückwärtstreten während es Schaltens

Es gibt sicher noch andere Faktoren. John Allen ist sich sicher, sie nicht alle aufgeführt zu haben. Manchmal kann die Kette auch bei einem wohlgewarteten Fahrrad abspringen.

Typische Kettenprobleme

Die Kette fällt herunter

Eine Kette kann am Hinterrad innen oder außen am Ritzelpaket herunterfallen. An der Kurbel kann die Kette zum Tretlagergehäuse hin oder zur Außenseite hin zwischen rechter Kurbel und dem äußeren Kettenblatt herunterfallen. In beiden Fällen kann die Kette lose herunterhängen oder eingeklemmt werden, so dass die Pedale entweder frei beweglich sind oder hängenbleiben.

Die Kette klemmt

Eine Kette, die heruntergefallen ist, kann sich verklemmen, wenn sie von einem Ritzel oder Kettenblatt mitgenommen wird. Die Kette kann im Schaltwerk klemmen und es verbiegen. Die Kette kann auch klemmen, wenn das Schaltwerk nicht richtig auf das Ritzel ausgerichtet ist, auf dem die Kette aufliegt. Das passiert wenn man die Pedale oder das Fahrrad rückwärts bewegt oder das Schaltwerk wurde geschaltet während man nicht pedaliert (während des Fahrens oder im Stillstand).

Chainsuck

Chainsuck ist ein spezielle Art von Kettenklemmer. Die Kette wird mitgenommen und klemmt sich zwischen der rechten Kettenstrebe und dem inneren Kettenblatt ein. Weit verbreitet ist das bei kleinen inneren Kettenblättern oder bei Mountainbikes, wenn man auf dieses mit einer verdreckten Kette schaltet.

Bei einem Chainsuck bleiben die Pedale ruckartig stehen. Die Kette kann verbiegen und die rechte Kettenstrebe beschädigen - insbesondere, wenn sie aus Aluminium oder Carbon ist

Die Kette reißt

Gerissene Ketten waren fast unbekannt bis Shimano 9-fach [Kassette]]n und schmalere Ketten für diese einführte. Das vergleichsweise sanfte Schaltgefühl von Hyperglide Kassetten ermunterte Fahrradfahrer auch unter Last zu schalten, so dass die Ketten manchmal gebogen werden und ein Niet herausgezogen wurde. Bei 10-fach Kassetten ist das Problem sogar noch häufiger geworden.

Die Kette springt oder läuft unruhig

Weil das Schaltwerk die Kette nur leicht spannt, kann die Kette bei einer Kettenschaltung vorwärts über ein Ritzel springen. Die häufigsten Gründe hierfür sind verschlissene Ketten auf neuen Ritzeln oder eine Kette mit einem verbogenen oder steifen Kettenglied. Bei einem Fahrrad ohne Schaltwerk läuft eine gut gespannte Kette unruhig und ineffizient, weil am unteren Kettentrumm die Ketteglieder mit Gewalt auf die Ritzelzähne gezogen werden.

Siehe auch

Wie beuge ich Kettenproblemen und Unfällen vor?

An vorderster Front kann man sich gegen Kettenprobleme bei Kettenschaltungsfahrrädern schützen, in dem man mit Umsicht schaltet. Das ist nach der Einführung von Hyperglide etwas zu einer vergessenen Kunst geworden. Jedoch können einem die Füße Rückmeldung geben, dass etwas beim Schaltvorgang nicht stimmt, wenn man sitzen bleibt und nur mit leichtem Druck pedaliert. Diese Vorsicht hilft auch, Schäden zu vermeiden und man behält die Kontrolle über das Fahrrad, wenn die Kette abspringt. Spinning ist auch effizienter. Niedrige Gänge bergauf ist dem Machogestampfe vorzuziehen. Aufstehen zum in die Pedale treten sollte man sich für kurze Beschleunigungen oder Sprints aufsparen, wenn man keine Zeit zum Schalten hat.

Schalte in einen kleineren Gang bevor Du startest und drehe die Kurbel rückwärts, bis ein Pedal in der 10-Uhr Stellung steht. Dabei sollte man keinen Widerstand spüren. Falls doch, ist Schaltwerk oder Umwerfer nicht perfekt ausgerichtet. Justiere das Schaltwerk (oder den Umwerfer), bis die Kette sanft rückwärts läuft.

Gut eingestellte Schaltwerke und Umwerfer schalten nicht über die äußeren Begrenzungen von Kassette oder Kettenblättern hinaus. Wenn man die Kette in guter Verfassung hält und Ritzel und Kettenblätter gleichzeitig mit der Kette tauscht, kann man Springen der Kette unterbinden.

Viele moderne Kurbeln und Kettenblätter haben eine herausstehenden Niet, der die Kette auffangen soll, wenn sie an der Außenseite herunterfällt. Damit wird verhindert, dass die Kette zwischen Kettenblatt und Kurbel eingeklemmt wird.

Ein Kettenstopper wie zum Beispiel der N-Gear Jump Stop Chain Guide (siehe Bild rechts) verhindert das herunterfallen der Kette nach Innen.

Ein Rockring (der aussieht wie ein Kettenblatt ohne Zähne - man kann sich einen solchen herstellen, indem man die Zähne von einem großen Kettenblatt abschleift) hilft dabei die Kette auf dem Kettenblatt zu halten. Innen sind Rockringe nicht möglich, wenn man mehrere Kettenblätter benutzt. Ein äußerer Rockring kann auch den Schmutz von der Kleidung fern halten. Er wird vorzugsweise außerhalb der normalen Position der Kettenblätter montiert, z.B. an der äußeren Position einer Dreifachkurbel und nur zwei benutzten Kettenblättern. Ein Rockring zusammen mit einem Kettenstopper (siehe Bild unten) sind besonders bei Bike Fridays Falträdern nützlich, bei denen die Kette die Spannung verliert, wenn man das Fahrrad faltet.


 
Speichenschutzrung

Kettenklemmer am Hinterrad lassen sich durch gutes Einstellen des Schaltwerks, einen sinnvollen Abstand zwischen äußerem Ritzel und der Kettenstrebe und einem Speichenschutzring vermeiden. Ein Speichenschutzring wird als Spitze der Uncoolness verstanden. Jedoch verhindert er sowohl Beschädigungen an Speichen als auch Kettenklemmer.

Wenn ein Fahrrad auf die rechte Seite fällt, sollte man prüfen, ob sich das Schaltauge nicht verbogen hat - ein Hauptgrund für Kettenklemmer und Schaltwerken, die von Speichen mitgerissen werden.

Bei Antrieben ohne Kettenschaltung ist die Hauptverteidigung neben der Benutzung eines Rockrings eine wohlgespannte Kette, die minimal durchhängt. Man muss das Hinterrad zum Spannen einige Male nach hinten versetzen, bevor die Kette durch Längung verschlissen ist.

Siehe auch

Quelle

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel If the Chain Falls Off or Jams von der Website Sheldon Browns. Originalautor des Artikels ist John Allen.